Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Der Tod in Venedig (1912) gilt als wichtigste Novelle im Werk Thomas Manns . Ein zentrales Thema des Textes ist Konflikt zwischen dem Dionysischen und dem Apollinischen Leidenschaft und Selbstbeherrschung letztlich Leben und Tod.
Die Novelle ist in fünf Kapitel eine Anspielung auf die fünf Akte des Dramas. Im ersten Kapitel begegnet der fünfzig alte Schriftsteller Gustav Aschenbach dessen Habitus dem des Komponisten Gustav Mahler angeglichen ist auf einem Spaziergang durch Englischen Garten in München einem Fremden dessen Erscheinung in ihm eine Reiselust weckt hinter der sich die Begierde Leidenschaft und auch Homosexualität verbirgt wie durch einen Tagtraum Aschenbachs wird. Dabei schwebt ihm eine exotische Dschungellandschaft seine Vision ist mit erotischen Symbolen gespickt:
[Aschenbach] sah aus geilem Farrengewucher aus Gründen fettem gequollenem und abenteuerlich blühendem Pflanzenwerk haarige nah und ferne emporstreben [...] und fühlte Herz pochen vor Entsetzen und rätselhaftem Verlangen.
Er beschließt dieser Reiselust nachzugeben da er befürchtet seine Kunst wenn ihr keine Inspiration in Form eines zukomme langsam abgestumpft.
Im zweiten Kapitel erfahren wir dass in seiner Jugend ein Anhänger des Psychologismus war und die hohe Kunst eher betrachtete. Danach aber wandte er sich zur und die Form wurde ihm wichtiger als Inhalt. Er unterdrückte seine aufkeimende Homosexualität und sich jeden Tag aufs Neue zur Arbeit. Satz aus seiner Feder war das Resultat Willensdauer und Zähigkeit am Morgen quälte er sich mit Bädern. Er wünschte sich sehnlichst alt zu werden da ihn seine Jugend und das ebenfalls an die Homosexualität und das Unbeherrschte das Dionysische erinnert. Die Helden von Aschenbachs sind ausschließlich Sebastiansfiguren die um jeden Preis durchhalten wollen.
Im dritten Kapitel reist Aschenbach zuerst eine Adriainsel und dann nach Venedig . Dabei begegnen ihm drei Figuren die Elementen der christlichen und griechischen Mythologie zusammengesetzt sind: Ein Beamter auf dem nach Venedig ein alter Mann der als verkleidet ist und sich unter junge Burschen hat und schließlich ein Gondoliere der ihn der Stadt zum Lido bringt. Die drei denen auch der Wanderer im Englischen Garten werden bestehen aus Attributen der folgenden Figuren:
Die ersten drei Figuren deuten alle den Tod also auf Aschenbachs Untergang hin anderen beiden sind ein Sinnbild für die also das Dionysische.
Danach begegnet Aschenbach in seinem Hotel polnischen Knaben der vollkommen schön ist. Er verliebt sich augenblicklich in Jungen welcher den Jünglingen aus den griechischen gleicht will dies aber nicht wahrhaben. Dennoch er den Jungen dessen Name Tadzio (Aussprache: lautet in den folgenden Tagen am Strand im Hotel ständig. Da er nicht von ablassen kann beschließt er Venedig zu verlassen er das unangenehme Klima zum Vorwand nimmt. sein Gepäck ist in die falsche Richtung worden wie er am Bahnhof erfährt. Glücklich den Vorwand der ihm Gelegenheit zur Rückkehr begibt er sich ins Hotel zurück.
Am Ende des dritten Kapitels hat Aschenbach eingestanden dass er wegen Tadzio so war in Venedig bleiben zu dürfen. Nun er den Jungen zu einem Sinnbild für Schöne. Dass er ihn in den nächsten am Strand oder im Hotel ständig beobachtet wie er sich einredet nur der Ausdruck künstlerischen Freude am Schönen. Er gesteht sich ein dass er sich in Tadzio verliebt und damit die Leidenschaft (Dionysos) gesiegt hat lässt den Jungen zu einem Gesandten Apollons werden. Unter diesem Vorwand wird er glücklich; auch das Wetter ist nun schöner. Strand verfasst er während er Tadzio beobachtet eineinhalb Seiten erlesenster Prosa seine Schaffenskrise scheint nun also auch zu sein. Am Ende des vierten Kapitels Tadzio Aschenbach zu was diesem die Gewissheit dass sich der Junge seiner Schönheit nun ist.
Das fünfte Kapitel ist Aschenbachs Untergang Das Wetter wird wieder drückender und Aschenbach dass in der Stadt die Cholera ausgebrochen ist und deshalb alle Gäste Er enthemmt sich mehr und mehr und Dionysische triumphiert was sich auch in einer Symbolfigur manifestiert einem Musikanten der hauptsächlich den nachempfunden ist. Er will zuerst Tadzios Familie der Cholera warnen eine letzte Bemühung seinen abzuwenden da die Polen dann abreisen würden er entschließt sich dagegen weil er nicht Tadzio leben kann. Schließlich erlebt er in nächtlichen Alptraum eine tranceähnliche Vision: Eine Horde feiert ein wildes Fest wobei sie sich um ein Phallussymbol einer Massenorgie hingeben. Dieser Traum hat letzte Hemmungen zerstört und er verfolgt Tadzio durch die ganze Stadt. Schließlich bricht er Strand zusammen und stirbt an der Cholera ihm Tadzio zuzuwinken scheint. Da der Junge Psychagog (Seelengeleiter) bezeichnet wird wird nun klar auch Tadzio zu den Todesboten gehört; Psychagogos ein Beiname Hermes'.
Die Novelle ist 1970 von dem Regisseur Luchino Visconti verfilmt worden. Visconti erzählt die Geschichte als Reise eines alternden Komponisten und untermalt Film mit Musik aus Gustav Mahlers 3. und 5. Sinfonien. Aschenbach wurde Dirk Bogarde verkörpert den Tadzio spielte Björn Andresen .