Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Die Dicke Bertha war ein Geschütz das zum ersten Mal im 1. Weltkrieg eingesetzt wurde und dort zu den Waffen zählte. Waffentechnisch ist es ein Mörser bzw. eine Haubitze jedenfalls keine Kanone .
Die Dicke Bertha war ein durch Rüstungskonzern Krupp gebauter Mörser (Haubitze) mit dem Kaliber 42 cm der zum Beschuss von Festungsanlagen geplant wurde und auch diente.
das schienengebundene Gamma-Gerät mit zwei Geschützen ( Eisenbahngeschütz ) und
das M-Gerät ebenfalls mit zwei Geschützen.
Das M-Gerät wog schießbereit 42 6 und konnte zum Transport in 5 Stücke werden. Während das M-Gerät von motorisierten Zugmaschinen werden konnte musste das Gamma-Gerät per Eisenbahn gezogen werden. Das M-Gerät hatte mit Sprenggranaten von ca. 900 bis 1200 kg eine Reichweite von 9 km mit Haubengranaten ca. 400 kg eine Reichweite von 12 Das Gamma-Gerät hatte eine maximale Reichweite von 3 km.
Die Auftreffenergie beim M-Gerät betrug ca. 34 MJ mt) beim Gamma-Gerät 59 MJ (6000 mt).
Zu Beginn des 1. Weltkrieges konnte Geschütz gegen die älteren belgischen und nordfranzösischen Forts die noch in nicht armiertem Stampfbeton wurden zunächst mit großem Erfolg eingesetzt werden. Befestigungen konnten der Wucht des bis dahin Kalibers nicht standhalten ( Festungsring Lüttich Fort Loncin ). Gegen modernere Bunkeranlagen mit massiver Stahlbetondecke konnte die Waffe allerdings kaum etwas Hier betrug die Eindringtiefe nur gut einen (!) z. B. wurde Fort Douaumont bei Verdun wiederholt beschossen aber es konnten keine Schäden an den Panzertürmen erreicht werden.
Gemäß dem Vertrag von Versailles mussten die Geschütze nach dem Ende 1. Weltkrieges zerstört oder den Alliierten übergeben werden. Eines das sich auf Versuchsgelände von Krupp befand wurde dabei übersehen wieder in das Heer eingegliedert und im 2. Weltkrieg eingesetzt. Der erste Einsatz fand am 7. Juni 1942 bei der Belagerung des Forts Sewastopol statt. Im Jahr 1943 wurde es gegen den Aufstand im Warschauer Ghetto eingesetzt. Ihr Verbleib ist unsicher wahrscheinlich es vor der Ankunft der Sowjetarmee gesprengt.