Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Demozid ist ein von dem amerikanischen Soziologen J. Rummel eingeführter Begriff unter dem bewusst und durchgeführte Massentötungen von bestimmten Menschengruppen zusammengefasst
Die bekannte Form des Demozids ist Völkermord ( Genozid ). Der vorsätzliche Mord an einer durch Merkmale als die Zugehörigkeit zu einer ethnisch Gruppe ist ein Demozid. Ein Merkmal für von einem Demozid betroffene Gruppe kann sein sie Einwohner einer bestimmten Stadt sind.
Ein Beispiel ist die totale Ausmordung Isfahan im Jahre 1387 durch Tamerlan bei der etwa 70.000 Menschen getötet was kein Genozid sondern ein Demozid war. Truppen mussten dabei bestimmte Tötungsquoten erfüllen. Insgesamt bei den Demoziden der Mongolen etwa 30 Millionen Menschen zu Tode.
Auch die Angehörigen einer bestimmten sozialen können Ziel eines Demozids werden z.B. die bis 15 Millionen durch das Sowjetregime zu "Kulaken" erklärten und getöteten Menschen.
Die vorsätzliche Bombardierung von Wohngebieten durch Flächenbombardements gegen die Zivilbevölkerung die während des 2. Weltkrieges zur militärischen Strategie der britischen und der amerikanischen Luftwaffe gilt in jedem Fall als eine Form Demozid. Insgesamt 169 Millionen Menschen fielen im 20. Jahrhundert einem Demozid zum Opfer.