Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Als Dysphagie oder Schluckstörung wird das abklärungsbedürftige Problem bezeichnet vorgekaute mittels der am Schluckakt beteiligten Strukturen in Magen zu transportieren. Schluckstörungen haben erhebliche Beeinträchtigungen körperlichen psychischen und sozialen Wohlbefindens zur Folge.
Druckgefühl oder Schmerzen im Hals hinter Brustbein oder im Oberbauch ; Globussyndrom ; Würgen während des Schluckakts; Husten während der Mahlzeit bei aufgrund der Aspiration d. h. des Übertritts von Nahrung die Luftröhre; im Alter "Sabbern"
45 Prozent der älteren Leute über Jahre leiden an Schluckbeschwerden wobei sich neurologische und allgemeine chronische Erkrankungen aufgrund der im oftmals bestehenden Multimorbidität in der Regel gegenseitig negativ beeinflussen.
Es gibt vielfältige Gründe für eine Prinzipiell kann man sagen dass eine psychische um so eher angenommen werden kann je der Patient ist und je wechselnder die sind. Zwar kann schon das Auftrteten des Hinweise auf eine psychische Genese der Probleme geben prinzipiell ist jedoch Schluckstörung sorgfältig abzuklären.
Fehlfunktionen bei zahnärztliche oder kieferorthopädische Problemen: Fehlbiss schlecht sitzende und Infektionen mit den dabei möglichen die betreffenden funktionellen Störungen.
Ein ungestörter Schluckvorgang dient nicht nur lebenserhaltenden Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme sondern ist auch die Vermittlung von Genuss und Wohlbefinden unerlässlich. Somit kann eine des Schluckakt selbst auf Störungen der psychischen hinweisen - nachdem körperliche Ursachen ausgeschlossen wurden. der Patient meint "nicht alles schlucken" - mag heißen: sich nicht alles gefallen lassen zu können zwingt somit zur Abklärung der Lebensumstände.
Beobachtung des Schluckakts (Beweglichkeit des Adamsapfels )
Überprüfung des Würgreflexes und der anderen am beteiligten Muskeln durch Neurologen und/oder Logopäden ; bei Zungenfehlfunktion und Störungen der anderen willkürlichen Schluckakt beteilgten Muskeln
Jeder Schluckakt birgt dabei die Gefahr sich Nahrung und Flüssigkeit (auch den eigenen zu "verschlucken" und letztlich in tiefere Lungenanteile aspirieren . Demzufolge kann sich eine Aspirationspneumonie entwickeln bei Schlaganfallpatienten z.B. für 20% der Todesfälle im Erkrankungsjahr verantwortlich ist.
Da im Alter auch das Geschmacks- Geruchsempfinden beeinträchtigt sind und der Appetit aus meist unbekannten Gründen abhanden gekommen kann eine auch geringfügige Schluckstörung letztlich zur Nahrungsverweigerung mit allen Folgeproblemen wie Gewichtsabnahme Exsikkose weiterer Reduktion des Allgemeinzustands führen.
Die Behandlung richtet sich nach den der körperlichen oder psychosomatischen Untersuchungen. Eine PEG (perkutane endoskopische Gastrostomie) kann indiziert sein.
Schluckstörungen - Diagnostik und Rehabilitation - von Bartolome G. Buchholz D. H. Hannig C. Neumann S. Prosiegel M. H. Wuttge-Hannig A.; Urban und Fischer München 2.Auflage