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Die Passion Christi


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Die Passion Christi aus dem Jahr 2004 ist ein Film von Mel Gibson über die Passion des Jesus von Nazareth vom Ölberg über die Kreuzigung bis zur Auferstehung und einer der erfolgreichsten Kinofilme der

Inhaltsverzeichnis

Daten

Handlung

Der Film schildert die letzten 12 Jesu vor seinem Tod auf der Basis durcheinander gemischten Motiven aus den vier Evangelien Visionen der Augustinernonne Katharina Emmerick den mittelalterlichen Kreuzwegstationen eigenen Erfindungen und theologischen Assoziationen. Das der Gewaltdarstellung überschreitet dabei das bisher bei gewohnte Maß. Die ausschließliche Verwendung der lateinischen aramäischen Sprache die nicht synchronisiert sondern durch übersetzt wird soll den Eindruck der Autentizität

Echo

Während in Amerika von jüdischen Organisationen Vorwurf des Antisemitismus erhoben wurde kritisierte man Deutschland vor allem das Ausmaß der Gewaltdarstellung. innerhalb der christlichen Kirchen wurde heftig pro contra argumentiert. In islamischen Ländern lief der mit großem Erfolg. Befürworter sammeln Berichte von die der Film bewirkte.

Kritiken

Gewaltvorwurf

Nicht nur jeder Aspekt der Folterung er sich aus der Bibel ergibt wurde Regisseur übernommen sondern auch noch zusätzliche Gewaltszenen so wenn ein Rabe einem der beiden Schächer ein Auge Die Szene der Geißelung dauert eine Viertelstunde. der Öffnung der Seite Jesu stehen die unter einer Dusche von Blutströmen. So sehen Elemente von Splatter- oder Horrorfilmen in dem Film. Andere sind gerade dem Realismus der Gewaltdarstellung persönlich berührt und betroffen.

Doch gerade das Ausmaß der Gewalt auch den Blick für die kleinen Gesten Rande: Gibson zeigt auch eine Anzahl von Frauen die entlang des Kreuzwegs um Jesus wie es auch die biblischen Erzählungen berichten. von Cyrene hilft Jesus das Kreuz zu anfangs widerwillig dann verteidigt er von Mitleid Jesus gegen die römischen Soldaten. Veronika bietet Jesus einen Becher Wasser an gibt ihm ein Tuch um sein blutiges zu trocknen.

Dass der Schwerpunkt des Filmes auf Leiden liegt hängt mit dem selbst gestellten zusammen: der Passion. Ausgehend von den Passionsspielen bayerischen Oberammergau gibt es in den USA Fülle von Orten die ihr eigenes Passionsspiel Auch in Oberammergau kommt die Mehrheit der aus den Vereinigten Staaten. So konnte sich Gibson von Anfang an eines interessierten Puplikums sein das auch die theologisch zum Teil leicht verständlichen Rückblenden im Film sofort verstehen So wird z. B. das Letzte Abendmahl Jesus den Aposteln Brot als seinen Leib parallel zum Kreuzigungsvorgang gezeigt. Theologen kritisierten diese der Eucharistie als einseitige Vergegenwärtigung des gekreuzigten Leibes Eucharistie sei hingegen als die Gegenwart des Leibes Christi zu sehen.

Film und Exegese

Nach Auskunft von Exegeten läßt sich gegenüber der Darstellung der Evangelien eine deutliche Akzentverschiebung auf die Gewalt Betrachtet man etwa die Passion im Johannesevangelium (Kapitel 18+19 insgesamt 82 Verse) so sich dort ganze 11 Verse mit expliziter von Gewalt meistens ohne detaillierte Beschreibung: Johannes 10; 18 22; 19 1-3; 19 16-18; 32-34. Die anderen Evangelien bieten ein ähnliches

Theologen betonen daß der Gewaltaspekt in Passion Christi nicht das wesentliche Element ist schon ein Tropfen des Blutes Jesu zur gereicht hätte. Jedoch sei die bewußte Annahme letzten Konsequenz irdischen Daseins Zeichen für die der Menschwerdung Gottes und die unverbrüchliche Erlöserliebe in Sünde gefallenen Menschen.

Der Film ignoriert bewusst jede moderne Exegese und fügt auch Szenen ein z. aus der Betrachtungsvisionen der in Kürze seliggesprochenen Anna Katharina Emmerich so wenn die Mutter Jesu und Maria Magdalena nach der Geißelung das Blut aufwischen gemäß den traditionellen Kreuzwegstationen die legendäre Veronika Jesus ein Schweißtuch reicht.

Darüber hinaus erscheint der Teufel immer als Frau was vor allem Frauenverbände aufbrachte auch Theologen die betonten in der Bibel der Teufel in der Passion keine Rolle werde hier mit einer dualistischen Theologie zum Gottes aufgebaut.

Die Auferstehung in den Evangelien der der Erzählung und Ziel der Erhöhung des Herrn am Kreuz dauert im Film keine

Vorwurf des Antisemitismus

Vor allem von jüdischen Vertretern wird Film Antijudaismus oder gar Antisemitismus vorgeworfen auch einzelnen christlichen Amtsträgern in Deutschland wobei es hier viele Gegenstimmen gibt. Gibson entfernte schließlich der Stelle wo die Menge ruft: "Sein komme über uns und unsre Kinder" die

Der Film baut zudem Gegenstimmen beim vor dem Sanhedrin ein welche die Prozedur als Farce Diese Stimmen korrespondieren mit den Personen des von Arimatäa und Nikodemus aus den Evangelien zwei Freunden Jesu den jüdischen Führern. Außerdem sind es nur Hohepriester die von Pilatus die Bestrafung Jesu und dann das Volk aufhetzen. Weil aber Film die Motive der jüdischen Anführer kaum werden und Pontius Pilatus weitaus menschenfreundlicher dargestellt bleibt einer antijüdischen Interpretation das Tor geöffnet. außer den Römern alle handelnden Personen Juden Jesus eingeschlossen wird von christlichen Betrachtern oft Die Botschaft einer jüdischen Kollektivschuld am Tod Jesu wird jedoch im nicht verbreitet.

Ästhetik

Der Film verlässt sich auf herkömmliche aus traditionellen Bibelfilmen: Mystisches Licht gefühlvoll-erhabene Gesänge In seiner zum Teil übertriebenen Drastik wirkt auf viele Betrachter unfreiwillig komisch und distanziert. die Darsteller wirken nach Ansicht vieler Kritiker weite Strecken überfordert. Andere Beiträge loben jedoch James Caviezel in seiner Rolle als Jesus.

Grundsätzliche Frage nach der Berechtigung

Der Film funktioniert wie ein klassisches In Ben Hur war Jesus nie direkt gezeigt geworden. Kritiker gehen so weit eine solche das Bilderverbot berücksichtigende Form als die einzig mögliche ein solches Thema zu halten.

Kritisch äußerte sich am Tag der auch der Erzbischof von München und Freising Kardinal Friedrich Wetter: er sieht eine grundsätzliche in dem Versuch das Leiden Jesu zu Die Evangelien seien keine Protokolle. Das historische sei in die Verkündigung der Kirche eingegangen habe so seinen Niederschlag in den Evangelien Im übrigen sei es gerade beim Film ungewöhnlich wenn eine dargestellte Person weit hinter Original zurück bleibe. Erzbischof Wetter betonte er sich den Film persönlich nicht ansehen.

Zur historischen Authentizität

Die Hersteller des Films berufen sich eine historische getreue Darstellung der Handlung. Schon März 2003 sagte Gibson in einem Interview frühere Jesus-Filme: "Sie sind entweder historisch ungenau leiden unter schlechter Musik. Mein Film soll Passion Christi genau so zeigen wie sie ereignet hat." Dagegen wurden dem Film viele vorgeworfen:

  1. Aus Untersuchungen von Gekreuzigten aus dieser geht hervor dass die Nägel nicht durch Handflächen - wie der Film es zeigt sondern durch die Handwurzelknochen oder Unterarme getrieben Das hatte einen einfachen physiologischen Grund: die der Handflächen konnten das Gewicht eines Körpers halten. Die traditionelle christliche Ikonographie platzierte dagegen immer die Nägel auf den Handflächen und auf den Handgelenken Jesu mit Ausnahme des Turiner Grabtuches .
  2. Der Jerusalemer Anthropologe Joe Zias zweifelt langen Haare der Christus-Figur an: bestenfalls die Nasiräer die Vorläufer der Mönche hätten schulterlanges getragen.
  3. Der Paderborner Bibelexperte Professor Carsten-Peter Thiede erwähnt als unhistorische Einzelheit die Auswahl der antiken Sprachen Zeit der Handlung der Ereignisse an diesen zu dieser Zeit wurde in Palästina Griechisch Aramäisch gesprochen nicht aber Latein das die in Mittelitalien war. So sind auch alle des Neuen Testamentes ausnahmslos in Griechisch verfaßt.
  4. In der gezeigten Schrifttafel die Pontius in Auftrag gegeben hat ist die Schrift Latein-Aramäisch angebracht. In den Evangelien wird aber davon gesprochen dass die Schrift dreisprachig nämlich verfasst wurde.
  5. Weiterhin sei die Figur des Holzkreuzes das Jesus tragen muß. Nach römischer Sitte nur der Querbalken zur Hinrichtungsstätte geschleppt und Verurteilte an einem fest im Boden verankerten hochgezogen.

Prof. Dr. Thomas Williams Dekan der Fakultät an der Päpstlichen Hochschule Regina Apostolorum Rom und ein theologischer Berater von Mel Film sagt hingegen grundsätzlich zur Kritik an des Films dass Beschwerden über die verwendeten die Höhe des Kreuzes die Haarlänge Jesu Größe der Menschenmenge vor Pilatus im Prätorium die Platzierung der Nägel in den Händen angesichts der größeren Botschaft des Films trivial würden.

Einspielergebnisse

Der Film konnte zum 2. Wochenende den USA einen Box-Office-Erfolg von 212 Millionen an den Kinokassen verzeichnen. Damit erzielte der in den USA das drittbeste Einspielergebnis nach Tagen aller Zeiten. Außerdem konnte sich die Christi" damit bereits nach dem 2. Wochenende die Top 50 der erfolgreichsten Filme aller in den USA eintragen. Nach drei Tagen den deutschen Kinos hatten über 200.000 Besucher neuen Mel-Gibson-Film "Die Passion Christi" gesehen. An Start-Wochenende hat der Film zwischen 38.000 und Zuschauer in Österreich erreicht. Er gilt bereits einer der 10 erfolgreichsten Filme der Kinogeschichte. die vielen negativen Stimmen im Vorfeld trugen wesentlich zum Erfolg des Filmes bei.

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