Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Der Spiegel Ausgabe 1/1947
Der Spiegel ist eine der bekanntesten Wochen zeitschriften Deutschlands. Er bezeichnet sich selbst als bedeutendstes und Europas auflagenstärkstes Nachrichten-Magazin". Im Durchschnitt pro Woche annähernd 1 1 Millionen Exemplare Die erste Ausgabe der Zeitschrift Der Spiegel erschien am 4. Januar 1947 einem Samstag in Hannover als Nachfolger der Zeitschrift Diese Woche . Die Zeitschrift folgte dem Muster amerikanischer britischer News Magazines .
Einige junge deutsche Redakteure angeführt von Rudolf Augstein versuchten die Forderungen nach kritischem und Journalismus zu erfüllen und ersparten auch den Alliierten keine Kritik. Die Administration in London und die drei anderen Besatzungsmächte protestierten diese Form der Aufklärung und entledigten sich Magazins indem sie Diese Woche an die Deutschen abgaben.
Rudolf Augstein erhielt die Verlegerlizenz und benannte das in "DER SPIEGEL" um. Von der ersten im Januar 1947 an war er Herausgeber und Chefredakteur . Tätig als Herausgeber blieb er bis seinem Tode am 7. November 2002 doch firmiert er noch immer als Herausgeber des Spiegel . Derzeitiger Chefredakteur ist Stefan Aust .
Für die Aufdeckung bundesdeutscher Skandale in den 1950er und 1960er Jahren erhielt es den Namen "Sturmgeschütz Demokratie". Zu den Skandalen die der "Spiegel" die Öffentlichkeit brachte gehören:
1957 veröffentlichte der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger seinen Essay Die Sprache des Spiegel in dem er die "Scheinobjektivität" der einer vernichtenden Kritik unterzog. Der Journalist und Erich Kuby veröffentlichte 1987 anläßlich des 40jährigen Bestehens eine kritische des Wochenblatts unter dem Titel Der Spiegel im Spiegel . Der als "Sprachpapst" bekannte Journalist Wolf nannte den Spiegel "den obersten Verhunzer der deutschen Sprache"; Negativbeispiele für schlechtes Deutsch spielen in seinen Zitate aus dem Spiegel eine große Rolle. In der Spiegel-Online -Kolumne "Zwiebelfisch" wird der Versuch unternommen Ausgleich für entstandenen Sprachschaden zu schaffen.
Das Magazin war von Anfang an bereits in der Gründungsphase kam es zu mit der britischen Lizenzierungsstelle. 1956 /57 rund zehn Jahre nach der Gründung Spiegel verfasste Hans Magnus Enzensberger seine Analyse über Die Sprache des Spiegel in der er eine Reihe von aufstellte: Die Sprache des Spiegel verdunkele wovon sie spreche Das deutsche Nachrichtenmagazin sei kein Nachrichtenmagazin der Spiegel übe nicht Kritik sondern deren Surrogat Leser des Spiegel werde nicht orientiert sondern desorientiert und Spiegel sei unentbehrlich solange es in der kein kritisches Organ gebe das ihn ersetzen Diese kritische Einstellung revidiert Enzensberger auch nach Spiegel-Affäre nicht; er sieht das Magazin weiterhin latentes Gefahrenpotential für die deutsche Demokratie.
Der Spiegel besaß in der Früh- und Konstituierungsphase relativ großen Einfluss jedoch noch kein Meinungsmonopol . Nach der Spiegel-Affäre weitete sich der Einfluss aus; durch massiv gestiegene Auflage nahm die wirtschaftliche Macht ( Anzeigenmonopol ) damit stieg auch die publizistische Macht der politische Einfluss. Die Spiegel-Affäre 1962 führte dazu dass weite im besonderen Angehörige der jungen Generation und kritischen Intelligenz sich für das Wochenmagazin und für die Presse- und Meinungsfreiheit engagierten (Peter Glaser).
Nach dem Erscheinen des Konkurrenzmagazins Focus kam es zu deutlich wahrnehmbaren Veränderungen und Einfluss wurden jedoch bisher nicht entscheidend Focus wurde bewusst als Gegenpol und Alternative Spiegel konzipiert; nachweisbar ist dies insbesondere an politischen Linie und dem vergleichsweise schonenden Umgang den Anzeigenkunden. Uli Bauer dritter stellvertretender Chefredakteur Focus fasste die redaktionelle Linie des Focus unter Bezugnahme auf das bekannte Augstein-Wort ...im Zweifelsfalle links ) deutlich zusammen: Wenn der Spiegel im Zweifel links ist sind wir Zweifel rechts .
Spiegel -Ausschuß: Der Spiegel deckt Bestechung von Abgeordneten auf; Abstimmung für Bonn statt Frankfurt am Main als Bundeshauptstadt ; Vernehmung von Augstein als Zeuge Berufung journalistische Schweigepflicht über die vertraulichen Quellen der
Schmeißer-Affäre: Hans Konrad Schmeißer ehemaliger Agent französischen Geheimdienst hatte behauptet Bundeskanzler Adenauer Ministerialdirektor Blankenhorn und Generalkonsul Reifferscheid seien den französischen Geheimdienst tätig gewesen und hätten französischen Agenten mit geheimen Nachrichten versorgt ( Spiegel Nr. 28/1952).
Karl Jaspers Wohin treibt die Bundesrepublik ; Jaspers übt scharfe Kritik an den die der Bevölkerung im Falle eines äußeren Notstandes keine Wahl ließen sich Gewalt und zu verweigern. Ein innerer Notstand könne überhaupt nicht eintreten weil dies Gedanken eines demokratischen Staats zuwiderlaufe: Das Notstandsgesetz raubt dem Volk die ihm legitimen dann aber nicht mehr legalen Mttel Widerstands .
Der Spiegel beschäftigte Anfang der 70er Jahre knapp Beschäftigte davon rund 400 in der Redaktion in der Dokumentation sowie knapp 400 in kaufmännischen und technischen Abteilungen.
18. Januar : Erstausgabe von Focus erscheint im Focus-Verlag einer hundertprozentigen Tochter von Burda; Konkurrenz- nicht Gegenmedium zum Spiegel ( Helmut Markwort ). Der Spiegel leidet unter einem Auflagenminus von über Prozent und einem Rückgang der verkauften Anzeigenseiten über 12 Prozent.
Der Spiegel war im ersten Halbjahr 1996 die deutsche Zeitschrift mit den höchsten Einnahmen Vertrieb und Anzeigen ; erzielt wurden Bruttoeinnahmen von 330 74 DM das ist knapp eine Mio. mehr der Stern (Platz 2) erzielen konnte und liegt noch vor Bild am Sonntag (Platz 3) und Focus (Quelle: Kress Report).
Spiegel online wurde 1995 gegründet. Die Beiträge erstellt ein eigenes Einige Artikel des Print- Spiegel werden online übernommen. Seit 2000 fährt Spiegel online einen strikten Sparkurs. Autoren werden nicht Spiegel -Tarif sondern nach dem eigenen Spiegel-Online –Tarif bezahlt. Seit 2002 sind Abrufe von Archiv-Beiträgen kostenpflichtig.