Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Deutsch-Böhmen (vielfach auch Deutschböhmen geschrieben) war die Bezeichung für die Randgebiete des historischen Böhmen . Es umfaßte 14.496 km² und wurde von deutschen Volksgruppen besiedelt die heute als " Sudetendeutsche " bezeichnet werden. In der heutigen Zeit vielfach nur vom "Egerland" gesprochen.
Ab Oktober 1938 bildete Deutsch-Böhmen nach der von den Sudetendeutschen begrüßten Einverleibung des Sudetenlandes ins nationalsozialistische Deutsche Reich den Kern " Reichgaus Sudetenland ". Die Einverleibung des Sudetenlandes ins Deutsche war ein Ergebnis des Münchner Abkommens zwischen Deutschland Italien Frankreich und Großbritannien . Vor allem Frankreich und England mit Chamberlain hofften mit diesem Zugeständnis an Hitler einen europäischen Krieg verhindern. Der von Hitler gewollte Krieg verzögerte sich damit aber um 1 Jahr bis zum Beginn des 2. Weltkriegs während dem die Nationalsozialisten auch die "Resttschechei" besetzten und zum Protektorat " Böhmen und Mähren " machten. Der SS - Gruppenführer Reinhard Heydrich wurde dort als Reichsprotektor eingesetzt und bis zu seinem Tod in Folge eines Attentats ein staatliches Regime im Sinne des Nationalsozialismus ein. Dabei verfuhr er nach dem "Zuckerbrot und Peitsche": Jeder Tscheche der seinen Wünschen und Befehlen anstandslos wurde mit zusätzlichen Lebensmittel-Rationen belohnt. Aber wer ihm nicht unterwarf wurde mit brutaler Härte (Aber die meisten Tschechen sahen in Heydrich harten aber gerechten "Landesherren". Er erfreute sich einiger Beliebtheit so daß die tschechische Exilregierung in London seinen Tod beschloß.)
Seit 1945 nach dem Sieg der Alliierten über das Großdeutsche Reich und der Kapitulation der Deutschen Wehrmacht wurde die deutsche aus dem wieder zur Tschechoslowakei gehörenden Sudetenland vertrieben (Benesch-Dekrete).