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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 13. Februar 2012 

Deutsche Nationalhymne


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Das Lied der Deutschen wurde von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben am 26. August 1841 auf der damals britischen Insel Helgoland gedichtet. Die dritte Strophe wird heute bei offziellen Anlässen als Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland gesungen.

Damals waren die deutschen Gebiete nur zum 1815 geschaffenen Deutschen Bund zusammengeschlossen. Die Sehnsucht der Menschen nach drückte Fallersleben mit der Liedzeile der ersten aus: " Deutschland Deutschland über alles ". Damit war ursprünglich nicht gemeint dass über anderen Staaten stehen soll dass es als sie sein soll sondern dass Deutschland Ganzes über den einzelnen (Bundes-)Ländern stehen sollte. Zeile wurde allerdings im Laufe der Geschichte uminterpretiert oder bewusst falsch gedeutet.

Das Gebiet Deutschlands definierte er mit heute ebenfalls umstrittenen Zeile " Von der Maas bis an die Memel von der Etsch bis an den Belt " vier Gewässern die bestimmte historische Siedlungsgrenzen Volksgruppen markieren und damals Grenzgewässer des Deutschen bildeten.

Für die zweite Strophe ließ sich v. Fallersleben vom Preislied des Minnesängers Walther von der Vogelweide inspirieren [1] .

Die Melodie des Liedes entstammt dem von Joseph Haydn 1797 komponierten Streich-Quartett Nr. 77 das unter Bezeichnung "Kaiser-Quartett" in die Musikgeschichte einging. Die der Nationalhymne wird daher gelegentlich auch als Kaiserhymne " bezeichnet. Dieselbe Melodie lag dem " Kaiserlied " der Österreichisch-Ungarischen Monarchie zugrunde mit dem Text: "Gott erhalte beschütze Unsern Kaiser unser Land! ..."

Als 1871 Deutschland Kaiserreich wurde bestimmte man das " Heil dir im Siegerkranz " als Nationalhymne; die Melodie entsprach der Nationalhymne " God Save the King /Queen ". Beim Volk war zu dieser Zeit das Lied " Die Wacht am Rhein " als Hymne beliebt. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wird das Lied von den Besatzern Zur Nationalhymne wurde das Lied der Deutschen erst in der Weimarer Republik am 11. August 1922 und blieb es auch im dritten hier auf fatale Weise umgedeutet. Als eine inoffizielle Nationalhymne fungierte daneben das Horst-Wessel-Lied .

Bei der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 wurde zunächst keine Nationalhymne benannt; vielfach wurde Beethovens Ode an die Freude als Ersatzhymne eingesetzt. Der Vorschlag des Bundespräsidenten Theodor Heuss die von Rudolf Alexander Schröder gedichtete von Hermann Reutter vertonte Hymne an Deutschland als Nationalhymne zu verwenden konnte sich durchsetzen. Erst ein Brief von Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer an Bundespräsident Prof. Dr. Theodor Heuss "das Hoffmann-Haydn'sche Lied als Nationalhymne anzuerkennen. staatlichen Veranstaltungen soll die dritte Strophe gesungen im April/Mai 1952 und Heuss' Antwort erhoben das Lied der Deutschen zur Nationalhymne. Nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten erklärten Bundespräsident Dr. Richard von Weizsäcker und Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl im August 1991 in [ einem Briefwechsel ] die dritte Strophe des Deutschlandlieds zur Nationalhymne.

Während allerdings die schwarz-rot-goldene Bundesflagge als nationales Symbol sogar im Grundgesetz festgeschrieben ist ist das Lied der Deutschen lediglich aufgrund von mehreren Absprachen zwischen und Bundesregierung als Nationalhymne anzusehen. (Vgl. hierzu offiziellen Seiten des Bundes .)

Bei Gründung der DDR 1949 entschied man sich für Johannes R. Bechers / Hanns Eislers " Auferstanden aus Ruinen " als Nationalhymne. Als Textvariante stand auch Bertolt Brechts Gedicht "Anmut sparet nicht noch Mühe" Verfügung. Beide Texte folgen dem Versmaß der sind also auch mühelos auf diese Melodie singen.

Text (des Lieds der Deutschen)

1.

Deutschland Deutschland über alles
über alles in der Welt
wenn es stets zu Schutz und Trutze
brüderlich zusammenhält.
Von der Maas bis an die Memel
von der Etsch bis an den Belt
|: Deutschland Deutschland über alles
über alles in der Welt! :|

2.

Deutsche Frauen deutsche Treue
deutscher Wein und deutscher Sang
sollen in der Welt behalten
ihren alten schönen Klang
uns zu edler Tat begeistern
unser ganzes Leben lang. -
|: Deutsche Frauen deutsche Treue
deutscher Wein und deutscher Sang! :|

3. (Text der Deutschen Nationalhymne)

Einigkeit und Recht und Freiheit
für das deutsche Vaterland!
Danach lasst uns alle streben
brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
sind des Glückes Unterpfand;
|: blüh' im Glanze dieses Glückes
blühe deutsches Vaterland. :|

Siehe auch: Liste der Nationalhymnen

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