Die frühesten Beweise für eine Anwesenheit Menschen auf dem Gebiet des heutigen Deutschland Quarzit - Artefakte aus der Tongrube Kärlich bei Koblenz werden auf ein Alter von etwa Jahren datiert. Aus der Zeit von vor 600.000 bis 550.000 Jahren stammt der Fund Unterkiefers des Homo heidelbergensis der in Mauer bei Heidelberg entdeckt wurde. Eine bessere Fundsituation gibt für spätere Formen des Homo heidelbergensis . Zu nennen sind hier insbesondere die bei Bilzingsleben bei Kindelbrück in ( Thüringen ) bei Schöningen und Bad Cannstatt die auf ein Alter von ca. bis 250.000 Jahren datiert werden. Bis vor 40.000 Jahren war Deutschland vornehmlich von Homo neanderthalensis besiedelt seit etwa 36.000 Jahren von Homo sapiens . Einige der ältesten Fundstätten sind Geißenklösterle Blaubeuren und die Stadel-Höhle im Lonetal bei Ulm . Die dort gefundenen Kunstwerke (z.B. der Löwenmensch ) und Musikinstrumente aus dem Aurignacien gehören zu den ältesten Funden ihrer weltweit.
Es kann als gesichert gelten dass Mitteleuropa seit etwa 500.000 Jahren zumindest während Warmzeiten permanent von Menschen besiedelt ist.
Die früher verbreitete Gleichsetzung von Germanen und Deutschen wird in der heutigen Forschung nicht aufrecht erhalten. Einerseits trugen auch nichtgermanische Ethnien zur Herausbildung des deutschen Volks bei andererseits zählen Germanen auch zu Vorfahren nicht-deutscher Völker. Ursprünglich an der westlichen beheimatet drangen die Germanen seit etwa 200 v. Chr. in die damals noch keltischen Gebiete Mittel- und Süddeutschlands vor.
Die Gebiete westlich des Rheins und des Grenzwalls Limes (Grenzwall) wurden den römischen Provinzen Germania Inferior (Niedergermanien) Germania Superior (Obergermanien) und Raetia (Rätien) zugeschlagen. Das Gebiet östlich davon nannten Römer Germania libera (freies Germanien). Die erste Beschreibung Germaniens gab der römische Historiker Tacitus um das Jahr 98 in seiner Schrift Germania.
Die ins Römische Reich einbezogenen Gebiete bildeten in den folgenden Jahrhunderten einen Teil antiken Welt. Die keltisch-germanische Urbevölkerung wurde weitgehend Mit Trier Xanten Köln Koblenz Mainz Augsburg Kempten und Regensburg entstanden damals die ältesten Städte Deutschlands. stieg in der Spätantike sogar zur Kaiserresidenz Nach vermehrten Germaneneinfällen gaben die Römer 260 den Limes auf und verlegten die zum freien Germanien auf ganzer Länge an Rhein zurück.
Rom musste schließlich auch einer Besiedlung Gebiete westlich des Rheins und südlich der durch Germanenstämme zustimmen. Ab der zweiten Hälfte 4. Jh. setzte verursacht durch die relative der Stammesgebiete der Germanen und den Druck aus dem Osten anstürmenden Hunnen eines mongolischen Reitervolks die Völkerwanderung ein.
In der Folge der Wanderungsbewegungen entstanden großen Teilen des Römischen Imperiums germanische Reiche. Stämme schlossen sich zu größeren Verbänden zusammen z.B. die Franken am mittleren Rhein die Alemannen zwischen und Donau die Baiern im Gebiet des heutigen Bayern und und die Thüringer im Gebiet des heutigen Thüringen. Im des heutigen Niedersachsens befand sich das Stammesgebiet Sachsen. Ab 500 wurden die Gebiete östlich Elbe durch die von Osten vordringenden Slawen besiedelt.
Unter dem Merowingerkönig Chlodwig entwickelte sich das Frankenreich im 6. Jh. zur vorherrschenden Macht Mitteleuropa. Chlodwig und seine Nachfolger konnten neben rheinischen Stammlanden Gallien und die Gebiete der Alemannen und sowie der Baiern unter ihre Herrschaft bringen. der Annahme des katholischen Christentums gewann Chlodwig Unterstützung der Kirche. Um 600 wurde das durch irische Mönche unter Führung Columbans missioniert. Das Gebiet des heutigen Deutschlands vom angelsächsischen Mönch Bonifatius christianisiert. Bonfatius errichtete im ganzen Frankenreich Kirchenorganisation durch die Schaffung von Bistümern und Erzbistümern .
Allmählich ging die Macht von den schwächer werdenden Merowingerkönigen auf die Hausmeier über deren Aufgabe ursprünglich die Verwaltung Königsgüter war. Der Hausmeier Karl Martell errang durch seinen Sieg über die Frankenreich eindringenden Araber 732 bei Tours und Poitiers großes Ansehen. Sein Sohn Pippin ließ sich als König der Franken Stammesadel wählen und als Zeichen seines Gottesgnadentums salben . Der letzte Merowingerkönig wurde von ihm Durch die sogenannte Pippinische Schenkung legte er 754 die Grundlage des Kirchenstaates und wurde zum Schutzherrn der Kirche. Frankenreich wurde zur Keimzelle Europas.
Der Sohn Pippins Karl der Große konnte das Reich in zahlreichen Feldzügen vergrößern. 773 erobert er das Langobarden -Reich in Oberitalien. Ebenso gelang ihm die und Christianisierung der Sachsen und die Eingliederung das von den Agilolfingern nach dem Machtverfall Merowinger zunehmend eigenmächtig regiert wurde. 800 wurde der Große vom Papst zum Kaiser gekrönt. trat der Frankenkönig die Nachfolge der weströmischen an. Zentrum des Reiches wurde die Kaiser pfalz in Aachen. Auch im übrigen Reich sogenannte Pfalzen als Stützpunkt des sich fast auf Reisen befindenden Kaisers. An den gefährdeten legte er zur Abwehr von Dänen Slawen und Arabern sogenannte Marken an die jeweils durch einen Markgrafen besonderen Befugnissen verwaltet wurden. Karl der Große auch eine Erneuerung der römischen Kultur an förderte die lateinische Sprache.
842 wurde das Bündnis in den Eiden bestätigt. Die Straßburger Eide wurden sowohl althochdeutsch als auch in altfranzösisch abgefasst und zu den ältesten Belegen der französischen und deutschen Sprache.
843 wurde im Vertrag von Verdun das Frankenreich in ein ostfränkisches ein westfränkisches und ein Mittelreich geteilt. bekam Lothar das Mittelreich das Nord italien und das heutige Gebiet von Provence Burgund Lothringen Belgien und der Niederlande umfasste und behielt die Kaiserwürde. Karl Kahle bekam den Westteil und Ludwig II. Deutsche den Ostteil der Bayern Schwaben Hessen Thüringen das Sachsen sowie Teile Frankens umfasste. Im Vertrag von Meersen 870 das Mittelreich unter Karl dem Kahlen und II. dem Deutschen aufgeteilt.
Im Vertrag von Ribemont 880 konnte ostfränkische König Ludwig III. der Jüngere auch gewinnen. Dies sollte im Wesentlichen bis 1648 Grenze zwischen Frankreich und Deutschland bleiben.
Der ostfränkische König Karl III. der Dicke erreichte 881 wieder die Kaiserwürde und das Fränkische Reich nochmals kurze Zeit vereinigen. Ludwig IV. dem Kind starb 911 der letzte ostfränkische Karolinger.
Nach der Spaltung des Reiches kam im Ostfrankenreich zu einem Verfall des Königtums zum Aufstieg von einzelnen Adelsfamilien. Durch die gegen Slawen und Ungarn im 9. und 10. Jahrhundert wurde Entwicklung und die Herausbildung der besonders mächtigen Stammesherzogtümer Bayern Schwaben Franken und Sachsen entscheidend Um ihre eigene Macht nicht zu gefährden die Stammesherzöge den vermeintlich schwachen Frankenherzog Konrad I. zu ihrem König.
Ihm folgte auf dessen eigene Empfehlung Unterstützung der Herzöge von Sachsen und Franken Sachsenherzog Heinrich I. aus dem Geschlecht der Liudolfinger oder Ottonen nach. Heinrich I. gelang es das Reich zu festigen und es gegen Einfälle Ungarn und Slawen zu verteidigen. Sein Sieg die Ungarn 933 an der Unstrut war jedoch noch nicht endgültig. 920 erstmals die Bezeichnung "Regnum teutonicum" auf neben fränkische Erbe trat nun immer mehr eine " deutsche " Identität hervor.
Zum Nachfolger bestimmte Heinrich I. seinen Otto I. der Große . Als sich die übrigen Stammesherzöge gegen erhoben konnte Otto I. der Große sie Kampf besiegen. Er enthob sie ihrer Herzogswürde setzte stattdessen Verwandte als Amtsherzöge ein. Diese sich jedoch später ebenfalls gegen ihn. Zur seiner Macht stützte sich deshalb Otto I. die Kirche. Dazu besetzte er geistliche Ämter Vertrauten und stattete sie durch Vergabe von Lehen aus dem Reichsgut und königlichen Rechten ( Regalien ) mit weltlicher Macht aus. Diese als bezeichnete Verwaltungspraxis hatte den Vorteil dass Geistliche des Zölibats ihr Lehen nicht vererben konnten und ihrem Tod der König das Lehen wieder Vertraute neu vergeben konnte. Die Sicherung des nach außen führte Otto I. ebenfalls konsequent 955 besiegte er die Ungarn entscheidend in Schlacht auf dem Lechfeld .
Zur Abwehr der Slawen richtete er Marken ein die zur Grenzsicherung aber auch christlichen Mission der Slawen dienten. Auf dem des heutigen Ostdeutschlands wurden zahlreiche neue Bistümer 950 wurde Böhmen unterworfen. 963 musste Polen die Vorherrschaft des Deutschen Reiches anerkennen. I. unternahm drei Italienfeldzüge (951 - 952 961 - 965 - 972) durch die er sein Herrschaftsgebiet Nord- und Teile Mittelitaliens erweitern konnte. Beim Feldzug besiegte er den Langobardenkönig Berengar II. heiratete die von Berengar gefangen gehaltene Witwe italienische Königs Adelheid von Burgund . Daraufhin nannte er sich König der
Beim zweiten Italienfeldzug erreichte er 962 Kaiserkrönung durch Papst Johannes XII. . Als Gegenleistung gewährte der Kaiser dem seinen Schutz. Durch seinen Anspruch auf Süditalien Otto der Große in Konflikt mit dem byzantinischen Kaiser der die Herrschaft über Kalabrien und Apulien hatte. Erst nach langen Auseinandersetzungen kam es zur gegenseitigen Anerkennung der Kaiserhäuser. Sein Sohn Otto II. heiratete die Kaisernichte Theophanu Süditalien verblieb jedoch bei Byzanz. Unter II. gingen die Gebiete östlich der Elbe durch einen Aufstand der Slawen 983 wieder verloren.
Sein Nachfolger Otto III. scheiterte mit seinem Versuch die Machtbasis Rom zu verlegen. Der letzte Ottonenkönig Heinrich II. konnte sich gegen Polen und Ungarn behaupten. Unter ihm wurde das Reichskirchensystem zur weiter ausgebaut. Der deutsche König konnte nach Päpste ein- und absetzen. Um der Verweltlichung Kirche entgegenzutreten entstand eine von den Klöstern Cluny Gorze und Hirsau ausgehende Klosterreformbewegung. Zentrale Reformziele waren die kirchlicher Normen insbesondere des Zölibats sowie die von Simonie und Laien investitur .
1025 wählten die deutschen Fürsten den Salier Konrad II. zum König. 1032 erwarb dieser das Burgund . Konrad II. unterstützte ebenso wie sein Heinrich III. die kirchlichen Reformen. Heinrich III. griff zu Gunsten des Papstes in Rom ein mächtige Adelsfamilien das Papstamt kauften und verkauften es zeitweise mehrere Päpste gleichzeitig gab.
Die Investitur von Bischöfen und Äbten er jedoch weiter selbst aus. Unter seiner erreicht das Reich durch die Lehensherrschaft über Polen und Ungarn einen neuen Höhepunkt der
Unter Heinrich IV. eskalierte der Investiturstreit mit der Kirche die bestrebt war Bevormundung und Einflussnahme durch weltliche Herrscher zu
1073 wurde mit Gregor VII. ein radikaler Reformer Papst. Als sich IV. über das 1075 erneuerte Vebot der hinwegsetzt drohte ihm der Papst den Bann an. Daraufhin erklärte König Heinrich IV. auf der Reichsversammlung in Worms den Papst für abgesetzt. Der Papst mit der Bannung des Königs und entband Untertanen von der Treueverpflichtung gegenüber dem König. deutschen Fürsten verbündeten sich nun (auch aus Gründen) gegen den König und drohten mit Absetzung. Um der zu entgehen erreichte Heinrich im Gang nach Canossa 1077 die Lösung des Banns durch Papst. In den Folgejahren kam es noch zweitesmal zu einer Bannung und zum Bündnis Papst und deutschen Fürsten die Rudolf von Schwaben zum Gegenkönig wählten. Nach dem Sieg Heinrichs IV. Rudolf von Schwaben konnte er die Fürsten mal auf seine Seite ziehen ließ sich in Rom zum Kaiser krönen und setzte Gregor VII. ab.
Sein Sohn Heinrich V. verbündete sich schließlich mit den Fürsten den eigenen Vater und erreichte 1086 die des Kaisers. Unter Heinrich V. kommt es im Wormser Konkordat zum Ausgleich mit der Kirche. Als des Investiturstreits wurde die Position von Kirche Landesfürsten gegenüber dem König gestärkt.
Als mit Heinrich V. 1125 der Salier starb wählten die Fürsten den eher Sachsenherzog Lothar III. von Supplinburg zum König. Damit wichen die Fürsten der Wahl erstmals vom germanischen Geblütsrecht ab. die Unterstützung der mächtigen Welfen für Lothar III gegen den nach Geblütsrecht erbberechtigten schwäbischen Herzog den Staufer Friedrich wurde ein das ganze 12. andauernder Streit zwischen Welfen und Staufern begründet.
Ein Teil der Fürsten die mit Wahl nicht einverstanden waren entschied sich für Staufer Konrad III. der bis 1135 Gegenkönig blieb. 1138 Konrad III. schließlich doch zum König gewählt behauptete sich damit gegen den von Lothar designierten Nachfolger den Welfen Heinrich den Stolzen.
Gleichzeitig erkannte Konrad III. dem Welfen Herzogtum Bayern ab. Die seit 1238 im Bayern regierenden Babenberger bekamen als Ausgleich das aus der Mark neu geschaffene Herzogtum Österreich das von Bayern abgetrennt wurde.
Der Stauferkönig Friedrich I. Barbarossa dessen Mutter aus dem Geschlecht der stammte versuchte den Ausgleich indem er seinen den Welfen Heinrich dem Löwen 1156 mit den Herzogtümern Sachsen und belehnte.
In sechs Italienfeldzüge versuchte Friedrich I. den Einfluss des Reichs in Italien wieder stärken. Nach dem ersten Feldzug musste der seine Oberhoheit anerkennen und Friedrich I. erreichte die Kaiserkrönung. Im zweiten Feldzug besiegte Friedrich die nach mehr Selbständigkeit strebenden lombardischen Städte. Nach einem Aufstand ließ er Mailand völlig zerstören.
Als mit Unterstützung von England Frankreich Sizilien und der Mehrheit der Kardinäle Alexander III. Papst wurde und nicht der von I. favorisierte Viktor IV. begann der Kampf die Vorherrschaft zwischen Kaiser und Papst erneut. I. besetzte 1186 Rom musste die Stadt wegen einer Malariaepidemie verlassen. Die norditalienischen Städte sich daraufhin zum Lombardenbund zusammen und verbündeten sich mit dem Dieser exkommunizierte Friedrich I. 1160 und wurde der Synode von Toulouse als legitimer Papst anerkannt.
Bei einem erneuten Italienfeldzug versagten mehrere darunter der Welfe Heinrich der Löwe die 1176 unterlag Friedrich I. bei Legnano den 1177 musste er deshalb im Frieden von Venedig Alexander III. als rechtmäßigen Papst anerkennen erreichte im Gegenzug die Lösung des Banns. erreichte Friedrich I. den Ausgleich mit den Städten. Dadurch gestärkt besetzte er 1186 den
118o ließ Friedrich I. den immer Heinrich dem Löwen ächten entzog ihm seine Bayern und Sachsen und verbannte ihn nach Das Herzogtum Bayern wurde an die Wittelsbacher vergeben Sachsen aufgeteilt. Ab 1187 übernahm I. die Führung der Kreuzfahrerbewegung . 1190 starb er beim 3. Kreuzzug in Syrien .
Sein Sohn Heinrich VI. konnte dank der Heirat mit der normannischen Prinzessin Konstanze das Erbe des Normannenkönigs und wurde 1194 König von Sizilien. Damit das Reich einen Höhepunkt seiner Ausdehnung.
Sein Versuch das Reich in eine Erbmonarchie umzugestalten scheiterte jedoch. Als Heinrich VI. mit 31 Jahren an einer Seuche starb es zu einer Doppelwahl des Staufers Philipp von Schwaben und des Welfen Otto IV. einem Sohn Heinrichs des Löwen.
Nach der Ermordung Philips 1208 wurde IV. alleiniger König. Als er jedoch entgegen Vereinbarung mit dem Papst Anspruch auf Sizilien wurde er 1210 gebannt. Der Papst unterstützte den erst 17jährigen Staufer Friedrich II. . Die folgende Auseinandersetzung zwischen den von unterstützten Welfen und den mit Frankreich verbündeten wurde 1214 durch den Sieg Frankreichs in Schlacht bei Bouvines zugunsten Friedrichs II. entschieden.
Friedrich II. regierte sein Reich von Heimat Sizilien aus in der er sich meiste Zeit seines Lebens aufhielt und vernachlässigte Deutsche Reich. Die Landesfürsten gewannen die Oberhand erlangten neue Privilegien (Reichsgrundgesetze). Gegenüber dem Papst der König 1213 in der Goldbulle von alle verbliebenen Mitbestimmungsrechte bei der Bischofs- und
Als Friedrich II. seinen Machtbereich auf lombardischen Städte auszuweiten versuchte kam es zum Friedrichs II. mit Papst Innozenz III. . Wegen eines nicht eingehaltenen Kreuzzugsversprechens bannte Papst den Kaiser 1227 und erklärte ihn nach erneutem Bann für abgesetzt.
Nach dem Tod Friedrichs II. 1250 der Kampf des Papstes und des mit verbündeteten Frankreichs gegen die Staufer weiter. 1268 der 16jährige letzte Staufer Konradin durch Karl von Anjou einen Bruder Königs von Frankreich in Neapel öffentlich hingerichtet.
Seit dem 12. Jh. kam es Deutschen Reich wegen der seit Einführung der Dreifelderwirtschaft stark gestiegenen Bevölkerungszahl zu einem inneren durch Erschließung neuer Bewirtschaftungsflächen. Gleichzeitig setzte an Rändern des deutschen Siedlungsraums im bisher slawisch Gebiet zwischen Elbe und Oder die Deutsche Ostsiedlung ein. 1226 wurde der Deutsche Orden im Gebiet des heutigen Ostpreußen aktiv und weitete seine Einflussbereich in Folgezeit auf das ganze Baltikum aus. Die aufstrebenden Städte wurden zu wichtigen Einnahmequelle der Landesfürsten und Könige und von diesen gefördert. Vor allem während der kam es zu zahlreichen Neugründungen. Um ihre gegenüber dem Landesherrn zu stärken und zu kam es zum Zusammenschluss in Städtebünden . Im Norden Deutschlands erfolgt der Aufstieg Hanse .
Nach Aussterben der Staufer verfiel die immer mehr. Während des sogenannten Interregnums von 1256 bis 1273 herrschten im meist mehrere Könige gleichzeitig ohne dass einer ihnen über genügend Einfluss verfügte. Der König sich nur mehr auf ein geringes Reichsgut und musste zur Machtsicherung versuchen seine Hausmacht zu erweitern. Die Landesfürsten wählten meist schwachen Kandidaten zum König. Zudem versuchten mit Königswahl auch ausländische europäische Mächte Einfluss auf deutsche Politik zu nehmen.
Das Interregnum wurde 1273 durch Rudolf von Habsburg beendet der 1278 über den Böhmenkönig Ottokar II. siegt. 1308 wird der Luxemburger Heinrich VII. zum König gewählt. 1311 kann er Hausmacht um Böhmen erweitern und erlangt 1312 Kaiserkrönung. 1314 setzte sich der Wittelsbacher Ludwig der Bayer als Nachfolger durch. Mit dem Erwerb Österreich Steiermark und er Krain legt er den Grundstein der habsburgerischen Hausmacht . 1338 wird im Kurverein von Rhense Forderung nach einer Bestätigung der Königswahl durch Papst zurückgewíesen.
1356 wird die Goldene Bulle unterzeichnet die bis zum Ende des Heiligen Römischen Reichs 1806 eine Art Grundgesetz darstellte. In wurde der Kreis der Kurfürsten die zur Königswahl zugelassen waren offiziell Den Kurfürsten wurden Bündnisse verboten dafür erhielten einen Bestandschutz für ihre Territorien und innerhalb Herrschaftsgebiete eine fast königsgleiche Stellung. Hauptziel der Bulle war die Verhinderung von Gegenkönigen und
Anfang des 14. Jh. führte Überbevölkerung und Naturkatastrophen zu Hungersnöten. 1349/50 sterben ein der Bevölkerung im Deutschen Reich an der Pest . Die Agrarkrise ließ die Preise für Produkte sinken es setzte eine Landflucht ein die zu einer Verödung weiter führte. Gleichzeitig steigen die Preise für handwerkliche Es dauerte ca. 100 Jahre bis die wieder den Stand vor der Pest erreichte. sich die Städte bald wieder erholten verschlechterte die Lage der Bauern und des niederen dauerhaft.
Unter dem König Wenzel aus dem Geschlecht der Luxemburger und Nachfolgern verfällt die Königsmacht weiter. Der Luxemburger Sigismund erreicht zwar 1433 die Kaiserkrönung kann den Verfall nicht aufhalten. Eine angestrebte Reichsreform 1434 am Widerstand der Landesfürsten. Durch die des Konzils von Konstanz kann er das Abendländische Schisma beenden. Die Verurteilung und Hinrichtung von Jan Hus führt jedoch zu andauernden Kriegen gegen Hussiten .
Der Habsburger Maximilian I. war wegen der Türkenkriege und des Kampfes gegen Frankreich um auf die Unterstützung der Reichstände angewiesen. 1495 auf dem Wormser Reichstag eine Reichsreform beschlossen unter anderem jegliche Art von Fehde verbot Landfrieden") und eine jährliche Einberufung des Reichstags eine Reichssteuer und ein vom König Reichskammergericht einführte. Dadurch setzten die Fürsten ihre nach mehr Beteiligung der Reichstände durch.
Als erster deutscher König nimmt Maximilian den Kaisertitel 1508 ohne päpstliche Krönung an. Heiratspolitik sichert den Habsburgern die Anwartschaft auf und Ungarn und die spanische Krone.
1519 kann der Habsburger und König Spanien Karl V. durch Zahlung einer großen Geldsumme die zu seinen Gunsten beeinflussen. Die Fugger die die Geldsumme verleihen konnten so Einfluss auf die deutsche Politik nehmen. Außerdem Karl V. den Reichsständen in der sogenannten ihre Rechte bestätigen. Karl V. beherrschte ein Reich das Spanien Österreich Böhmen die Niederlande sowie die spanischen Kolonien in Amerika umfasste. Außenpolitisch war er in ständige zur Abwehr der Türkengefahr sowie gegen Frankreich den Papst verwickelt. Dadurch war seine Stellung Reich selbst schwach und wegen seiner kriegsbedingten konnte er die Ausbreitung der Reformation nicht
1521 wird Luther vom Papst mit dem belegt. Der Reichstag zu Worms 1521 endet der Verhängung der Reichsacht über Luther im Wormser Edikt . Luther findet daraufhin beim sächsischen Kurfürsten Friedrich dem Weisen auf der Wartburg Zuflucht. Luthers Übersetzung des Neuen Testaments ins Deutsche stellt einen wichtigen Beitrag Entwicklung einer einheitlichen deutschen Schriftsprache dar.
In den Jahren 1522 bis 1526 wird in etlichen Ländern darunter Hessen Braunschweig - Lüneburg und Mecklenburg und in Städte des Reichs wie Nürnberg Straßburg Magdeburg und Memmingen die Lehre Luthers eingeführt. Die Reformation somit vom Landesherrn durchgeführt der auch zum wurde. Damit unterstanden dem Landesherrn auch die der Kirche. Die Länder bauten eigene Kirchenverwaltungen
Im Reichstag zu Speyer 1526 wird in Abwesenheit des Kaisers in Reichsabschied beschlossen bis zu einer Regelung der in einem Konzil die neue Glaubensrichtung vorerst zu dulden. zweiten Reichstag zu Speyer fordert der Bruder Kaisers Ferdinand die Duldung aufzuheben. Dagegen protestieren die Landesfürsten. Die Anhänger des neuen Bekenntnisses werden auch Protestanten genannt.
Die evangelischen Fürsten und Städte schließen unter Führung von Hessen und Kursachsen 1530 Schmalkaldischen Bund zusammen. Während die Protestanten die Grundgedanken Lehre im Augsburger Bekenntnis niederlegten formulierte die katholische Seite ihre der Lehre Luthers in der Confutatio. Im Schmalkaldischen Krieg von 1546/67 kommt es erstmals zum von Katholiken unter Führung des Kaisers gegen Der Kaiser gewinnt den Krieg kann aber im Augsburger Interim verfügte Wiederherstellung der katholischen Positionen letztlich des Widerstands von Fürsten Städten und Bevölkerung durchsetzen.
Als sich die Fürsten über die hinweg gegen ihn erheben verzichtet Karl V. seines Sohnes Philipp II. auf Spanien und die Niederlande und seinen Bruder Ferdinand zu seinem Nachfolger im Reich. Der König Ferdinand handelt schließlich 1555 auf dem zu Augsburg den Augsburger Religionsfrieden aus. Dadurch werden beide Konfessionen im gleichberechtigt wobei der jeweilige Landesherr über die seiner Untertanen bestimmt.
Die verschlechterte Lage der Bauern hatte im 15. Jahrhundert wie im Bundschuh und Armen Konrad zu regionalen Aufständen der Bauern geführt der Reformationszeit kommt es jedoch unter Bezug die Lehren Luthers 1524 - 1526 vor in Südwestdeutschland Thüringen und Franken zu einem Bauernkrieg . Die Forderungen der Bauern wurden in Zwölf Artikeln niedergelegt. Ursachen waren unter anderem die Dienst- und Abgabenleistungen der Bauern die Einschränkung Rechte und die Verringerung des Gemeinbesitzes. 1525 ein Bauernheer unter Führung von Thomas Münzer bei Frankenhausen vernichtet. Bei der Niederschlagung Bauernaufstände ließen bis zu 100.000 Bauern ihr Luther selbst der ein Widerstandsrecht gegen die Obrigkeit ablehnte verurteilte den Bauernaufstand.
Unter dem Eindruck der Reformation startet katholische Kirche eine innere Reform. 1545 wird Konzil von Trient einberufen das in drei Perioden bis tagte. Das Konzil setzte sich einerseits mit Lehre Luthers auseinander und brachte andererseits zahlreiche wie die Einrichtung von Priesterseminaren mit sich.
Zudem setzte die Gegenreformation ein. Diese bestand auf der einen in der Verfolgung aller die von der katholischen Lehre abwichen durch die Inquisition für deren Durchführung Papst Paul III. eine zentrale Kongregation schuf. Ebenso entstanden Orden von denen die Jesuiten eine führende Rolle bei der Rekatholisierung
Als Bayern nach einer Störung einer Prozession durch Protestanten die Reichsstadt Donauwörth besetzen ließ schlossen sich die protestantischen 1608 unter Führung des Pfälzer Wittelsbacher Friedrich V. von der Pfalz zur Union zusammen.
Entsprechend schlossen sich die katholischen Fürsten 1609 unter Führung des Bayernherzog Maximilian zur Liga zusammen. Der katholische habsburger Kaiser Rudolf II. durch die ständige Türkengefahr an den Reichsgrenzen gebunden hatte zudem mit Böhmen einen evangelischen Landesteil. 1609 gewährt er den protestantischen Böhmens in einem Majestätsbrief die Religionsfreiheit.
Nachdem Rudolf II. die Regierungsgeschäfte an Bruder und Nachfolger als Kaiser Matthias abgetreten hatte schränkt dieser die gewährten wieder ein.
Als der Protest der böhmischen Stände ihm abgewiesen wird kommt es 1618 zum Prager Fenstersturz bei dem zwei kaiserliche Räte von Standesvertretern in der Prager Burg zum Fenster wurden. 1619 erklären nach dem Tod Kaiser die böhmischen Protestanten den Führer der Union Pfälzer Kurfürst Friedrich von der Pfalz zum von Böhmen. Dies war der Auslöser für Dreißigjährigen Krieg . Der neue Kaiser Ferdinand II. zieht mit dem Heer der katholischen unter Führung des Bayernherzogs Maxilimilian I. und bayerischen Feldherrn Tilly nach Böhmen.
In der Schlacht am Weißen Berge 1620 wird das böhmische Heer besiegt. zumeist tschechische Adel wird daraufhin enteignet und das rekatholisiert. Nach der Flucht Friedrichs von der besetzt Tilly die Pfalz und die Oberpfalz . Der Bayernherzog bekommt als Belohnung die Kurfürstenwürde.
Nachdem sich die Kriegslage schon eindeutig Gunsten der katholischen Seite entwickelte kam es der zweiten Phase zum Eingreifen ausländischer Mächte. sich mit England den Niederlanden und den Fürsten verbündende Dänenkönig Christian IV. rückt 1625 mit seinem Heer in ein. Er wird aber vom kaiserlichen Heer Tilly und dem böhmischen Adeligen Wallenstein besiegt. Pommern Jütland und Mecklenburg mit Ausnahme Stralsunds werden vom katholischen Heer besetzt. Die im Kriegsgebiet wurde gezwungen den Truppen Unterkunft Ernährung zu bieten.
Nach dem Ende des dänischen Kriegs der Kaiser 1629 das Restitutionsedikt demzufolge alle protestantisch gewordenen Gebiete wieder werden sollten. Besorgt wegen der erheblich gestiegenen des Kaisers erreichten die Reichsstände auf dem Kurfürstentag 1630 die Absetzung Wallensteins.
Nun greift der Schwedenkönig Gustav II. Adolf ins Kriegsgeschehen ein und dringt nachdem die Eroberung Magdeburgs durch Tilly nicht verhindern konnte im Verlauf von Pommern bis nach Bayern vor. Rain am Lech fällt 1632 Tilly. Der setzt daraufhin Wallenstein wieder ein. Bei der Schlacht von Lützen 1632 fällt der Schwedenkönig. Wegen seiner Ansichten wird Wallenstein 1634 jedoch vom Kaiser abgesetzt und bald darauf aus Angst vor Bündnis des Feldherrn mit den Schweden in Auftrag ermordet. Um die Schweden vom deutschen zu vertreiben schließt der Kaiser mit dem sächsischen Kurfürsten einen Sonderfrieden. 1635 kommt es einem Sieg über die Schweden bei Nördlingen zum Frieden von Prag .
Das katholische Frankreich unter der Leitung Kardinal Richelieu griff aus Sorge vor einem zu Reich 1635 ins Geschehen ein und verbündete mit Schweden. Keine der beiden Seite kann den Krieg trotz lang andauernder Kämpfe für entscheiden. Schlesien Böhmen Sachsen und Teile Bayerns verwüstet. Die wachsende Kriegsmüdigkeit führte schließlich 1641 1645 zu Waffenstillständen mit Schweden und 1647 Frankreich. Am 24. Oktober 1648 kommt es Westfälischen Frieden .
Der Friedensschluss beinhaltete eine Abtretung von Lothringens und des Elsass mit Ausnahme Straßburgs Frankreich. Die Niederlande und die Schweiz scheiden souveräne Staaten nun offiziell aus dem Reich Die Stellung der Reichsstände und der Territorien dem Kaiser wird gestärkt und der Augsburger von 1555 bestätigt. Jedoch wird bei einem des Landesherrn nicht mehr der gleiche Schritt der Bevölkerung verlangt. Der Krieg kostete ca. Prozent der Bevölkerung das Leben. Der Vorkriegstand Bevölkerung wird erst wieder um 1750 erreicht.
Die Zerstörungen und Bevölkerungsverluste des dreißigjährigen förderten die Entwicklung staatlich gelenkter Wirtschafts- und Verbunden mit der merkantilistischen Wirtschaftsform war das Entstehen der absolutistischen Herrschaftsform nach Vorbild des französischen Hofs Ludwig XIV.
Unter dem absolutistisch regierenden brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm beginnt der Aufstieg Preußens zur führenden Macht in Norddeutschland. Die wird durch die Aufnahme geflohener französischer Hugenotten und Schaffung von Manufakturen gefördert. Außerdem schuf Friedrich Wilhelm ein Heer. 1660 erhält der Kurfürst von Brandenburg Frieden von Oliva auch die Oberhoheit über Herzogtum Preußen.
Der Kurfürst Friedrich III. nennt sich Friedrich I. "König in Preußen". Unter dem Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. erfolgt eine Militarisierung von Staat und
Der Aufstieg Preußens führte zum Dualismus zwischen den beiden führenden deutschen Staaten und Preußen der Deutschland bis 1871 bestimmte.
Unter dem Habsburger Kaiser Leopold I. war das Reich der zweifachen Bedrohung die Türken und den Expansionsdrang Frankreichs unter XIV. ausgesetzt. Ludwig XIV. nutzte die Situation besetzte 1681 die Stadt Straßburg und weitere Gebiete im Elsass .
1688 lässt Ludwig XIV. unter Vorwand Erbschaftsansprüchen die Pfalz besetzen. Nachdem sich daraufhin große Allianz unter Führung Englands bildete muss XIV. die Pfalz zwar räumen behält jedoch Frieden von Rijwijk Straßburg und das Elsass. den Pfälzer Erbfolgekrieg wurde die Pfalz durch französische Soldaten und die Stadt Heidelberg zerstört.
1683 kann der Kaiser mit Unterstützung deutschen Fürsten und des Polenkönigs Jan Sobieski die Türken vor Wien schlagen und aus Ungarn vertreiben. Durch Türkenkriege kann die Habsburger Monarchie große Gebiete in denen in der Folge deutsche Kolonisten sogenannten Donauschwaben angesiedelt werden.
Durch die Wahl des sächsischen Kurfürsten Friedrich August I. 1697 zum König von Polen kommt bis 1763 zu einer Personalunion von Sachsen und Polen. Ebenso kommt von 1714 bis 1837 zur Personalunion von Hannover und England.
Österreich konnte mit Unterstützung Englands und Niederlande zwar seine Thronansprüche gegenüber dem mit verbündeten Frankreich nicht durchsetzen aber die österreichischen (das Gebiet des heutigen Belgiens) und große Süditaliens hinzugewinnen.
Mehrer Friedensschlüsse beendeten diese Auseinandersetzung: Der von Utrecht zwischen Frankreich und England hat Folgen: Frankreich trat Teile seiner Kolonien in an England ab (Neufundland Neuschottland). Weitere Abmachen Teil dieses Frieden jedoch lehnt Karl VI. Abkommen ab so dass der Krieg am weiterging. Erst mit den Frieden zu Rastatt auch dieser Teil des Krieges beendet.
Das Aussterben des Mannesstamms der österreichischen und die Nachfolge der Kaisertochter Maria Theresia 1740 führt zum Österreichischen Erbfolgekrieg . Gegen Frankreich Bayern und Preußen die bayerischen Wittelsbacher Karl Albrecht als Nachfolger sahen konnte sie die mit Hilfe von Ungarn und Großbritannien verteidigen.
Preußen nutzte allerdings die Erbfolgestreitigkeiten und das wirtschaftlich bedeutsame bisher habsburgische Schlesien . Nach drei Schlesischen Kriegen von denen der dritte als Siebenjähriger Krieg zwischen dem mit Österreich verbündeten Frankreich dem mit Preußen verbündeten England auch weltweit wurde muss Maria Theresia 1763 im Frieden Hubertusburg auf Schlesien verzichten. Schweden verlor durch Nordischen Krieg gegen Russland und dem in Personalunion Polen verbundenen Sachsen 1721 fast alle Besitzungen deutschem Boden. Durch die drei Polnischen Teilungen von 1772 1793 und 1795 können und Preußen auf Kosten Polens erhebliche Gebietsgewinne
Unter dem Preußenkönig Friedrich II. bzw. dem Österreichischen Kaiser Joseph II. hält die Aufklärung Einzug in Preußen und Österreich. Ebenso in Bayern Baden und der Kurpfalz ein Absolutismus. Joseph II. hebt die Leibeigenschaft auf die Schulpflicht ein unterstellt die Kirche der des Staates und gewährt freie Religionsausübung.
Friedrich II. führt in Preußen ebenfalls Schulpflicht ein und fördert die Wissenschaften. Er mit dem Allgemeinen Landrecht ein einheitliches Rechtsbuch erarbeiten. Die Folter weitgehend abgeschafft. Durch die Erschließung des Oderbruchs dem Bau von Straßen und Kanälen der Errichtung weiterer Manufakturen wird die Wirtschaft
In Folge der Französischen Revolution kam es 1791 zum Bündnis von und Österreich gegen das revolutionäre Frankreich worauf im April mit der Kriegserklärung an die deutschen Staaten antwortete. Nach anfänglichen Erfolgen gerät Koalition nach der Niederlage von Valmy im 1792 in die Defensive. Es folgten bis noch vier weitere Koalitionskriege gegen Frankreich an denen neben deutschen auch Großbritannien die Niederlande Russland und Portugal waren.
Die Koalitionskriege trugen mit zur Radikalisierung Französischen Revolution bei. 1799 übernimmt Napoleon in Frankreich durch einen Staatsstreich die Im Verlauf der Kriege muss Österreich die Niederlande an Frankreich abtreten. Die linksrheinischen Gebiete nach dem Frieden von Lunéville 1801 ebenfalls Frankreich. Als Kompensation für die Gebietsverluste erhalten deutschen Fürsten rechtrheinische Gebiete. Diese wurden 1803 sogenannten Reichsdeputationshauptschluss durch Säkularisation und Mediatisierung geschaffen. Außerdem belohnte Napoleon Bayern und neugeschaffene Kurfürstentum Württemberg für den Wechsel auf die Seite mit der Erhebung zu Königreichen. Die neugeschaffenen Baden und Hessen werden zu Großherzogtümern erhoben.
1805 Niederlage Österreichs in der Dreikaiserschlacht bei Austerlitz . Österreich muss seine oberitalienischen Gebiete an Königreich Italien und Vorarlberg und Tirol an abtreten. Als sich 1806 16 deutsche Fürstenhäuser Rheinbund zusammenschlossen legte Kaiser Franz II. auf ein Ultimatum Napoleons der sich 1804 zum Kaiser der Franzosen gekrönt hatte Kaiserkrone nieder. Dies bedeutete das Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation .
Um Preußen zu erneuern kommt es 1807 und 1813 zu einer Reformbewegung. Herausragende waren dabei vom Stein und Hardenberg . Neben der Abschaffung der Erbuntertänigkeit der Bauern ( Bauernbefreiung ) wird 1810 der Zunftzwang abgeschafft und Gewerbefreiheit eingeführt. 1812 wird den Juden Rechtsgleichheit gewährt und alle Berufsbeschränkungen aufgehoben. Heer wird durch Scharnhorst und Gneisenau reformiert das Adelsprivileg für die Offizierslaufbahn und die allgemeine Wehrpflicht nach französischem Vorbild eingeführt. Weiter erhalten Kommunen das Recht zur Selbstverwaltung und Wilhelm von Humboldt reformiert das Bildungswesen.
Nach Bekanntwerden der Niederlage Napoleons im 1812 kommt es in Preußen zu Aufständen. der preußische General Yorck von Wartenburg im Dezember 1812 eigenmächtig einen Waffenstillstand Russland vereinbart ( Konvention von Tauroggen ) verbündet sich der preußische König 1813 Druck von Bevölkerung und der Studenten mit Zaren gegen Frankreich.
Nach dem Beitritt von Großbritannien Schweden Österreich zum Bündnis wird Frankreich in der Völkerschlacht bei Leipzig vom 16. - 19. Oktober 1813 geschlagen. Es erfolgt der Rückzug Napoleons aus Die Rheinbundstaaten wechseln auf die Seite des Die Befreiungskriege gegen Napoleon führen in Deutschland zu neuen Nationalbewusstsein. Insbesondere bei den an den beteiligten Studenten wird der Wunsch nach einem Nationalstaat geweckt.
Im Frühjahr 1814 zogen die verbündeten in Paris ein und Napoleon wurde zur Abdankung Als Napoleon 1815 nach einem Ausbruch aus Exil auf Elba erneut in Frankreich die Macht an greift besiegen ihn die Alliierten in der Schlacht bei Waterloo am 18. Juni 1815 endgültig.
Auf dem Wiener Kongress kommt es unter Leitung des österreichischen Metternich zur Neuordnung Europas. Ziel des Wiener war die dauerhafte Sicherung des Friedens durch eines neuen Gleichgewichts zwischen den Großmächten aber die Restauration des alten politischen Systems. In der Heiligen Allianz vereinbaren Österreich Preußen Frankreich Großbritannien und alle revolutionären und nationalstaatlichen Bewegungen zu bekämpfen die monarchischen Systeme zu sichern. Bei der Neuordnung erhielt Preußen das Rheinland Westfalen und den nördlichen Teil Sachsens hinzu verzichtet auf die österreichischen Niederlande und bekommt Venetien die Lombardei und Gebiete auf dem Balkan . Frankreich konnte das Elsass behalten. Weiter der Deutsche Bund ins Leben gerufen dem 35 souveräne darunter wegen ihrer deutschen Besitzungen auch die von Großbritannien Dänemark und der Niederlande angehören. des Deutschen Bundes war der Bundestag der unter österreichischem Vorsitz in Frankfurt am Main als Gesandtenkongress tagte. Die Wünsche der nach Schaffung eines einheitlichen deutschen Nationalstaates werden den Fürsten nicht berücksichtigt.
Nach der Ermordung des antiliberalen Schriftstellers August von Kotzebue 1819 durch den Studenten Karl Ludwig Sand lässt Metternich in den Karlsbader Beschlüssen die Burschenschaften und alle anderen politischen Vereinigungen an Universitäten verbieten und führt eine umfassende Zensur Werke von Schriftstellern wie Heinrich Heine Georg Büchner und Hoffmann von Fallersleben wurden verboten. Letztlich konnte das System aber nicht das weitere Erstarken der deutschen in der Zeit des sogenannten Vormärz verhindern. 1817 versammeln sich zahlreiche Studenten dem sogenannten Wartburgfest . Bestärkt durch die Juli-Revolution 1830 in findet die Bewegung im Hambacher Fest vom 27. bis 30. Mai 1832 30000 Teilnehmern einen neuen Höhepunkt.
Wirtschaftlich wird Deutschland durch den am 1834 gegründeten Deutschen Zollverein geeint. Die einsetzende Industrialisierung und der Bau der ersten Eisenbahnlinien Nürnberg - Fürth ) bringt einen wirtschaftlichen Aufschwung mit sich.
Die Februar-Revolution 1848 in Frankreich führt in den Staaten wie in fast ganz Europa zur Märzrevolution von 1848. Am 5. März 1848 sich revolutionäre Führer in Heidelberg und berufen Vorparlament nach Frankfurt/Main ein zur Vorbereitung eines Parlaments. In Südwestdeutschland kommt es zu Demonstrationen demokratische Rechte. In Bayern tritt Ludwig II. zugunsten seines Sohnes zurück und gibt den liberalen Forderungen nach. In Österreich kommt zu Straßenkämpfen in Wien und am 13. zum Rücktritt Metternichs und seiner Flucht nach
Kaiser Ferdinand erlässt im April 1848 eine Verfassung gewährt dem Volk eine bewaffnete Bürgerwehr. In Italien und den slawischen Gebieten kommt es nationalen Aufständen gegen Österreich die aber vom niedergeschlagen werden. Ebenso kommt es in Preußen Berlin am 18. März nach einer Massenkundgebung dem Berliner Schloss zu Barrikadenkämpfen. Der preußische Friedrich Wilhelm IV. erlässt auf Druck der Bevölkerung die einer Verfassung und gesteht den Bürgern Versammlungs- Pressefreiheit zu. Kleinere Staaten wie Baden und beugen Unruhen durch die Berufung liberaler und Regierungsmitglieder vor.
Mit Billigung des Deutschen Bundes werden 31. März 1848 574 Männer zum Vorparlament die Frankfurter Paulskirche entsendet. Anfang Mai finden in allen Wahlen zu einer Deutschen Nationalversammlung statt. Diese werden jedoch nur in Staaten wie vom Vorparlament beschlossen direkt gewählt. allen anderen Staaten wurde ein indirektes Verfahren Wahlmänner angewandt.
Im Parlament waren sowohl konservative Monarchisten auch Liberale und Republikaner vertreten. Während die und das Bildungsbürgertum stark vertreten waren waren und Bauern im Parlament nicht vertreten. Am Mai kommt es zur Bildung einer vorläufigen unter Leitung des Österreichischen Erzherzogs Johann als sogenannter Reichsverweser . Die Regierung wurde von den deutschen anerkannt war wegen fehlender eigener Armee Polizei Beamtenapparat aber weitgehend machtlos.
Der Feldzug Preußens im Auftrag der gegen Dänemark nach dessen Annektion von Holstein wird auf Druck Großbritanniens und Russlands Der von der Nationalversammlung notgedrungen mitgetragene Waffenstillstand dem Parlament Sympathien in der Bevölkerung und in Frankfurt einen Volksaufstand aus.
Die Nationalversammlung musste unter anderem die nach den Grenzen eines zukünftigen deutschen Nationalstaates Weiter wurde erörtert ob die Staatsform zentralistisch föderalistisch sein sollte und ob es ein oder ein Zensuswahlrecht geben sollte.
Favorisiert wurde zuerst die sogenannte großdeutsche die einen deutschen Staat unter Einschluss Deutsch-Österreichs Böhmen vorsah. Da Österreich aber nur unter des gesamten Gebiets des Vielvölkerstaats Österreich-Ungarn dazu war was wiederum der Idee eines deutschen zuwider lief entschied man sich mehrheitlich für kleindeutsche Lösung . Diese sah die Bildung eines deutschen unter Ausschluss von Österreich vor.
Am 28. März 1849 wird eine die sogenannte Paulskirchenverfassung verabschiedet die einen Bundesstaat mit zentraler unter Leitung eines erblichen Kaisertums und einem als Legislative vorsah. Weiter wurde ein allgemeines vereinbart. Nachdem der preußische König Friedrich Wilhelm am 2. April 1849 die ihm von Nationalversammlung angebotene deutsche Kaiserkrone ablehnt ziehen Preußen die meisten anderen Staaten ihre Abgeordneten aus zurück. Ein Aufstand in Dresden im Mai zur Erzwingung der Annahme Verfassung wird von Preußen und Sachsen niedergeschlagen. der bayerischen Pfalz und in Baden kommt ebenfalls zu Erhebungen und im Juni sogar provisorischen Regierungen die aber von Preußen mit der anderen deutschen Staaten niedergeschlagen werden.
Eine Minderheit der Abgeordneten widersetzte sich Abberufung und tagte als Rumpfparlament in Stuttgart weiter wird aber am 18. Juni preußischen Truppen aufgelöst. Die letzten Revolutionäre ergeben nach dreiwöchiger Belagerung am 23. Juli in Rastatt . Die Verfassung konnte somit nie in treten. Zahlreiche in der Folge politisch Verfolgte nach Amerika aus.
In der Folge wurden während der gemachte Zugeständnisse rückgängig gemacht. In Österreich errichtete Schwarzenberg ein neoabsolutistisches Regime. Andererseits blieben einige wie die Verfassungen und die Gewerbefreiheit erhalten. wurde der Deutsche Bund wiedergegründet. Nach der von politischen Zusammenschlüssen 1860 entstanden in Deutschland Parteien und Gewerkschaften. 1863 gründete Ferdinand Lasalle den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein . 1875 vereinigt sich dieser mit der von Wilhelm Liebknecht und August Bebel gegründeten Sozialdemokratischen Arbeiterpartei . Diese neugebildete Partei wurde 1891 in Sozialdemokratische Partei Deutschlands umbenannt. Die vor dem Hintergrund der Industrialisierung entstehende Arbeiterbewegung weckte im Bürgertum Befürchtungen einem sozialistischen Umsturz. Das sich bis 1848 Arbeitertum durchaus verbunden fühlende Bürgertum orientierte sich in der Folgezeit mehr am Adel den als Verbündeten gegen Forderungen der Arbeiterbewegung sah.
Der Dualismus zwischen Österreich und Preußen durch die gemeinsame Gegnerschaft gegenüber nationalen und Forderungen in den Hintergrund geraten war verschärfte seitdem die Nationalversammlung in Frankfurt Preußen die zugedacht hatte.
1862 wurde Bismarck durch sein Eingreifen in einen Verfassungskonflikt eine Heeresreform preußischer Ministerpräsident. 1863 brachte er Vorschlag Österreichs zur Umwandlung des Deutschen Bundes einen Bundesstaat zum Fall. Bismarck befürchtete ein Österreichs und der übrigen deutschen Staaten. Die geringe Popularität Bismarcks stieg durch seine außenpolitischen
1864 kam es zum Krieg Preußens und Österreichs gegen Dänemark. Auslöser die Annexion Schleswigs durch Dänemark. Die Bedenken Vielvölkerstaates Österreich gegenüber der Teilnahme an einem konnte Bismarck durch diplomatisches Geschick zerstreuen. Mit der europäischen Großmächte erobern beide deutsche Staaten Herzogtümer Holstein und Schleswig zurück.
Nach dem Krieg brach über der der politischen Zukunft der beiden Herzogtümer die allerdings wieder hervor. Österreich das verhindern wollte die beiden Herzogtümer in den Machtbereich Preußens wollte deren Schicksal vom deutschen Bundestag entscheiden Preußen sah dies als Bruch des Gasteiner das in dieser Frage ein einvernehmliches Vorgehen beiden deutschen Großmächte vorschrieb und besetzte eine Holsteins. Nach der Initiierung der Mobilmachung der deutschen Staaten gegen Preußen durch Österreich erklärte die Bundesakte für erloschen. Den 1866 folgenden Deutschen Krieg gegen Österreich und fast alle deutschen konnte Preußen durch seinen Sieg bei Königgrätz für sich entscheiden. Preußen annektierte Hannover Kurhessen und Schleswig-Holstein. Darüber hinaus wurde der Norddeutsche Bund unter Führung Preußens gegründet. Damit schied aus Deutschland aus. Dafür verzichtete Bismarck auf Österreichs. Die Unabhängigkeit Bayerns Württembergs und Badens auf Drängen Frankreichs anerkannt.
Im Anschluss kam es zu Spannungen dem sich im Deutschen Krieg neutral verhaltenden und Preußen. Äußerer Anlass für den deutsch-französischen Krieg von 1870/71 war die Kandidatur des Leopold von Hohenzollern-Sigmaringen auf den spanischen Königsthron. provozierte mit der manipulierten Veröffentlichung der sogenannten Emser Depesche in der die Forderung Frankreichs auf Thronverzicht zurückgewiesen wird den Krieg. Nach der durch Frankreich konnte Preußen alle deutschen Staaten die übrigen europäischen Großmächte auf seine Seite Durch eine überlegene Strategie und Logistik konnten deutschen Heere das Frankreich des Kaisers Napoleons III. in sechs Wochen durch den Sieg Sedan zur Kapitulation zwingen. In Paris bildete sich daraufhin eine republikanische Regierung nach anfänglicher Friedensbereitschaft die Forderung Preußens nach Elsass-Lothringens ablehnte. Der Krieg wurde daraufhin fortgesetzt endete erst 1871 mit der Kapitulation Frankreichs. Frieden von Frankfurt/Main wird Frankreich zur Abtretung und zur Zahlung einer Kriegsentschädigung verpflichtet. Die Bevölkerung Elsass-Lothringens war vor 200 Jahren in eingegliedert worden und fühlte sich mehrheitlich seit französischen Revolution als Teil der französischen Nation.
Durch das Zugeständnis von sogenannten Reservatrechten Bismarck die süddeutschen Staaten zum Beitritt zum Bund bewegen. So behielt z.B. Bayern die über Post und Eisenbahn und im Frieden über das Militär. Die Gründung des durch Beitritt entstandenen Deutschen Reichs wurde am 18.1.1871 im Spiegelsaal von Versailles vollzogen. Der preußische König erhielt den eines "Deutschen Kaisers".
Die Reichsverfassung von 1871 betonte das Element. Der Kaiser der zugleich auch König Preußen war konnte die Reichsregierung ernennen und Darüber hinaus konnte er internationale Verträge schließen über Krieg und Frieden und hatte den über das Militär. Das stärkste Organ war Bundesrat der sich aus Vertretern der Länder Die Landesparlamente selbst wurden aber in großen Deutschlands (wie in Preußen und Sachsen) nach Dreiklassenwahlrecht bestimmt. Der Reichstag dessen Vertreter durch ein allgemeines Wahlrecht wurden und der das demokratische Element repräsentierte nur eine schwache Stellung. Einzig die Etatbewilligung fiel in seinen Hoheitsbereich. In ihm zwar auch die Gesetzte beschlossen jedoch bedurften stets der Zustimmung durch den Bundesrat.
Die Verfassung war somit stark vom geprägt. Damit war aber die Zukunft Deutschlands von dem Geschick seiner Kaiser und den diesen ernannten Reichskanzlern abhängig. Das föderalistische Element relativiert sich die Tatsache dass Preußen über zwei Drittel Landfläche und Bevölkerung und über ein faktisches bei Verfassungsänderungen im Bundesrat verfügte. Außerdem stellten preußischen Könige den Kaiser. Die Elsässer und im Reich lebenden Polen fühlten sich dem nicht zugehörig und bildeten eigene Reichtagsfraktionen.
Um sich die Mehrheit im Reichstag seine Ziele zusichern verfolgte der Reichskanzler Bismarck Politik wechselnder Bündnispartner. Im Rahmen des Kulturkampf von 1871 bis 1886 gegen den der katholischen Kirche und insbesondere den Ultramontanismus verbündete Bismarck sich mit den Liberalen. einige Maßnahmen nach Beendigung des Kulturkampfs wieder wurden blieb z.B. die Einführung der Zivilehe und die staatliche Aufsicht über das erhalten.
Der nächste Gegner Bismarcks stellten die dar. Die Stimmung in der Öffentlichkeit nach Attentatsversuch auf Kaiser Wilhelm I. nutzte Bismarck 1878 zur Durchsetzung der Sozialistengesetze zum Verbot sozialistischer Vereinigungen. Die Gesetze bis 1890 in Kraft konnten die Verbreitung Ideen aber nicht verhindern. Parallel dazu versuchte durch eine Sozialgesetzgegebung einer Radikalisierung der Arbeiter So wurde 1883 eine allgemeine Krankenversicherung 1884 eine Unfallversicherung und 1889 eine Rentenversicherung eingeführt. Weitergehende Forderungen der Sozialdemokraten wie oder Arbeitsschutzgesetze lehnte Bismarck aber ab.
Wirtschaftlich wurde infolge des durch die entstandenen einheitlichen Wirtschaftsraums und begünstigt durch die Zahlungen von Kriegsentschädigung ein rasantes Wirtschaftswachstum ausgelöst. mündete aber infolge Überhitzung 1873 in die des sogenannten Gründerkrachs . Wirtschaftspolitisch verfolgte Bismarck anfangs einen [[Freihandel]skurs dem Zölle keine große Rolle spielten. 1879 sich wegen steigender Konkurrenz durch ausländische Getreideimporte unter dem Eindruck der Gründerkrise eine Schutzzollpolitik
Außenpolitisch verfolgte Bismarck eine Politik des der Großmächte. Durch den Aufstieg zur stärksten auf dem Kontinent durch die Reichsgründung weckte die Ängste seiner Nachbarn. Um Bündnisse der Großmächte gegen Deutschland zu verhindern baute Bismarck diplomatischem Geschick ein Bündnissystem auf das auf Isolierung Frankreichs hinauslief das durch die Eingliederung zum Erzfeind wurde. 1879 schloss Bismarck mit das Defensivbündnis des sogenannten Zweibunds der später durch den Beitritt Italiens Dreibund erweitert wurde. Mit Russland schloss er ein Abkommen das beiden Länder zu Neutralität einem Angriff des Vertragspartners durch ein Drittland
Darüber hinaus errang Bismarck 1877/78 durch friedensrettendes Eingreifen in den Balkankonflikt zwischen England Russland großes Ansehen. Um die Ängste der Großmächte zu dämpfen verzichtete Bismarck auch auf Erweiterungen stellte als Konzession an den Zeitgeist 1884/85 die kolonialen Erwerbungen deutscher Privatkaufleute in Togo Kamerun Südwest- und Ostafrika sowie im Pazifik unter den Schutz des Deutschen Reiches. wirtschaftliche Bedeutung der Kolonien blieb jedoch gering. durch die schlechter werdenden deutsch-russischen Beziehungen drohendes zwischen Frankreich und Russland zeigte aber auch Grenzen des Bündnissystems auf.
Als 1890 Wilhelm II. der 1888 Kaiser wurde Bismarck als entließ folgte eine Kurswende in der deutschen Im Gegensatz zu seinem sich zurückhaltenden Vorgänger der neue Kaiser die Außenpolitik selbst in Hand ("persönliches Regiment"). Die deutsche Ablehnung gegenüber zur Erneuerung eines Rückversicherungsvertrags führte 1894 zum zwischen Russland und Frankreich. Das Engagement Deutschland der Türkei durch die Planung einer Eisenbahnlinie bis Bagdad rückte auch den konfliktgeladenen und schon Österreich und Russland umstrittenen Balkan in den Interessensbereich Deutschlands.
Die Innenpolitik war stark vom Strukturwandel und der sozialen Frage geprägt. Reichskanzlers Caprivi verfolgte einen Kurs sozialer Reformen. Weitere Reformen in der Folgezeit scheiterten jedoch.
Die Beglückwünschung Wilhelm II. 1896 an Buren in Südafrika zum Sieg gegen England in der Krüger-Depesche verschlechterte auch die Beziehungen zu England Der Aufbau einer eigenen Hochseeflotte nach dem Tirpitzplan verstärkte diese Spannungen noch. Als Deutschland Angebot Englands zu einem begrenzten Abkommen unter Motto "alles oder nichts" ausschlug führte dies Ententesystem Englands mit Frankreich und Russland. Deutschland sich letztendlich mit dem einzig übrig gebliebenen Österreich-Ungarn isoliert.
Als sich Deutschland gegen einen im mit England angestrebten Erwerb Marokkos durch Frankreich unter Hinweis auf das Abkommen von 1880 wendete kam es 1905 1. Marokkokrise. Wilhelm II. landete in Tanger und begrüßte den marrokanischen Sultan als Herrscher. Die von Deutschland 1906 einberufene Konferenz Algeciras endete mit einer diplomatischen Niederlage Deutschlands zeigte die Isolierung Deutschlands.
Die rückhaltlose Unterstützung der Annexion Bosnien-Herzegovinas Österreich in der Bosnienkrise von 1908 verschlechterte Verhältnis zu Russland weiter.
Als 1911 Frankreich sein Engagement in verstärkte versuchte Deutschland durch das Kanonenboot "Panther" Druck auf Frankreich auszuüben und als Kompensation für den Erwerb Marokkos durch das französische Kongogebiet. In einem Kompromiss bekam schließlich einen unbedeutenden Teil Französisch-Kongos zugesprochen. Durch 2. Marokkokrise wurde allerdings Europa an den eines Krieges gebracht und die Bindung zwischen und England erstärkt.
Durch die Balkankriege von 1912 und verschoben sich die Machtverhältnisse auf dem Balkan den Niedergang der befreundeten Türkei und die des mit Österreich verfeindeten Serbiens zuungunsten Deutschlands.
Die Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 in Sarajewo durch eine serbische Geheimorganisation löste schließlich Ersten Weltkrieg aus.