Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Als mittelalterliche deutsche Ostsiedlung (früher auch: Ostkolonisation) bezeichnet man die deutschstämmiger Siedler auf dem damals überwiegend slawisch besiedelten Gebiet östlich der Elbe und Saale in der Steiermark und Kärnten . Auch die Emigration der Walser aus dem Kanton Wallis in zuvor von Romanen besiedelte Gebiete ist Teil der deutschen Diese Besiedlung nahm ihren Anfang im 11. Jahrhundert und erlebte ihren Höhepunkt am Ende 12. bis Anfang des 13. Jahrhunderts . Mitte des 14. Jahrhunderts brach die Siedlungsbewegung in Folge der Pestepidemien jener Zeit ein; außerdem waren die Siedlungsgebiete schon besetzt.
Die Ostsiedlung stellt eine nach Osten Ausdehnung des von Karl dem Großen eroberten Heiligen Römischen Reiches dar dessen Ostgrenzen einem ständigen Druck Nachbarvölker ausgesetzt war. Bei den Nachbarn handelte sich (von Norden nach Süden) um Dänen Normannen) verschiedene slawischen Völker (Wenden Sorben Mähren) sowie im 10. Jahrhundert kurzzeitig Madjaren (Ungarn).
Um die instabilen Reichsgrenzen zu sichern unter den Ottonen und Saliern nach kurzen in Gebiete jenseits der Reichsgrenze dort Grenzmarken Ländereien unter verbündeten oder vertrauten Fürsten) etabliert. Marken wurden von den Fürsten mit Menschen dem Reich (Deutsche Niederländer) denen dort Landbesitz Privilegien (z.B. das erbliche Schulzenamt ) gewährt wurden besiedelt. Meist wurde die von sogenannten "Lokatoren" organisiert. Die fortschrittlicheren landwirtschaftlichen und rechtlich-verwaltungstechnische Organisation sowie die parallel erfolgende der Einwanderer führten zu eine graduellen Transformation Marken. Ehemals sprachlich und kulturell slawischen Gebiete sich zu deutschen Ländern die nach der oft Teil des Heiligen Römischen Reichs wurden. ursprünglich dort etablierten Fürsten wurden dann Fürsten Reichs.
Neben diesen direkt am Reich anliegenden bestand auch eine Siedlungsbewegung in weiter entfernt Gebiete (Riga Kaparten Siebenbürgen ). Diese Gebiete blieben oft auf lange kulturell und sprachlich deutsch.
Neben der politisch-militärischen gibt es auch religiöse Komponente der mittelalterlichen deutschen Ostsiedlung. Die in Gebieten östlich des Reiches waren (zumindest der ersten Periode) nicht christianisiert so dass Landnahme und Unterwerfung der dort wohnhaften Slawen auch kirchlich gerechtfertigt wurden. Der Übertritt zum nach der Unterwerfung wurde durch eine rechtliche zwischen Christen und Heiden gefördert. Insofern verlief deutsche Ostsiedlung parallel mit einer Expansion der
In Norddeutschland gingen der Ostsiedlung Auseinandersetzungen Karl des Großen mit den nicht-christlichen Sachsen voraus als Karl der Große seine sichern wollte. Auf Seiten Karls standen die Abodriten die Sachsen hatten die Prussen und Dänen als Verbündete. Die Entscheidung fiel im 804 und die Landstriche westlich der Elbe Teil des Frankenreiches. Das Land östlich der blieb vorerst außerhalb der Heiligen Römischen Reichs .
Die Mark der Billunger und die waren auch unter den Saliern und Ottonen nicht Teil des Reiches.
Erst zur Zeit Albrecht von Ballenstedts (Albrecht der Bär) aus dem Haus der Askanier ( siehe auch: Anhalt ) wurde am Nordmark als Mark Brandenburg zum Kaiserreich. Aus der Mark der wurde kurz darauf das Herzogtum Mecklenburg und weiter östlich an der Ostsee gelegene Pommern noch später zum Reich.
Etwas später wurde mit Schlesien der letzte Erweiterung nach Osten abgeschlossen. Das an anschließende Polen erwies sich als stark genug weiteren Ostausdehnung des Reiches ein Ende zu
Die Tatareneinfälle im 13. Jahrhundert machte weite Landstriche menschenleer und Siedler dem Westen wurden geholt und Städte neu Während im Jahre 955 die Madjaren bis nach Westeuropa vordrangen die Tataren kurz vor den Toren Berlins