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Denkendorf (Württemberg)


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Die Gemeinde Denkendorf liegt im Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg und hat 10.152 Einwohner 31. Dezember 2002 ). Schon im 12. Jahrhundert war Denkendorf durch das Kloster Denkendorf bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Denkendorf wurde vor 1129 erstmalig urkundlich erwähnt. Dies geschah in Schriftstück das erwähnt dass Papst Honorius II. Kloster Denkenforf unter seinen Schutz nimmt.

Geschichte des Stiftes der Chorherren vom Grabe von St. Pelagius in Denkendorf

Geschichtlicher Abriss: äußere Entwicklung und innere

Das Stift der Chorherren vom Heiligen in Denkendorf (Landkreis Esslingen) geht auf einen zurück der nach 1128 dem Kapitel vom Grab die Denkendorfer Pelagiuskirche stiftete und zusätzlich 22. April 1142 im Kapitelsaal der Kanoniker Heiligen Grab in Jerusalem sein Eigen post übertrug. Um 1130 war der neu gegründeten von Papst Honorius II. der päpstliche Schutz die freie Propstwahl zugesichert worden und König III. gewährte 1139 dem Stift auf einem in Markgröningen den Schutz des Reiches und Recht der Vogtwahl. Diese königliche Schutzherrschaft wurde den deutschen Herrschern des Mittelalters immer wieder so beispielsweise 1181 durch Friedrich I. 1226 1228 durch Friedrich II. 1291 durch Rudolf und 1299 durch dessen Sohn Albrecht. König von Holland allerdings hatte 1252 die Schirmvogtei Denkendorf an Graf Ulrich von Württemberg verpfändet. dieser Zeit betrieben die Grafen von Württemberg Politik die hauptsächlich darauf abzielte die Heiliggrabpropstei das eigene Territorium einzubeziehen. So beauftragte beispielsweise Ludwig der Bayer den Grafen Ulrich von die Propstei Denkendorf in seinem und des Namen zu schirmen. Aber daraus dass sich Chorherrenstift 1346 1353 und 1359 das Privileg Heinrichs VII. vom Jahre 1226 einschließlich dem enthaltenen Schutz und Schirm des Reiches bestätigen ist zu schließen dass das Verhältnis zwischen und den württembergischen Schirmherren gespannt war. Auch erwuchsen dem Stift durch die Vogtei der denn die enge Verbindung mit den württembergischen hatte zur Folge dass im Krieg zwischen und den Reichstädten 1377 das Kloster von Städten Esslingen und Ulm völlig niedergebrannt wurde. Zerstörungswut der Esslinger im Jahre 1377 rührte sicherlich neben der Nähe des Denkendorfer Konvents Hause Württemberg auch daher dass 1373 der Friedrich Kayb in päpstlicher Vollmacht das Interdikt die Esslinger Stadtkirche und einige Esslinger Geistliche hatte. Wenig später veränderte sich die Beziehung Propstei zur nahen Reichsstadt wieder denn am August 1387 wurde das Chorherrenstift Denkendorf in Esslinger Bürgerrecht aufgenommen. Denkendorf stellte sich unter Esslinger Schirmherrschaft und nahm das Bürgerrecht der an. In diesem Zusammenhang übergab das Stift Siegel an Esslingen. Denkendorf leistete für das jährliche Abgaben Fuhren und Frondienste. Im Jahre begab sich das Stift noch weiter in Abhängigkeit von Esslingen denn die Stadt übernahm der stärkste Gläubiger einen Teil der Schulden Die Privilegien des Stiftes wurden ebenfalls an Reichsstadt übergeben. Zwei von Stift und Stadt Pfleger verwalteten nun den Besitz des Stiftes. ging ein großer Teil der Geschäftstätigkeit des an den Esslinger Rat über. Am 18. 1424 erfolgte ein erneuter Schirmwechsel des Chorherrenstiftes den Württembergern unter deren Schutz die Denkendorfer fortan blieben. In der Mitte des 15. zerstritt sich der Konvent so stark dass außen geschlichtet werden mußte. Die Spannungen begannen der Propstwahl 1431 und endeten damit dass 6. Juli 1467 beendete der von Perugia Denkendorf gekommene Generalprior des Ordens auf Wunsch Grafen den amtierenden Propst Bernhard von Baustetten und Heinrich Gutzmann zum neuen Propst ernannte. Eingriff zeigte wie stark der Einfluß des Grafenhauses auf die Geschicke des Stiftes war. Orden der Chorherren vom Heiligen Grabe wurde 28. März 1489 durch die Inkorporation in Johanniterorden durch ein Dekret des Papstes Innozenz aufgehoben. Ein Sturm der Entrüstung zahlreicher europäischer (u.a. Kaiser Maximilian und Graf Eberhard von war die Antwort auf das Inkorporationsdekret. Der Innozenz VIII. Papst Alexander VI. erlaubte daher 2. Dezember 1497 dem Denkendorfer Stift und Niederlassungen in ihrem bisherigen Status zu verbleiben. besiegelte die von Ambosius Blarer im Auftrage Ulrichs durchgeführte Reformation die 1535 der vita in Denkendorf ein Ende setzte das Schicksal Chorherren vom Heiligen Grabe in Württemberg. Einige Chorherren nahmen 1535 die evangelische Lehre an ließen sich als Prediger anstellen. 1553 wurde den Gebäuden eine evangelische Klosterschule eingerichtet die 1584 Bestand hatte. 1713 entstand eine zweite Klosterschule mit der besonders die Verdienste des Johann Albrecht Bengel verbunden sind und die 1810 Bestand hatte. Von 1830 bis 1907 das Klostergelände in privatem Besitz: die Firma stellte hier „Klostersenf“ her. Nachdem das Stift wieder in den Besitz des Staates kam sich in den Gebäuden von 1907-1920 eine für zukünftige Lehrer von 1921-1934 ein Volkshochschulheim Mädchen von 1934 ab wurde das Kloster der nationalsozialistischen Gliederungen als Frauenschullager Kindergarten und NSDAP-Ortsgruppenbüro genutzt. Nach dem Krieg war es 1949 Zufluchtstätte für Heimatvertriebene bis am 18. 1950 das „Evangelische Diakonieseminar Denkendorf“ eingeweiht wurde. dem Umzug des Diakonieseminars nach Ludwigsburg konnte 16. Oktober 1972 die landeskirchliche Fortbildungsstätte „Kloster eröffnet werden.

Kulturell-religiöse Bedeutung des Konvents

Die Liturgie der Chorherren vom Heiligen basierte auf dem gallisch-fränkischen Ritus wurde aber lokalen Gegebenheiten der Kirche von Jerusalem angepasst. besondere Liturgie des Heilig-Grab-Kapitels in Jerusalem war einen durch Prozessionen zum anderen durch Stationsgottesdienste Der Nachvollzug der Heilsereignisse war auch in liturgischen Handschriften vorgesehen. Die Gottesdienstordnung ist in bisher bekannten Handschriften des Ordo secundum institutionem dominici Sepulcri überliefert von denen eine im Barletta die andere in Breslau zu finden Bedeutende Reliquien aus dem Heiligen Land kamen in der Gründungsphase der Propstei nach Denkendorf sowohl Splitter vom Heiligen Grab als auch Span vom Kreuzesholz wurden in das Chorherrenstift Beide sind zusammen in einem Doppelkreuzreliquiar gefasst heute im Württembergischem Landesmuseum zu sehen. In Forschung wurde auf Grund von stilistischen Merkmalen diesem Kreuz geschlossen dass das Denkendorfer Kreuz aus Schwaben stammt sondern im 12. Jahrhundert Palästina aus dem Stift zur Verehrung übergeben Der Bestand der Bibliothek kann anhand eines Bibliothekskatalogs aus dem Jahre 1538 rekonstruiert werden. Katalog enthält 224 Titel die meisten Werke Wiegen- und Frühdrucke. 60 Predigtsammlungen sind hier die Heilige Schrift und das liturgische Gebet mit 25 Werken vertreten 18 Titel fallen den Bereich der Theologie Dogmatik und Philosophie Werke aus dem Bereich der Mystik gänzlich 24 Werke handeln über kanonisches 16 über römische Recht. An dieser Gewichtung der Bücher gut zu erkennen dass die Seelsorge in Bibliothek eine hervorragende Stelle einnahm.

Baugeschichte von Klosteranlage und Kirche

Die Klosteranlage liegt auf einer Anhöhe bildet mit den Klostergebäuden eine Einheit. Um mußte die Pfarrkirche bisher von Dorfgemeinde und genutzt einer spätromanischen Basilika weichen. Der Westturm noch von der älteren Pelagiuskirche (um 1050) der das Patronzinium des hl. Pelagius auf neue Kirche des Chorherrenstifts übergegangen ist. Das wurde um 1200 begonnen als Baumaterial wurde gewählt. Die flachgedeckte Basilika die durch eine betreten wird und in einen rechteckigen Altarchor zwischen 1225 und 1240) mündet wird durch romanische Rechteckpfeiler gestützt. Die niedrigen Seitenschiffe haben 15. Jahrhundert Veränderungen erfahren: das südliche wurde Maßwerkfenster und Rippengewölbe dem gotischen Kreuzgang angeglichen nördlichen sind die Fenster ebenfalls gotisch verändert Besonders erwähnenswert ist die Denkendorfer Krypta die allem durch die Nachbildung des leeren Grabes aber auch durch die Gestaltung als Saalraum ein Tonnengewölbe überspannt auffällt. Spätere bauliche Veränderungen das Dach (gotisches Steildach nach 1377) die (gotisches Portal 1468 Baldachin 1478) Krypta (Fresken Kanzel (1518) und Turm (um 1633/34). Mitte 1970er Jahre wurde das Äußere der Kirche Stil der Romanik mehrfarbig gefaßt. So ist Kirchengebäude heute eines der wenigen Beispiele romanischer Architekturbemalung.

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