Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Ist eine Ladung in einer Atomgruppe ( Molekül oder Molekülion) nicht genau lokalisierbar sondern die einzelnen Atome verteilt so spricht man Delokalisierung . Zur Beschreibung dieser Ladungsverteilung verwendet man mesomere Grenzstrukturen.
Ein Spezialfall dieser delokalisierten Ladungen findet in konjugierten Systemen aromatischer Verbindungen deren π-Elektronen nicht in bestimmten Atomorbitalen lokalisiert sind sondern gleichzeitig allen beteiligten angehören. Die π-Elektronen sind dabei in einer "Elektronenwolke" über die Kohlenstoffatome des gesamten aromatischen verteilt. Ein klassisches Beispiel für ein Molekül delokalisierten π-Elektronen ist das Benzol dessen oszillierende Grenzstrukturen erstmals 1872 von Kekulé korrekt postuliert wurden.