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Deutsch-Böhmen


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Deutsch-Böhmen (vielfach auch Deutschböhmen geschrieben) war die Bezeichung für die Randgebiete des historischen Böhmen . Es umfaßte 14.496 km² und wurde von deutschen Volksgruppen besiedelt die heute als " Sudetendeutsche " bezeichnet werden. In der heutigen Zeit vielfach nur vom "Egerland" gesprochen.

kleine Geschichte Deutsch-Böhmens

Am 29.10.1918 schlossen sich die Deutschen in Deutsch-Böhmen zur eigenständigen Provinz zusammen und trugen damit dem Zerfall K+K-Monarchie Rechnung.

Deutsch-Böhmen erstreckte sich vom Böhmerwald über das Egerland bis zur Provinz Sudetenland .

Am 22.11.1918 schloß sich Deutsch-Böhmen der Republik Deutschösterreich an.

Ab 1919 gehörte auch Deutsch-Böhmen zur Tschechoslowakei . Ein großer Teil der deutschen Bevölkerung sich in den 1930er Jahren der " Sudetendeutschen Heimatfront " an die ursprünglich den Anschluss ihrer Gebiete an Österreich erstrebte.

Ab Oktober 1938 bildete Deutsch-Böhmen nach der von den Sudetendeutschen begrüßten Einverleibung des Sudetenlandes ins nationalsozialistische Deutsche Reich den Kern " Reichgaus Sudetenland ". Die Einverleibung des Sudetenlandes ins Deutsche war ein Ergebnis des Münchner Abkommens zwischen Deutschland Italien Frankreich und Großbritannien . Vor allem Frankreich und England mit Chamberlain hofften mit diesem Zugeständnis an Hitler einen europäischen Krieg verhindern. Der von Hitler gewollte Krieg verzögerte sich damit aber um 1 Jahr bis zum Beginn des 2. Weltkriegs während dem die Nationalsozialisten auch die "Resttschechei" besetzten und zum Protektorat " Böhmen und Mähren " machten. Der SS - Gruppenführer Reinhard Heydrich wurde dort als Reichsprotektor eingesetzt und bis zu seinem Tod in Folge eines Attentats ein staatliches Regime im Sinne des Nationalsozialismus ein. Dabei verfuhr er nach dem "Zuckerbrot und Peitsche": Jeder Tscheche der seinen Wünschen und Befehlen anstandslos wurde mit zusätzlichen Lebensmittel-Rationen belohnt. Aber wer ihm nicht unterwarf wurde mit brutaler Härte (Aber die meisten Tschechen sahen in Heydrich harten aber gerechten "Landesherren". Er erfreute sich einiger Beliebtheit so daß die tschechische Exilregierung in London seinen Tod beschloß.)


Seit 1945 nach dem Sieg der Alliierten über das Großdeutsche Reich und der Kapitulation der Deutschen Wehrmacht wurde die deutsche aus dem wieder zur Tschechoslowakei gehörenden Sudetenland vertrieben (Benesch-Dekrete).



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