Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Ein dynamisches System beschreibt die zeitliche Veränderung von Größen die möglichen Bewegungsabläufe eines Pendels oder die Veränderung von Populationszahlen zweier konkurrierender Spezies (z.B. und Beute).
Man unterscheidet zwischen diskreten und kontinuierlichen dynamischen Systemen. Bei einem diskreten System die betrachteten Größen Funktionen einer ganzzahligen Variablen n genannt) bei kontinuierlichen Systemen sind sie einer reellen Variablen (meist t genannt).
Wichtigstes Beispiel für kontinuierliche dynamische Systeme die Lösungen eines Systems gewöhnlicher Differentialgleichungen . Diskrete dynamische Systeme erhält man z.B. man die Lösungen einer Differentialgleichung nur in Zeitabständen auswertet. Ein weiteres wichtiges Beispiel sind Rekursionen der Form <math>x_{n+1} = F(x_{n})</math> wobei Anfangswert <math>x_0</math> vorgegeben ist.
Formal ist ein kontinuierliches dynamisches System <math> \mathcal{C}^1 </math> Abbildung <math> \Phi : \times \mathcal{U} \rightarrow \mathcal{U} </math> wobei <math> </math> eine offene Teilmenge des <math> \mathbb{R}^n oder einer differenzierbaren Mannigfaltigkeit ist mit den Eigenschaften
<math> (a) \Phi(0 x) = x </math> alle x und
<math> (b) \Phi(t \Phi(s x)) = \Phi(s+t </math> für alle s t und x.
Diese Definition gilt analog auch für dynamische Systeme wenn man <math> \mathbb{R} </math> <math> \mathbb{Z} </math> und die Variable t durch n ersetzt.
(a) bedeutet dass "sich die Lösung 0 Zeiteinheiten im Ausgangszustand befindet". (b) bedeutet man zunächst in s Zeiteinheiten von a <math> \Phi(s x) </math> gelangt und anschließend t Zeiteinheiten von <math> \Phi(s x) </math> <math> \Phi(s+t x) </math>.
In der Theorie dynamischer Systeme interessiert sich besonders bei gegebenem x für das von Lösungen <math> t \rightarrow \Phi(t x) für <math> t \rightarrow \pm \infty </math> für <math> n \rightarrow \pm \infty </math>)
Die wichtigsten Grenzmengen sind Fixpunkte und periodische Orbits . Gerade in nichtlinearen Systemen trifft man auch komplexe nichtperiodische Grenzmengen an. Diese werden in der Chaostheorie ausführlich untersucht.