Didaktik ist eine Unterdisziplin der Pädagogik . Insoweit sie sich auf spezifische Lehr inhalte bezieht beruht sie zugleich auf der zuständigen Fachwissenschaft ( Fachdidaktik ).
Nach Jank und Meyer [Didaktische Modelle 1994] befasst sich Didaktik der Frage "wer was wann mit wem wie womit warum und wozu lernen soll." Auffassung korrigiert die in der Lehrerausbildung weitverbreitete "Vulgärdefinition" [Jank und Meyer a.a.O.] sich Didaktik nur um das was kümmere in Abgrenzung zur Methodik die sich mit dem wie des Unterrichtens befasst. Sachgerechter erscheint es als eine Teildisziplin der Didaktik zu verstehen.
Historisch lässt sich jedoch auch der genau Wortgebrauch belegen demzufolge Didaktik als Teildisziplin der angesehen wurde: Das Buch "Methodik [sic] des Unterrichts" von Lietzmann und Stender [3. Auflage Quelle und Heidelberg 1961] besteht aus den zwei Teilen des mathematischen Unterrichts" (mit Kapiteln wie "Ziele" "Wege der Unterrichtsführung") und "Didaktik der Mathematik" Kapiteln wie "Elementare Algebra" oder "Die Vektormethode der Schule").
Als ein didaktisches Modell bezeichnet man seit ca. 1970 [Blankertz Ruprecht et al. 1972] ein auf Vollständigkeit zielendes Theoriegebäude Analyse und Planung didaktischen Handelns in schulischen anderen Lehr- und Lernsituationen [Definition nach Jank Meyer a.a.O.]. Warum man eine solche Theorie "Modell" bezeichnet versucht der Artikel Modell zu erklären.
Folgende grundlegende Ansätze haben sich herauskristallisiert:
die bildungstheoretische Didaktik erneuert als kritisch-konstruktive Didaktik
die Curriculare Didaktik
die Lern- bzw. Lehrtheoretische Didaktik
die Informationstheoretisch-kybernetische Didaktik
die kommunikative Didaktik
die subjektive Didaktik
Mit dieser Fokussierung auf "Didaktische Modelle" die Diskussion in Deutschland bis in die Jahre von der internationalen Forschung weitgehend abgeschnitten. Ende des 20. Jahrhunderts fand die Forschung an die internationale Diskussion.
In den 1990er Jahren hat die vor allem der Ansatz der konstruktivistischen Didaktik geprägt. Seit etwa 2000 erhält der des pädagogischen Pragmatismus in der didaktischen Diskussion an Bedeutung.
Die Vertreter dieser Didaktik betrachten Unterricht ein kommunikatives Geschehen. Die kommunikative Didaktik hat Blick auf das Beziehungsgeschehen in der Interaktion Lehrenden und Lernenden gelenkt. Gelernt wird im nicht nur auf der Inhaltsebene. Auch wie kommuniziert wird beeinflusst das Lernen. Aus diesem betont die kommunikative Didaktik besonders die Gestaltung Beziehungsebene.
Inhaltliche Bezüge: Kommunikationstheorie von Watzlawick Theorie kommunikativen Handelns von Habermas
Die Informationstheorie 1948 mit dem Aufsatz von Claude Shannon begründet ist ein Untergebiet der Nachrichtentechnik . Unter dem Namen Kybernetik hat insbesondere Norbert Wiener Anwendungen weit über die Technik hinaus und damit etwas ausgelöst was man wohl eine intellektuelle Mode bezeichnen darf. Grundlegenes Modell der Regelkreis . Ein typischer informationstechnischer Begriff der dauerhaft die Geisteswissenschaften übergetreten ist ist die Redundanz .
Die Anwendung auf die Didaktik stammt
Helmar Frank
Felix von Cube ( Kybernetische Grundlagen des Lernens und Lehrens 1982)
E.König
H.Riedel
Der Ansatz ist nur mehr von Bedeutung und hat heute keine "bekennenden" Anhänger der Didaktik.
Ansätze die nicht den gleichen Anspruch Vollständigkeit und Allgemeingültigkeit wie ein "Modell" erheben man mit Jank und Meyer [1991] als didaktische Konzepte bezeichnen; solche Konzepte sind insbesondere als für die Praxis gedacht.
Gegenwärtig diskutierte didaktische Konzepte umfassen unter
Seit dem Anfang der 80er Jahre sich abseits der etablierten universitären Didaktik um Eichstätter Didaktiker Jean-Pol Martin herum die Grasroot-Bewegung Lernen durch Lehren (LdL) entwickelt und etabliert. Durch die Übertragung Lehrfunktionen auf die Schüler werden alle gegenwärtig Konzepte (z.B. offener Unterricht konstruktivistische Didaktik kommunikative Handlungsorientierung) aufgegriffen und integriert. Auf dem Hintergrund Paradigmenwechsels der die ganze Gesellschaft erfasst und Betonung einer aktiven kollektiven Konstruktion von Wissen findet das LdL-Modell seit einigen Jahren besondere So wird das LdL-Ausbildungs-Konzept sowohl in Behörden als auch in Unternehmen eingesetzt und von Kultusministerien gefördert. Auch durch die Gehirnforschung erhält Unterstützung. So ist aus der Sicht der Wissenschaftlerin Prof.Teuchert-Noodt Lernen durch Lehren "zwingend". Martin entwickelt Konzept einer kollektiven Konstruktion von Wissen in der Möglichkeiten des Internets weiter. Insbesondere die der ZUM eingerichteten LdL-Foren bilden eine gute Infrastruktur für kollektives