Die Ausdrücke sind oft regionalspezifisch; viele schon etliche Jahrhunderte alt und seit ihrer teilweise auch in die Umgangssprache übernommen worden ("Jemandem eins hinter die geben"). Zu unterscheiden ist die Jägersprache vom Jägerlatein das übertriebene Erlebnisgeschichten darstellt in denen der Erzähler meist der Jägersprache bedient.
Die Jägersprache hat ihre Ursprünge zum in der präzisen Beschreibung von Naturbeobachtungen und des zu erlegenden Wildes (als reine Jagdsprache) zum anderen in bewussten Absetzung zum "gemeinen Volk" (insbesondere den zur Verklärung neigenden "Bauernjägern").
Die Verwendung und Pflege der Jägersprache der Jägerschaft gehört zum jagdlichen Brauchtum. Nichtjägern verwendet der (rücksichtsvolle) Jäger die Jägersprache nach nicht um Verständnisprobleme zu vermeiden.
| Ansitz | der Ort wo der Jäger auf wartet; typischerweise ein "Hochsitz" |
| ansprechen | das Wild erkennen und Alter Geschlecht Gesundsheitszustand feststellen |
| auf der Strecke bleiben | siehe Strecke |
| Ausfahrt | Ausgang eines Fuchs- Dachs - oder Kaninchenbaus (Gegenteil: Einfahrt) |
| Bruch | Abgebrochener grüner Zweig von Laub- oder Wird als Bruchzeichen bei erlegtem Wild (Wildbruch letzter Bissen) sowie zur Verständigung der Jäger sowie als Schmuck verwendet. |
| Changieren | wenn der Schweißhund von einer angenommenen auf eine andere wechselt |
| die Flinte ins Korn werfen | umgangssprachlich: aufgeben |
| down! nieder! Platz! oder runter! | Befehl für den Jagdhund sich in Haltung niederzulegen |
| durch die Lappen gehen | Der Begriff geht auf die in Lappjagd zurück: das zu bejagende Gebiet wird um das Wild daran zu hindern den zu verlassen. Tut es dies dennoch so es durch die Lappen'. In Mitteleuropa werden zur Wildschadensverhütung benutzt. Lappjagd ist nicht verboten. Osteuropa ist die Lappjagd heute noch üblich. umgangssprachlich: etwas geht (eigenmächtig) verloren |
| Erdhund Bauhund | Sammelbegriff für Hunderassen (Dackel und Terrier) zur Jagd im Bau von Fuchs Dachs verwendet werden |
| etwas aufs Korn nehmen | umgangssprachlich: etwas anvisieren |
| feuchten nässen | Harn lassen des Wildes |
| Fährtenkunde | Lehre von den Spuren und Fährten Wildarten. |
| Halali | Tusch mit dem Jagdhorn bei der auch "zum Halali blasen" |
| Hochwild | Wild das früher nur vom Hochadel werden durfte |
| Hubertus | Der heilige Hubertus gilt als Schutzpatron der Jäger |
| Jagdgöttin | In der griechischen Mythologie Artemis in der römischen Diana . |
| Kirrung | Stelle an der Futter zum Anlocken Wildes ausgelegt wird |
| kümmern | kränkeln |
| letzter Bissen | der "Bruch" der dem erlegten Stück Zeichen der Versöhnung in den "Äser" gesteckt |
| Licht | Bezeichnung für das Auge bei Schalenwild. Federwild hat "Augen" |
| Luder | totes Tier das zum Anlocken von ausgelegt wird |
| Nasenbremsen Rachenbremsen | Sammelbezeichnung für mehrere Gattungen von Fliegen deren Larven Dasseln in den Luftwegen Schalenwildes schmarotzen und Entzündungen verursachen. |
| Niederwild | Wild das früher auch vom niederen gejagt werden durfte (vgl. Hochwild) |
| Oculi | Vierter Sonntag vor Ostern . Gilt als Beginn des Balzfluges der |
| Pirsch | leises Durchstreifen des Revieres |
| Schlag | - Schlag mit den Waffen des Keilers den auch Bissverletzung durch ein Wildschwein: vom Keiler geschlagen
- Ruf der Wachtel (Wachtelschlag) und einzelne Knappgeräusche Balzgesang des Auerhahns
- Hunderassen können in leichten und schweren Schlag werden
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| Schweiß | aus dem Tierkörper austretendes Blut |
| sich an den Hut stecken | umgangssprachlich: ein Ziel aufgeben |
| sich mit fremden Federn schmücken | umgangssprachlich: Lob einstreichen für etwas das garnicht selber getan hat |
| sich ins Gehege kommen | umgangssprachlich: sich gegenseitig behindern |
| Stück | wird in dem Sinne "Tier" benutzt: männliches Stück |
| Tritt | - Auch Trittsiegel genannt: Abdruck eines einzelnen Laufes allem Haarwild.
Die Aneinanderreihung einzelner Tritte ergibt die Fährte die Spur - In der Zusammensetzung Kreuztritt Beitritt Abtritt Schlosstritt Rothirsch
- Bezeichnung für die Füße der Hühner kleinerer Vögel und der Tauben
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| ungerade | Geweih oder Gehörn dessen Stangen eine Endenzahl tragen ungerader Sechserbock |
| von etwas Wind bekommen | umgangssprachlich: per Gerücht auf etwas aufmerksam |
| Vorstehhund | Sammelbegriff für die Jagdhundrassen die Niederwild d.h. in Lauerstellung zu verharren wenn sie wittern |
| winden Wind bekommen | riechen |
| Wurf | Nachwuchs |
| Wildspezifische Ausdrücke |
| Fuchs |
| dick gehen | Trächtigkeit |
| Fang | Maul |
| Feuchtglied | männl. Geschlechtsteil |
| Fähe | weiblicher Fuchs |
| Geheck | Nachwuchs des Raubwildes insbesondere des Fuchses |
| Lunte / Standarte | Schwanz |
| Ranzzeit | Paarungszeit |
| Rüde | männliches Tier |
| Schnalle/Nuss | weibl. Geschlechtsteil |
| Welpen | Nachwuchs |
| wölfen | Geburtsakt |
| Federwild |
| ausfallen der Jungen | schlüpfen |
| Balg | Haut mit Federn |
| Balzzeit | Begattungszeit |
| Malerfeder Schnepfenfedern oder Schnepfengrandeln | das kleine vor der ersten Schwungfeder Flügel sitzende Federchen der Waldschnepfe des Auerhahns des Fasans . Früher zum Malen feinster Striche verwendet; auch Trophäe gebräuchlich. |
| Ständer | Beine und Füße |
| Hase |
| Balg | Haut |
| Blume | Schwanz |
| inne haben | Trächtigkeit |
| Löffel | Ohren |
| Quarthase | Junghase der etwa ein Viertel seiner Größe erreicht hat. |
| Rammelzeit | Paarungszeit |
| Seher | Augen bei Haarraubwild Hase Kaninchen Biber und Murmeltier |
| Wolle | Haarkleid |
| Rot- Dam- und Rehwild allgemein |
| beschlagen sein | Trächtigkeit |
| Brunftrute | männl. Geschlechtsteil |
| Decke | Haut |
| Feuchtblatt | weibl. Geschlechtsteil |
| Kahlwild | Alles weibliche Wild und die Kälber Geschlechter weil sie im Gegensatz zum Hirsch dem Haupt "kahl" sind. |
| Lauscher | Ohren |
| Mönch | geweihloser männlicher Hirsch |
| Rose | Verdickung am unteren Ende des Geweihs |
| Äser | Maul |
| Setzen | Geburtsakt |
| Wedel | Schwanz |
| Zukunftsbock Zukunftshirsch | vielversprechende Rehböcke und Hirsche die noch sind und daher geschont werden. Gegensatz: Abschussbock und Abschusshirsch. |
| Rot- und Damwild |
| Hirsch | männliches Rotwild |
| Kalb | Nachwuchs |
| Platzhirsch | Stärkster Hirsch eines Brunftplatzes; bei Auer- Birkhahn gibt es entsprechend den Platzhahn |
| Röhren | Lautäußerung des Hirsches |
| Schmaltier | weiblicher Rothirsch vor dem 2. Lebensjahr |
| Tier | weiblicher Rothirsch |
| Träger | Hals |
| Rehwild |
| Bock | männliches Reh |
| Kitz | Nachwuchs |
| Ricke | weibliches Reh |
| Schmalreh | siehe Schmaltier |
| Sprung | Gruppe von Rehwild (meist im Winter ) |
| Schwarzwild |
| Bache | weibliches Wildschwein |
| Frischen | Geburtsakt |
| Frischling | Nachwuchs |
| Gebrech | Maul |
| Gewaff | siehe Waffen |
| Keiler | männliches Wildschwein |
| Pürzel | Schwanz |
| Rauschzeit | Paarungszeit |
| Rotte | Gruppe von Sauen aber keine Bache Frischlingen. Auch umgangssprachlich: "zusammenrotten". |
| Schwarte | Haut |
| Teller/Schüsseln | Ohren |
| Waffen | - Gewaff: die hervorstehenden Eckzähne im Oberkiefer (Haderer) und Unterkiefer (Gewehre Hauer oder Wetzer) des Keilers .
- Die Klauen des Luchses und der Wildkatze
- Die Krallen der Greifvögel
- Als "kalte Waffen" des Jägers bezeichnet man verschiedene Arten von Messern .
Gewehre und andere Schusswaffen werden in der Jägersprache als Feuerwaffen bezeichnet |