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Dreikaiserbund


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Der Dreikaiserbund auch Dreikaiserbündnis genannt bezeichnet einen 1881 abgeschlossenen politischen Vertrag zwischen Deutschland Österreich-Ungarn Rußland der nach der Krise der Beziehungen Kaisermächte Ende der 70er Jahre des 19. Jahrhunderts das System des Dreikaiserverhältnisses wiederherstellte.

Nach dem Zerfall des Dreikaiserabkommens ( 1873 ) war es Ende 1879 das diplomatische Ziel Otto von Bismarcks - der unter dem Druck der Auswirkungen der Annexion Elsaß-Lothringens stand (Reichsland Elsaß-Lothringen) - neben der der Bündnispläne mit Österreich-Ungarn die Verbindung nach nicht abreißen zu lassen.

Diese Rußlandpolitik wurde durch die internationale zu Beginn der 80er Jahre des 19. begünstigt. Rußland war durch die österreichische und Gegnerschaft und durch eine vorübergehende deutsch-französische Annäherung kolonialen Fragen völlig isoliert. Die schwere innere des Zarismus bestimmte die russische Regierung zusätzlich in die alten Bahnen einer Politik der Solidarität einzulenken.

Als Bismarck Anfang 1880 zu verstehen gab daß die deutsche keine Abmachungen gegen und ohne Österreich abschließen übermittelte der russische Botschafter am 6. Februar 1881 den Entwurf zu einem neuen Dreikaiservertrag. Verhandlungen über die Erneuerung des Dreikaiserverhältnisses waren des unverminderten russisch-österreichischen Balkangegensatzes kompliziert und langwierig.

Wien war nur zögernd bereit Bismarcks auf Abschluß einer neuen Dreierallianz nachzugeben. Der 18. Juni 1881 in Berlin unterzeichnete Dreikaiserbund - im zum Dreikaiserabkommen von 1873 kein bloßer Konsultativpakt ein dreiseitiger Neutralitätsvertrag - verpflichtete bei dreijähriger die Vertragspartner zu wohlwollender Neutralität wenn eine drei Mächte in einen Krieg mit einer Großmacht verwickelt war.

Deutschland sicherte sich dadurch die Neutralität in einem französisch -deutschen Krieg während Rußland Neutralität Deutschlands und Österrreich-Ungarns in einem Krieg England oder die Türkei gewann. Die Kaisermächte sich zur Respektierung der gegenseitigen Interessen auf Balkanhalbinsel und versprachen Veränderungen im territorialen Besitzstande europäischen Türkei nur auf der Grundlage gemeinsamer vorzunehmen.

Die Vertragspartner bekräftigten den Grundsatz der der Meerengen vom Bosporus und der Dardanellen und erklärten in einem Zusatzprotokoll eine Vereinigung Bulgariens mit Ostrumelien nicht zu verhindern. Das des Dreikaiserbundes war ein wichtiger außenpolitischer Erfolg

Die sich 1878 / 1879 mit der Entfremdung Rußlands abzeichnende Gefährdung außenpolitischen Stellung Deutschlands wurde 1881 mit der Rußlands auf den Boden der Dreikaiserpolitik wesentlich Der das Dreikaiserverhältnis immer belastende russsisch-österreichische Balkangegensatz auch durch den Dreikaiserbund von 1881 auf Dauer nicht überbrückt werden.

Zwar konnte der Dreikaiserbund am 27. März 1884 im Zeichen latenter Spannungen zwischen Wien Petersburg noch einmal verlängert werden aber die 1887 fällige Verlängerung kam wegen des erneut Ausbruchs der russisch-österreichischen Rivalität in der Bulgarischen 1885/1886 nicht mehr zustande.

siehe auch Militärkonvention zwischen Frankreich und Rußland 1893



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