Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 26. November 2014 

Dritter Kreuzzug


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Der dritte Kreuzzug ( 1189 - 1192 ) war ein von der Kirche geförderter zur Rückeroberung Jerusalems von den Moslems. Der Kreuzzug wurde Philipp II. von Frankreich Richard I. von England und Kaiser Friedrich I. angeführt und erreichte lediglich die Eroberung Stadt Akkon durch die Kreuzfahrer. Kaiser Friedrich I. im Verlauf des Kreuzzuges ums Leben.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen des dritten Kreuzzuges

Nach dem gescheiterten zweiten Kreuzzug gerieten die Kreuzfahrerstaaten immer stärker in Im Jahre 1154 eroberte Nur ad-Din Emir von Mossul aus der Dynastie der Zengiden das Damaskus wohin er seinen Hauptsitz verlagerte. Im 1169 schickte Nur ad-Din den kurdischen Feldherren Saladin und dessen Onkel als Truppenführer eines gegen die Kreuzfahrer nach Ägypten . Der Feldzug endete mit der Beseitigung schiitischen Fatimiden - Kalifats von Kairo durch Saladin im Jahre 1171 nachdem der Kalif verstorben war. Eigenmächtig sich Saladin - Sohn des Ayyub - Sultan von Ägypten und begründete die Dynastie der Ayyubiden . Dadurch kam es zu schweren Konflikten Nur ad-Din welcher aber 1174 starb. Daraufhin besetzte Saladin Damaskus und Teile Syriens . 1183 gelang ihm die Einnahme Aleppos drei Jahre später eroberte er Mossul . Nachdem Saladin seine moslemischen Feinde besiegt wandte er sich den Kreuzfahrerstaaten zu die nun in einer Umklammerung befanden. Mit einem Heer zog er Richtung Palästina wo er am 4. Juli 1187 in der Schlacht bei Hattin ein Kreuzfahrerheer vernichtend schlug. Nach dieser konnte Saladin den Kreuzfahrern nahezu ungehindert Städte Akkon entreißen und einen Großteil des Königreichs erobern. Am 2. Oktober nahmen Saladins Truppen kurzer Belagerung Jerusalem ein wobei sie die die gefangen genommen wurden relativ milde behandelten. Kreuzfahrer kontrollierten nun nur noch Tyros Tripolis und Antiochia die Saladin im folgenden Jahr ebenfalls Die Nachricht von der Eroberung Palästinas durch löste in Europa große Bestürzung aus. Papst Urban III. starb angeblich sogar aus Bestürzung darüber. Forderung nach einem neuen Kreuzzug wurde schnell Im Oktober rief Papst Gregor VIII. zum Kreuzzug auf. Als Gregor nach nur zwei im Pontifikat starb übernahm sein Nachfolger Clemens das Propagieren des Kreuzzugs.

Verlauf des dritten Kreuzzuges

Der Kreuzzug Friedrichs I.

Als erster Herrscher zeigte sich im 1187 Wilhelm II. der normannische König Siziliens zur Teilnahme Er schickte umgehend 50 Galeeren die erheblich Erfolg der Verteidigung von Tripolis beitrugen. Der Kaiser Friedrich I. Barbarossa nahm 1189 das Kreuz gemäß seiner Vorstellung vom und universalen Charakter des Kaisertitels. Im Mai er mit dem vermutlich größten Kontingent das ein einzelner Fürst zu einem Kreuzzug beisteuerte Regensburg auf. Einige Zeit später folgten ihm englische König Richard I. und der französische Philipp II. die sich im ständigen Konflikt die englischen Lehen in Westfrankreich befanden. Im Mai 1189 brach Friedrich I. mit einer großen von Regensburg aus auf. Er wurde von mehreren des deutschen Hochadels begleitet darunter Leopold V. von Österreich. Das deutsche Kreuzfahrerheer wählte Landweg über den Balkan doch reiste es nicht über Konstantinopel da es einen Konflikt zwischen Friedrich und dem byzantinischen Kaiser Isaak II. gab. der großen außen- und innenpolitischen Probleme des Reiches war Isaak II. ein Bündnis mit zur Entlastung seines Reiches eingegangen. Deshalb mied Kreuzfahrerheer die byzantinische Hauptstadt Konstantinopel und wählte Seeweg über die Dardanellen . Die Kreuzfahrer bahnten sich einen Weg Kleinasien wo sie von den türkischen Seldschuken angegriffen wurden. Im Mai 1190 gelang dem Kreuzfahrerheer ein Sieg über Seldschuken bei Ikonion doch am 10. Juni ertrank Friedrich in Kilikien beim Bad im Fluss Saleph (heute: Ein großer Teil des Heeres kehrte demoralisiert Deutschland zurück während die verbliebenen Kreuzfahrer unter von Friedrichs Sohn dem Herzog von Schwaben dem Landweg nach Palästina weiterreiste. Im Oktober 1190 erreichten die Reste von Kaiser Friedrichs Akkon.

Der Kampf um Akkon

Nachdem sie durch die Einführung einer in ihren Königreichen die finanziellen Mittel für Kreuzzug aufwenden konnten und kriegerische Konflikte miteinander hatten brachen Richard I. von England und II. von Frankreich im Jahre 1190 nach Palästina auf. Über den Seeweg beide Ende des Jahres Sizilien wo sie überwinterten. Philipp setzte die direkt nach Palästina fort während Richard zuvor Zypern an Land ging. Zypern hatte jahrhundertelang byzantinischen Reich gehört bis es im Jahre 1184 seine Unabhängigkeit erlangte. Richard eroberte die die zu einem weiteren Kreuzfahrerstaat werden sollte. April 1191 traf Philipp mit seinen Truppen in ein knapp sieben Wochen später folgte Richards Das primäre Ziel der Kreuzfahrer war Akkon seit August 1189 durch Guido von Lusignan belagert wurde. von Lusignan war der ehemalige König von der seine verbliebenen Truppen aufgeboten hatte um Stadt einzunehmen was aber am zähen Widerstand Verteidiger scheiterte. Auch das Eintreffen der restlichen Kreuzfahrer im Oktober 1190 änderte die Lage Zudem waren die Belagerer wiederum von Truppen eingeschlossen.

Durch das Eintreffen der englischen und Kreuzfahrer kam allmählich Bewegung in die festgefahrene Das Entsatzheer Saladins wurde in die Flucht und es wurden nun Belagerungsmaschinen gegen Akkon Im Juli wurde gegen den Willen Saladins Übergabe der Stadt an die Kreuzfahrer vereinbart wurde ein hohes Lösegeld für die moslemischen der Stadt ausgehandelt. Als die Zahlung nicht genug erfolgte soll Richard die Ermordung mehrerer moslemischer Gefangener angeordnet haben. Wenige Wochen nach Einnahme Akkons reisten Philipp II. und Leopold mit denen sich Richard zerstritten hatte mit Truppen ab. Nachdem Philipp sich wieder auf Boden befand machte er sich unverzüglich daran englischen Lehen zu erobern.

Richards Kreuzzug

Richard führte den Kreuzzug weiter und mit seinen zahlenmäßig unterlegenen Truppen mehrere Siege Saladin. Es gelang ihm einen Küstenstreifen zwischen und Jaffa zu erobern aber ein Angriff Jerusalem der sich bis zum Sommer 1192 hinzog scheiterte. Zudem erfuhr Richard dass sein jüngster Bruder Johann in England zu einem Usurpator entwickelte dass Philipp II. die englischen Lehen in angriff. Aufgrund dieser Entwicklungen strebte Richard Waffenstillstandsverhandlungen Saladin an. Im September 1192 kam es zu einem Abkommen zwischen den beiden Herrschern die Eroberungen Richards an der Küste Palästinas und christlichen Pilgern den Besuch Jerusalems ermöglichte. einigten sich die beiden Herrscher auf einen Waffenstillstand. Richard belehnte Guido von Lusignan mit und verließ Ende September Palästina womit der Kreuzzug beendet war. Als er auf der durch österreichische Lande kam ließ ihn Leopold und lieferte ihn schließlich an Kaiser Heinrich VI. aus. Erst nach der Zahlung eines Lösegeldes und dem Schwur des Lehnseides wurde 1194 freigelassen.

Folgen des Kreuzzuges

Der dritte Kreuzzug hatte sein Ziel Rückeroberung Jerusalems verfehlt. Die Präsenz der Kreuzfahrer Nahen Osten konnte aber durch die Gründung Kreuzfahrerstaates Zypern und die Wiedererrichtung des Königreichs - mit Akkon als neuer Hauptstadt - gesichert werden. Bereits während der Belagerung von gründeten deutsche Kreuzfahrer eine Bruderschaft zur Krankenpflege der sich im Jahre 1198 der Deutsche Orden mit Sitz in Akkon entwickelte. Der Kreuzzug zeigte am deutlichsten das sich die Interessen der teilnehmenden Herrscher nicht mit der vom gemeinsamen Kampf der Christen vereinen ließen.

Siehe auch: Kreuzzüge



Bücher zum Thema Dritter Kreuzzug

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Dritter_Kreuzzug.html">Dritter Kreuzzug </a>