Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Die deutsche Sprache zählt zur Familie der indogermanischen ( indoeuropäischen ) Sprachen spezifisch zu den westgermanischen bzw. südgermanischen Sprachen.
Als deutsche Sprache bezeichnet man zunächst germanischen Dialekte die im frühen Mittelalter an der deutschen Lautverschiebung beteiligt waren (Ober- und mitteldeutsche Mundarten Hochdeutsche Mundarten). Aber auch die germanischen Dialekte die zweite germanische Lautverschiebung nicht oder nur einem sehr geringen Teil mitgemacht haben (niederdeutsche = Niederdeutsch ). Das Wort "teutsch" (deutsch) bildete sich innerhalb des Lateinischen aus dem germanischen Wort "Volk" ( thioda thiodisk ) heraus und bezeichnete die Sprache der lateinisch (und nicht romanisch ) sprechenden Bevölkerung. Die ältere Bezeichnung "fränkisch" die eigene Sprache traf etwa seit dem Jahrhundert nicht mehr eindeutig zu nachdem einerseits westfränkische Oberschicht im späteren Frank reich den romanischen Dialekt der einheimischen Bevölkerung hatte und anderseits das Ostfrankenreich auch nicht-fränkische Stämme wie die Alemannen Bayern und die Sachsen umfasste.
Da während des ganzen Mittelalters im zu den Nachbarländern in den deutschen (westgermanischen) (Deutschland) stark territorial zersplitterte Strukturen existierten entwickelten die zum Teil extrem unterschiedlichen deutschen Dialekte deutsche Mundarten ) lange parallel nebeneinander her. Einen ersten zu einem überregionalen Ausgleich der Mundarten hat teilweise in der mittelhochdeutschen Dichtersprache der höfischen Dichtung um 1200 sehen wollen. In der ist teilweise das Bemühen der Dichter zu nur regional verständliches Vokabular und dialektale lautliche zu vermeiden um ein überregionales Verständnis ihrer zu ermöglichen; andererseits darf aber der Einfluss Dichter zu einer Zeit als nur eine geringe Minderheit der Bevölkerung alphabetisiert sein nicht werden. Der Beginn der neuhochdeutschen Schrift- und kann daher erst in überregionalen Ausgleichsprozessen des und der Frühen Neuzeit gesehen werden.
Während die Standardsprache in den meisten Ländern aus dem Dialekt der jeweiligen Hauptstadt ist stellt die heutige deutsche Hochsprache (Standardsprache) Art "Kompromiss" zwischen den mittel- und oberdeutschen südlich der Benrather Linie dar. In Norddeutschland hat sich das Hochdeutsche vor allem im Gefolge der Reformation als Amts- und Schulsprache gegen das Meißenische und das Niederdeutsche ( Plattdeutsche / Niedersächsische und Niederfränkische) durchgesetzt. Zur Blütezeit Hanse fungierte das Niederdeutsche als Verkehrssprache im Nord- und Ostseeraum . Auch die Niederländische Sprache gehört zu den niederdeutschen Sprachen.
Martin Luther übersetzte 1521 das Neue Testament und 1534 das Alte Testament in die sich damals noch entwickelnde neuhochdeutsche Schriftsprache. Die dort verwendete Sprache in ostmitteldeutschen Färbung prägte durch die religiöse Bedeutung ganze Generationen. Es muss aber angemerkt werden Luthers Bedeutung im Hinblick auf die Entstehung Neuhochdeutschen Schriftsprache lange Zeit überschätzt wurde. Bereits dem 14. Jahrhundert bildete sich allmählich eine stärker überregional geprägte Schriftsprache heraus die man als Frühneuhochdeutsch bezeichnet. Die Herausbildung der Hochdeutschen Schriftsprache im 17. Jahrhundert zum Großteil abgeschlossen. Durch Beseitigung der so genannten Letternhäufelung im 18. Jahrhundert wurde das seitdem in Grundzügen kaum deutsche Schriftbild abgerundet.
Die Geschichte der deutschen Sprache wird in vier Abschnitte unterteilt:
Nachdem sich die neuhochdeutsche Schriftsprache herausgebildet setzte sich in gebildeten Kreisen die Idealvorstellung Schreiblautung durch. Damit ist eine Aussprache gemeint sich möglichst stark am Geschriebenen orientiert. Im Jahrhundert kam die Vorstellung auf dass das Deutsch auf der Theaterbühne gesprochen werde. Auch Aussprache in Norddeutschland wurde als vorbildlich eingestuft sich das Niederdeutsche zu stark von der unterscheidet und diese deshalb nicht so leicht kann. Deswegen orientiert sich die dortige Aussprache im Zeitalter der Reformation übernommenen hochdeutschen Schriftsprache der Schreibung so dass man das Ideal Schreiblautung in dieser Region am ehesten als betrachten kann.
Die Aussprache des Deutschen wurde erstmals in der "Deutschen Bühnensprache" von Theodor Siebs den Gebrauch im Theater kodifiziert. Heute existieren Aussprachewörterbücher die in einigen Punkten von einander
Die Aussprache des Deutschen in den Sprachgebieten weicht unterschiedlich stark voneinander ab (Siehe z.B den Artikel Helvetismus .) Wenn sogar die Aussprache der Schriftsprache regionale Unterschiede aufweist dann gilt das erst für die regionalen Dialekte. Die nachfolgenden Abschnitte die Aussprache der Standardsprache. Vieles davon trifft einzelne oder mehrere Dialekte nicht zu. Insbesondere phonetische Inventar der Dialekte weicht oft beträchtlich der Standardsprache ab.
Eine große Wirkung geht heutzutage von deutschen Fernseh- und Rundfunkprogrammen aus bei denen auf eine Aussprache geachtet wird die sich an der hochdeutschen Schriftsprache orientiert.
In deutschen Wörtern wird meistens die betont ('le-sen 'Spra-che ver'steh-en ent-'füh-ren) aber auch Präfixe ('Aus-spra-che 'vorlesen) und Suffixe (z.B. -ei in Bä-cke-'rei) können den Akzent tragen. Das dass der Akzent im Deutschen beweglich ist er innerhalb einer Wortfamilie variieren kann (Vergleiche 'Aussprache 'Sprache und be'sprechen).
Bei zusammengesetzten Wörtern ( Komposita ) wird immer das erste Wort (Bestimmungswort)
Für Fremdwörter im Deutschen lassen sich keine Regeln da die Betonung häufig zusammen mit dem übernommen wird.
Die betonte Silbe wird im Vergleich zu den unbetonten und damit lauter gesprochen (dynamischer Akzent ). Silben mit langem Vokal können zusätzlich werden um dem betreffenden Wort mehr Gewicht verleihen (temporaler Akzent).
Der Hauptakzent liegt im Satz auf Rhema meistens gegen Ende des Satzes.
Deutsch kennt drei verschiedene Melodieverläufe nämlich steigende und schwebende (progrediente) Intonation . Die fallende Intonation kennzeichnet den Satzschluss Aussagesätzen und Wortfragen wie zum Beispiel bei Sätzen: Wann kommst du? - Ich komme Die schwebende Intonation wird bei Pausen wie Beispiel zwischen Haupt- und Nebensatz verwendet. Die Intonation ist typisch für Satzfragen (auch Entscheidungsfragen) zum Beispiel: "Isst du gerne Schokolade?". Auch können mit steigender Intonation gesprochen werden wenn ihnen einen freundlichen Ton verleihen will.
Die Hebung oder Senkung der Stimme ausgehend von der letzten betonten Silbe im Bei fallender Intonation wird diese Silbe etwas gesprochen als die vorangehenden. Die nachfolgenden Silben dann bis unter das Niveau des Satzes. die letzte betonte Silbe ein einziges Wort diese Melodiebewegung innerhalb dieses Wortes statt. Bei Intonation wird die letzte betonte Silbe analog tiefer gesprochen.
Das Vokalsystem des Deutschen ist mit Vokalphonemen ziemlich groß ( Spanisch zum Beispiel kennt nur 7).
Diese Vokalphoneme werden durch die acht a e i o u ä ö ü dargestellt sowie durch "y" welches auch Konsonant verwendet wird.
Die Vokalphoneme können in Paare eingeteilt die sich aufgrund ihrer Länge ( Quantität ) voneinander unterscheiden. [aː] : [a]; [iː] [ɪ]; [oː] : [ɒ]; [uː] : [ʊ]; ɛː] : [ ɛ]; [øː] : [œ]; : [ʏ]; zu [eː] existiert kein kurzes Auf Deutsch gibt es also Wörter deren sich nur durch die Länge ihres Vokals unterscheidet wie zum Beispiel bei Höhle und (['høːlə] bzw. ['hœlə])
Die Quantität der Vokale kann meistens der Schreibung abgeleitet werden. Länge kann durch Vokalbuchstaben (z. B. ee wie in Tee) plus h (z. B. ah wie in oder für i durch die Buchstabenkombination ie ieh (wie in Liebe oder ziehen) gekennzeichnet
Ebenfalls lang sind Vokale in offenen Silben wie das e in Le-ben oder a in Tage. Ebenfalls lang sind Vokale zwar in geschlossenen Silben stehen welche aber erweitert werden können dass eine offene Silbe Bei "hörst" handelt es sich um eine Silbe "hö" in hören ist offen deshalb auch das ö in hörst lang gesprochen.
Zwei gleiche Konsonanten nach einem Vokalbuchstaben dessen Kürze (zum Beispiel in Sonne bellen Da in der Schweiz das Eszett nicht existiert ist dieser Schluss bei nicht sicher.
Vokale in geschlossenen Silben die nicht werden können wie zum Beispiel bei mit ebenfalls kurz gesprochen.
Die deutsche Sprache unterscheidet Singular und in den Formen der Substantiva und Verben.
Bei Nomen kann der Plural durch eines Suffix und/oder durch die Verschiebung eines Vokals einem Umlaut angezeigt werden:
keine Veränderung: ein Finger zwei Finger
nur Umlaut: ein Bruder zwei Br ü der
-e : ein Tisch zwei Tisch e
-e und Umlaut: ein Stuhl zwei St ü hl e
-er : ein Kind zwei Kind er
-er und Umlaut: ein Buch zwei B ü ch er
-en : ein Bett zwei Bett en
-s : ein Auto zwei Auto s
Wörter die auf e enden und einen Plural durch Anhängen -er oder -en bilden reduzieren das Doppel- e zu einem einfachen e . Fremd- und Fachwörter die aus dem lateinischen oder griechischen stammen bilden manchmal Ausnahmen:
Vis um Vis a
Vir us Vir en
Atla s Atla nten
Es gibt auch Wörter bei denen Pluralbildungen vorkommen wobei die Bedeutung der beiden sich unterscheidet:
Substantivierte Adjektive und Verben sind grundsätzlich Substantive die mit den Silben -keit und enden sind grundsätzlich Femina. Die Endsilbe "-chen" jedes Substantiv zum Neutrum werden; auffallend in Zusammenhang ist dass sich natürliches Geschlecht und Genus unterscheiden können: "das Mädchen".
Die wichtigste Form ist das Präsens. kann als historisches Präsens Präteritum bzw. Perfekt ersetzen und steht allem in der Umgangssprache vielfach für das I. In diesen Fällen stehen ergänzend Adverbiale Ortes oder der Zeit.
Die Formen der Vergangenheitstempora Plusquamperfekt und werden gebildet mit den Hilfsverben haben oder sein und dem Partizip II (oder Partizip Das Präteritum verwendet den Stamm des Infinitivs.
Die Futurformen werden mit dem Verb werden bzw. (Futur II) werden und haben bzw. sein gebildet.
Plusquamperfekt Futur II und auch Futur werden eher selten in der gesprochenen Sprache Manche Dialekte kennen diese Tempora nicht. Einige kennen dafür das Plusplusquamperfekt in dem das selber das Perfekt verwendet.
Das Futurum Präteriti I bildet man der 1. Person Präteritum ( ich tue - ich tat etwas - ich täte Es gibt jedoch auch Fälle indem die und die Futurum Präteriti I -Form identisch (ich sage etwas - ich sagte etwas ich sagte etwas). Hier verwendet man meist Umschriebung mit "würde" und Infinitiv (ich würde