Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 18. Juli 2019 

Didaktik


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Didaktik ist die Theorie und Praxis des und Lernens .

Inhaltsverzeichnis

Nähere Begriffsbestimmung Einordnung und Abgrenzung

Didaktik ist eine Unterdisziplin der Pädagogik . Insoweit sie sich auf spezifische Lehr inhalte bezieht beruht sie zugleich auf der zuständigen Fachwissenschaft ( Fachdidaktik ).

Nach Jank und Meyer [Didaktische Modelle 1994] befasst sich Didaktik der Frage "wer was wann mit wem wie womit warum und wozu lernen soll." Auffassung korrigiert die in der Lehrerausbildung weitverbreitete "Vulgärdefinition" [Jank und Meyer a.a.O.] sich Didaktik nur um das was kümmere in Abgrenzung zur Methodik die sich mit dem wie des Unterrichtens befasst. Sachgerechter erscheint es als eine Teildisziplin der Didaktik zu verstehen.

Historisch lässt sich jedoch auch der genau Wortgebrauch belegen demzufolge Didaktik als Teildisziplin der angesehen wurde: Das Buch "Methodik [sic] des Unterrichts" von Lietzmann und Stender [3. Auflage Quelle und Heidelberg 1961] besteht aus den zwei Teilen des mathematischen Unterrichts" (mit Kapiteln wie "Ziele" "Wege der Unterrichtsführung") und "Didaktik der Mathematik" Kapiteln wie "Elementare Algebra" oder "Die Vektormethode der Schule").

Didaktische Modelle

Als ein didaktisches Modell bezeichnet man seit ca. 1970 [Blankertz Ruprecht et al. 1972] ein auf Vollständigkeit zielendes Theoriegebäude Analyse und Planung didaktischen Handelns in schulischen anderen Lehr- und Lernsituationen [Definition nach Jank Meyer a.a.O.]. Warum man eine solche Theorie "Modell" bezeichnet versucht der Artikel Modell zu erklären.

Folgende grundlegende Ansätze haben sich herauskristallisiert:

  • die bildungstheoretische Didaktik erneuert als kritisch-konstruktive Didaktik
  • die Curriculare Didaktik
  • die Lern- bzw. Lehrtheoretische Didaktik
  • die Informationstheoretisch-kybernetische Didaktik
  • die kommunikative Didaktik
  • die subjektive Didaktik

Mit dieser Fokussierung auf "Didaktische Modelle" die Diskussion in Deutschland bis in die Jahre von der internationalen Forschung weitgehend abgeschnitten. Ende des 20. Jahrhunderts fand die Forschung an die internationale Diskussion.

In den 1990er Jahren hat die vor allem der Ansatz der konstruktivistischen Didaktik geprägt. Seit etwa 2000 erhält der des pädagogischen Pragmatismus in der didaktischen Diskussion an Bedeutung.

Bildungstheoretische Didaktik

Bedeutende Vertreter sind:

Von Wolfgang Klafki weiterentwickelt zur konstruktiv-kritischen Didaktik .

Curriculare Didaktik

Bedeutende Vertreter sind:

Die Curriculare Didaktik interessiert sich vor für Lernziele ihr aufeinander-bezogen sein-und

(Lehr-)Lerntheoretische Didaktik

Die Vertreter dieser Didaktik streben den neuer Fähigkeiten neuer Einstellungen neuer Interessen an mit soziokulturellen Folgen für die für Innovationsfähigkeit der Gesellschaft.

Elemente sind:

  1. Lehr- und Lernziele (kognitive affektive und Ziele)
  2. Lerninhalte
  3. Methoden der Gestaltung des Unterrichts
  4. Medien.

Bedeutende Vertreter sind:

  • Paul Heimann Gunther Otto (Berliner Modell)
  • Wolfgang Schulz (Hamburger Modell)

Kommunikative Didaktik

Die Vertreter dieser Didaktik betrachten Unterricht ein kommunikatives Geschehen. Die kommunikative Didaktik hat Blick auf das Beziehungsgeschehen in der Interaktion Lehrenden und Lernenden gelenkt. Gelernt wird im nicht nur auf der Inhaltsebene. Auch wie kommuniziert wird beeinflusst das Lernen. Aus diesem betont die kommunikative Didaktik besonders die Gestaltung Beziehungsebene.

Inhaltliche Bezüge: Kommunikationstheorie von Watzlawick Theorie kommunikativen Handelns von Habermas

Begründer der kommunikativen Didaktik ist:

  • Klaus Schaller

Informationstheoretisch-kybernetische Didaktik

Die Informationstheorie 1948 mit dem Aufsatz von Claude Shannon begründet ist ein Untergebiet der Nachrichtentechnik . Unter dem Namen Kybernetik hat insbesondere Norbert Wiener Anwendungen weit über die Technik hinaus und damit etwas ausgelöst was man wohl eine intellektuelle Mode bezeichnen darf. Grundlegenes Modell der Regelkreis . Ein typischer informationstechnischer Begriff der dauerhaft die Geisteswissenschaften übergetreten ist ist die Redundanz .

Die Anwendung auf die Didaktik stammt

  • Helmar Frank
  • Felix von Cube ( Kybernetische Grundlagen des Lernens und Lehrens 1982)
  • E.König
  • H.Riedel

Der Ansatz ist nur mehr von Bedeutung und hat heute keine "bekennenden" Anhänger der Didaktik.

Subjektive Didaktik

Von Edmund Kösel formuliertes Modell das Überlegungen von der Perspektive des Lern-Subjekts her

Didaktische Konzepte

Ansätze die nicht den gleichen Anspruch Vollständigkeit und Allgemeingültigkeit wie ein "Modell" erheben man mit Jank und Meyer [1991] als didaktische Konzepte bezeichnen; solche Konzepte sind insbesondere als für die Praxis gedacht.

Gegenwärtig diskutierte didaktische Konzepte umfassen unter

"Lernen durch Lehren"(LdL)-Bewegung

Seit dem Anfang der 80er Jahre sich abseits der etablierten universitären Didaktik um Eichstätter Didaktiker Jean-Pol Martin herum die Grasroot-Bewegung Lernen durch Lehren (LdL) entwickelt und etabliert. Durch die Übertragung Lehrfunktionen auf die Schüler werden alle gegenwärtig Konzepte (z.B. offener Unterricht konstruktivistische Didaktik kommunikative Handlungsorientierung) aufgegriffen und integriert. Auf dem Hintergrund Paradigmenwechsels der die ganze Gesellschaft erfasst und Betonung einer aktiven kollektiven Konstruktion von Wissen findet das LdL-Modell seit einigen Jahren besondere So wird das LdL-Ausbildungs-Konzept sowohl in Behörden als auch in Unternehmen eingesetzt und von Kultusministerien gefördert. Auch durch die Gehirnforschung erhält Unterstützung. So ist aus der Sicht der Wissenschaftlerin Prof.Teuchert-Noodt Lernen durch Lehren "zwingend". Martin entwickelt Konzept einer kollektiven Konstruktion von Wissen in der Möglichkeiten des Internets weiter. Insbesondere die der ZUM eingerichteten LdL-Foren bilden eine gute Infrastruktur für kollektives

Weiterführende Informationen

Literatur

  • Herwig Blankertz: Theorien und Modelle der Didaktik. Juventa München 1969 zahlreiche Neuauflagen: Begründete die Rede von "Modellen"
  • H. Ruprecht H.-K. Beckmann F. von Cube Schulz: Modelle grundlegender didaktischer Theorien. Schroedel Hannover 1972.
  • W. Jank H. Meyer : Didaktische Modelle. Cornelsen Scriptor Berlin 1991 zitiert nach Aufl. 1994
  • J.-P.Martin (2002): Lernen durch Lehren. http://www.ldl.de/material/aufsatz/warum-ldl.pdf
  

Weiterführende Literatur

Wer sich über das rezeptartige Werk Jank & Meyer hinaus für neuere theoretische um die Didaktik interessiert dem seien folgende empfohlen:

  • Klaus Prange: "Bauformen des Unterrichts". Eine für Lehrer. Julius Klinkhadt Bad Heilbrunn/ Obb.
  • Jürgen Diederich: "Didaktisches Denken". Eine Einführung Anspruch und Aufgabe Möglichkeiten und Grenzen einer Didaktik.Juventa Weinheim 1988
  • Andreas Gruschka: "Didaktik" - Das Kreuz der Vermittlung. Elf Einsprüche gegen den didaktischen Büchse der Pandora Wetzlar 2002

Wikilinks


Portal Pädagogik ; Pädagogik Fachdidaktik Schule Unterricht Hausaufgabe Curriculum Lernen .

Weblinks



Bücher zum Thema Didaktik

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Didaktik.html">Didaktik </a>