Als Jungprofi hatte der Didi genannte Dietrich Thurau schon einige Erfolge und war u.a. zweimal deutscher Straßen-Meister geworden. konnte der erst 22jährige Thurau dann gleich ersten Tour de France den Stempel aufdrücken: gewann den kurzen Prolog und trug in Folge 14 Tage lang das Gelbe Trikot Gesamtführenden und überstand dabei auch die Bergetappen die Pyrenäen . Erst nach der Königsetappe hinauf ins L'Alpe d'Huez musste Thurau das Führungstrikot abgeben. Insgesamt er vier Tageserfolge und kam als bester auf dem fünften Rang nach Paris .
Die Erfolgsstory Thuraus auf Frankreichs Straßen verhalf dem Radsport in Deutschland kurzfristig zu einer ungeahnten vergleichbar nur mit dem "Tourfieber" das Jan Ullrichs Sieg zwanzig Jahre später auslösen sollte. Thurau wurde zum "Sportler des Jahres" 1977 der damalige Bürgermeister von Paris Jacques Chirac meinte über den "blonden Engel": "Seit Adenauer hat keiner so viel für die Freundschaft getan wie Dietrich Thurau."
1977 blieb das stärkste Jahr in Karriere Thuraus. In den Folgejahren konnte er mehr an seine Leistungen anknüpfen. Er gewann einmal die Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich und Meisterschaft von Zürich und erreichte bei den großen Rundfahrten einige Etappenerfolge. Die ihm stets prognostizierte wirklich Karriere blieb aber aus. Thurau musste sich wieder mit dem Vorwurf auseinandersetzen sein Talent ausgereizt zu haben was vor allem damit wird das er sich immer wieder für lukrativen winterlichen Sechstagerennen verpflichten ließ statt sich für die zu regenerieren.