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Polyklet


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Doryphoros des Polyklet

Polyklet (griech. Polykleitos ) war ein griechischer Bildhauer aus Argos der in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts v. Chr. wirkte und berühmte Bronzestatuen die allerdings nur in ihren römischen Marmorkopien sind.

Die von ihm gestalteten Bronzestatuen zeigen menschliche Figur leichtfüßig im klassischen Kontrapost schreitend oder stehend. Seine bekanntesten Werke der um 450 v. Chr. entstandene Doryphoros (Speerträger) und der um 430 geschaffene Diadumenos . Nur von Doryphoros sind Kopien erhalten geblieben und stehen Neapel /Nationalmuseum und in Florenz / Uffizien .

Polyklet verfasste auch eine theoretische Schrift Kanon in der er ideale Maßverhältnisse des Körpers beschrieb. Auch diese Schrift ist nicht ihrem Original erhalten und nur über römische bekannt die sich zu Polyklets Kanon äußern.

Idee und Bedeutung des Doryphoros (Speerträger)

Der Doryphoros ist die bekannteste Statue Polyklets. Er steht im Mittelpunkt jeder Beschäftigung dem polykletischen Kanon. Polyklet verfasste darüber eine

Ein Zitat aus dem Kanon besagt das Schöne Gute Richtige aus vielen Zahlen Der Kanon war also eine auf Maßen Maßverhältnissen beruhende Proportionslehre oder schloss sie ein. den polykletischen Kanon haben sich nicht nur Künstler bezogen. Auch Philosophen und Ärzte haben auf ihn berufen wenn sie sagen wollten ein Grundsatz ihrer eigenen Wissenschaft eine allgemeine besitze. Die antiken Quellen deuten darauf hin das rechte Maß (nicht zu groß nicht klein nicht zu dick nicht zu dünn) nur durch Zahlen zu gewinnen und nicht in en Körperformen zu gewinnen war. Auch eines Menschen Gefühlsausdrücke und andere Dinge können rechtes Maß zum Ausdruck bringen.

Tatsächlich verkörpert der Doryphoros das rechte in jedem Sinn in den Körperformen wie der Haltung die auch ein geistiger Ausdruck Erst dadurch nicht allein durch ideale Körpermaße sie das Musterwerk der griechischen Plastik werden.

Zum Kanon gehört auch die Wahl Themas die Nacktheit und das Lebensalter das in den ersten Mannesjahren zeigt nicht zu und nicht zu alt. Nicht eine oder Hälfte des Lebens sondern seine Mitte ist das rechte Maß. Lebensalter und Körpermaße befinden in einer ausgleichenden Mittellage.

Bei der Haltung hingegen sind die festgehalten die sich im Ganzen ausgleichen:

  • Ruhe und Bewegung
  • Spannung und Entspannung
  • Hebung und Senkung

Der bekannteste Ausdruck dieses Spiels der ist der Kontrapost. Nicht nur Stand- und sondern alle Bewegungsmotive von Kopf bis Fuß beim Doryphoros kontrapostisch entgegengesetzt. Der Doryphoros steht allen Seiten ausgeglichen da in vollkommender Harmonie auf dem Gleichgewicht von Gegensätzen beruht.

Mit dem Doryphoros hat Polyklet die Kunst in eine neue Welt erhoben. Bis hatte sich die Plastik von der archaischen zu einer freien Ponderation entwickelt die der Weise zu stehen und sich zu bewegen Auch der Doryphoros scheint vollkommen natürlich dazustehen. verkörperte er jedoch ein Gesetz das für Griechen universelle Gültigkeit besaß das Gleichgewicht der oder Gegensätze ihre gegenstrebige Harmonie. à Grundsätze Philosophie und Kunst z.B. Aristoteles’ Tugenddefinition.

Mit dem Doryphoros hat Polyklet der Plastik eine neue Aufgabe gestellt und sie alles erhoben was sie bisher geleistet hatte. Doryphoros hat stellt nicht nur einen Lanzenträger (wahrscheinlich Achill) wie andere Statuen einen Athleten oder Gott dessen Wesen sie erfassen sollen es mit Hilfe von Attributen oder durch bloße Gestalt. Bei ihm verwirklichen sich zugleich vollkommen ein Gesetz das für die Griechen Rang nicht nur eines allgemeinen Kunstgesetzes sondern Weltprinzips besaß.




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