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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 30. Oktober 2014 

Dioxin


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Als Dioxin oder Sevesogift bezeichnet man umgangssprachlich Tetrachlordibenzo-p-Dioxin .

Als Dioxine bezeichnet man im allgemeinen Sprachgebrauch eine von ähnlichen giftigen chlorierten organischen Verbindungen deren aus zwei Benzolringen besteht. Dioxine zählen zu den zwölf " dirty dozen bekannten organischen Giftstoffen welche durch die Konvention vom 22. Mai 2001 weltweit verboten

In seiner exakten chemischen Bedeutung bezeichnet Begriff eine heterozyklische Ringstruktur aus Kohlenstoff und

Inhaltsverzeichnis

Entstehung

Dioxin kann als Beiprodukt bei der dem Schmelzen oder Verbrennen von chlorhaltigen organischen entstehen z.B. in Müllverbrennungsanlagen metallindustriellen Anlagen oder der Herstellung von chlorierten Herbiziden ( Agent Orange )

Wirkungsweise

Dioxine sind fettlöslich. Sie sammeln sich lebendem Gewebe an so dass selbst geringste toxische Werte erreichen können.

Dioxin verursacht eine schwere Form von Akne (Chlorakne). Außerdem bindet es sich an Hormonrezeptoren der Zellen was die Funktionsweise und die genetischen der Zellen grundlegend verändert und zu verschiedensten von Krebs über Veränderungen des Immunsystems bis zu Geburtsfehlern führt.

Chemie

Stoffgruppe

Die Bezeichnung Dioxin wird oft unpräzise Es gibt ungefähr 210 Dioxine und Furane die im Allgemeinen unter dem Begriff zusammengefasst werden. Sie sind keineswegs alle gleich und unterteilen sich in zwei Klassen: Die Dibenzo-p-Dioxine (PCDD) und die Polychlorierten Dibenzofurane (PCDF).

TCDD

Das giftigste Dioxin ist das 2 7 8-TCDD (2 3 7 8-Tetrachlorodibenzo-p-Dioxin). Nur der 210 Dioxinverbindungen haben ein Chloratom an Positionen 2 3 7 8 und sind stark giftig.


Strukturformel von zwei Dioxinen

Struktur

Chemische Begriffe

Als Dioxin im eigentlichen chemischen Sinne man Stoffe mit einem heterozyklischen 6er-Ring mit zwei Sauerstoffatomen (C 4 H 4 O 2 ).

Ein Furan ist eine Verbindung mit heterozyklischen 5er-Ring mit einem Sauerstoffatom (C 4 H 4 O 1 ).

Allgemeine Bezeichnung "Dioxin"

Die Polychlorierten Dibenzo-p-Dioxine enthalten einen Dioxinring den sich zu beiden Seiten je ein anschließt. Analog enthalten die Polychlorierten Dibenzofurane eine mit zwei Benzolringen. An den Benzolringen sind nach Verbindung eine unterschiedliche Zahl von H-Atomen Chloratome substituiert - entscheidend für die Toxidität.

Beispiel: Im 2 3 7 8-Tetrachlorodibenzo-p-Dioxin z.B. zwei Benzolringe ("dibenzo") über zwei Sauerstoffatome "oxi") miteinander verbunden so dass zwischen den ein weiterer Ring entsteht eben mit den zwei Sauerstoffatomen. Diese stehen sich gegenüber also para-Stellung ("p"). An den C-Atomen rechts und dieser Grundstruktur ist nun der Wasserstoff durch substituiert ("2 3 7 8-Tetrachloro").

Geschichte

Der wohl bekannteste und schwerste Dioxinzwischenfall sich 1976 im italienischen Seveso ( Chemiekatastrophen ). Weitere Unfälle ereigneten sich in Love (Niagara Falls New York) und Times Beach Der massive Einsatz des dioxinhaltigen Agent Orange im Vietnamkrieg ist vermutlich verantwortlich für gesundheitliche Probleme Vietnamesen und Vietnamveteranen.

Weblinks



Bücher zum Thema Dioxin

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