Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 20. Mai 2013 

Dezimalklassifikation


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Als Dezimalklassifikation bezeichnet man eine universelle Systematik zur Einteilung und Beschreibung von Wissen von Leibniz ( 1646 - 1716 ) für Herzog August entwickelt wurde. Lebniz dort als Hofhistoriograf angestellt und für die Herzog-August-Bibliothek in Hannover und Wolfenbüttel zuständig für er die Dezimalklassifikation erstmals einsetzte.

Die Dezimalklassifikation basiert auf dem Dezimalsystem und teilt Wissen in zehn (Grund-) ein die jeweils in zehn Unterkategorien gegliedert die Unterkategorien werden wiederum in jeweils zehn aufgeteilt usw.; dieses Klassifikationsschema ist – im zu späteren Systemen – nicht genormt kann frei an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden.

Eine allgemein gehaltene Klassifikation für eine Bibliothek könnte folgendermaßen aufgebaut sein:

0: Allgemeines Lexika Wörterbücher
1: Literatur
2: Philosophie
3: Geschichte
4: Sozialwissenschaften (Anthropologie Linguistik Soziologie Ethnologie )
5: Recht Staat Wirtschaft
6: Naturwissenschaften
7: Kunst
8: Musik
9: Reisen Länderkunde

Anschließend werden die einzelnen Kategorien in verzweigt; für Hauptkategorie 1 Literatur könnte die Einteilung folgendermaßen aussehen:

1.0: Epos ( Roman )
1.1: Lyrik ( Poesie )
1.2: Drama ( Theater )
1.3: Märchen
1.4: Essay
1.5: Aphorismus
1.6: Briefe
1.7: Tagebücher Memoiren
1.8: Übersetzungen
1.9: Literaturkritik

Eine alternative Einteilung könnte folgendermaßen aufgebaut

1.0: Antike
1.1: Mittelalter
1.2: Renaissance
1.3: Barock
1.4: 18. Jahrhundert
1.5: 19. Jahrhundert
1.6: 20. Jahrhundert
1.7: 21. Jahrhundert
1.8: Orient Indien China
1.9: Literatur der schriftlosen Kulturen

Nun kann eine weitere Gliederungsebene mit Unterkategorien angelegt werden; für die Unterkategorie 1.0 Epos (Roman) könnte die Einteilung folgendermaßen aussehen:

1.0.0: Das Versepos aus mündlicher Tradition
1.0.1: Das Kunstepos (Vergil Danke Milton)
1.0.2: Der antike Roman
1.0.3: Das höfische Epos
1.0.4: Der Roman in Prosa (16. 17. Jahrhundert)
1.0.5: Der Briefroman
1.0.6: Der Liebesroman
1.0.7: Der humoristische Roman
1.0.8: Der Entwicklungsroman
1.0.9: Der historische Roman

Die Dezimalklassifikation wurde um 1876 von Melvil Dewey erweitert und vor allem im angoamerikanischen unter der Bezeichnung Dewey-Dezimalklassifikation (DDC) bekannt. Das heute am häufigsten System ist die von Paul Otlet und Lafontaine Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte Universelle Dezimalklassifikation (UDK; auch: Internationale Dezimalklassifikation ).

In der Bibliothekswissenschaft bezeichnet man die Objekte die klassifiziert als Dokumentarische Bezugseinheit (DBE). Bei der Dezimalklassifikation es sich um eine Analytische Klassifikation die Allgemeinen zum Besonderen verzweigt (ramisiert); sie präkoordiniert Wissen monohierarchisch d.h. es gibt jeweils nur Oberbegriff.

Siehe auch




Bücher zum Thema Dezimalklassifikation

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Dezimalklassifikation.html">Dezimalklassifikation </a>