Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 26. Mai 2012 

Ebay


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Ebay ist der weltweit umsatzstärkste Anbieter von Internet - Auktionen . Das Unternehmen wurde im September 1995 von Pierre Omidyar in den USA gegründet. Inzwischen nutzen mehrere Millionen Menschen Plattform um Waren zu er- oder versteigern; Firma ist in 27 Ländern der Welt

Im Jahr 2003 wurden über Ebay Waren und Dienstleistungen Wert von 24 Mrd. US-Dollar umgesetzt dafür 971 Millionen Artikel zum Verkauf angeboten.

Ebay ist eine der wenigen Firmen welche das Platzen der sog. Dotcom-Blase überlebt haben und mittlerweile profitabel wirtschaften.

Siehe auch: Internetrecht

Inhaltsverzeichnis

Ebay Deutschland

In Deutschland finanziert sich Ebay über Angebotsgebühr die zwischen EUR 0 25 und 4 80 je Artikel liegt sowie über Provision in Höhe von zwei bis fünf die dem Verkäufer bei einem erfolgreichen Verkauf Rechnung gestellt wird.

Die deutsche Ebay GmbH wurde 1999 in Berlin gegründet; Mitte 2000 wurde der Geschäftssitz in den Europarc in der Nähe Berlins verlegt.

eBay Deutschland hatte zu Beginn des 2004 knappe 7 Millionen Mitglieder und ist Marktführer.

Kritik

Unzureichender Datenschutz

Das Auktionshaus ist zwar bei vielen beliebt aber auch aufgrund einer fragwürdigen Handhabung Datenschutzes heftig umstritten ( [1] [2] [3] ).

Fehlen einer Identitätsfeststellung

Ein besonders gravierendes Problem ist das Fehlen einer eindeutigen Identitätsfeststellung bei der Eröffnung von neuen Ebay-Konten. eine sichere Identitätsfeststellung (z.B. über Postident ) durchzuführen holt Ebay seit Februar 2003 nur eine Schufa -Auskunft über den Neukunden ein ( [4] ). Dieser Mangel führt zu einer wachsenden von Identitätsdiebstählen und diese wiederum zu einem exponentiellen der Betrugsfälle.

Ein prominentes Opfer eines solchen Identitätsdiebstahls der Bundestagsabgeordnete Uwe Göllner in dessen Namen bei Ebay ein für 90.000 Euro sowie ein Solarium für 30.000 Euro ersteigert wurden (vgl. Bericht Internet-Betrug: Teure Scherze. Unbekannte steigern bei Ebay-Auktionen Politikernamen und schädigen Anbieter Focus 02/2004 vom 05.01.2004).

Am 12. Februar 2004 hat das Amtsgericht Potsdam unter dem 22 C 70/04 in einem ähnlichen Fall einstweilige Verfügung gegen Ebay erlassen (vgl. [5] ) worin dem Auktionshaus unter Androhung eines in Höhe von bis zu Euro 250.000 ersatzweise Ordnungshaft von bis zu 6 Monaten jeden Fall der Zuwiderhandlung verboten wird Teilnehmer der Identität eines Dritten zum Handel auf Internetplattform zu registrieren ( [6] [7] ).

Intransparenz

Ebay gibt keine konkreten Angaben über Anzahl der über die Plattform durchgeführten Betrugsfälle bekannt bezeichnete im Oktober 2003 jedoch Prozentsatz von 0 01 Prozent der Angebote betrügerisch; bei den rund 670 Millionen Auktionen im Jahr 2002 durchgeführten wurden würde dieser Prozentsatz also 67.000 Betrugsfällen entsprechen ( [8] ).

Die Berliner Zeitung zitierte am 20. Januar 2004 in dem Artikel Starker Anstieg der Betrugsfälle bei Ebay eine amtliche Statistik des Landeskriminalamtes (LKA) nach dem die Zahl der angezeigten Betrugsfälle im Jahr 2003 um 132 8 Prozent auf 2.305 gestiegen sei. Im Jahr 2002 waren in noch 990 Betrugsfälle registriert worden.

Versteigerung illegaler Güter

Ebay gerät auch immer wieder in Kritik da auf der Auktionsplattform kontinuierlich illegale versteigert würden ohne dass Ebay ausreichende Anstrengungen diese Vorgänge zu unterbinden; neben menschlichen Organen Nieren ( [9] ) wurde beispielsweise wiederholt rechtsextremistisches Propagandamaterial ( [10] ) illegale Musikkopien ( [11] ) Raubkopien von Software ( [12] ) oder Hehlerware bzw. Diebesgut ( [13] [14] ) über Ebay versteigert.

Anfang Februar 2004 dokumentierte die Tierschutzorganisation Komitee gegen den Vogelmord e. V. dass bei Ebay geschützte Tierarten in Umfang gehandelt würden; allein im Januar 2004 seien hunderte geschützter Vogelarten insbesondere Greifvögel und Eulen Dutzende Bären - und Raubkatzenfelle Elfenbeinprodukte sowie Schädel von Leoparden Delphinen und Belugawalen versteigert worden. In der exemplarischen Studie "Wilde Tiere unterm Hammer - Dokumentation des mit geschützten Arten bei Ebay" wurden innerhalb von 30 Tagen mehr 1.500 illegale Tierauktionen bei Ebay erfaßt. Vergleichbare hat auch der Naturschutzbund NABU bereits seit erhoben ( [15] [16] [17] ).

Daneben wurden beispielsweise 2003 vermehrt Tankquittungen versteigert die ihrem Erwerber dienten Steuern zu sparen. Auch hier schritt nur zögerlich und nach mehreren Hinweisen ein.

Viele Verkäufer bei Ebay sind zwar gewerblich tätig geben sich aber als Gelegenheitsverkäufer und geben die Einkünfte nicht beim Finanzamt Die Finanzbehörden scannen daher die Angebote bei regelmäßig mit dem Robot XPIDER auf der nach nicht deklarierten Einkünften ( [18] [19] ).

Position Ebays

Das Unternehmen Ebay hält dagegen dass die Versteigerungen nicht selbst ausrichte sondern lediglich als Makler zwischen Verkäufern und Käufern auftrete. So Ebay sich selbst auch nicht als Auktionshaus als "Online-Marktplatz". Daher sei Ebay als Vermittler verantwortlich zu machen für Betrügereien die auf bereitgestellten Plattform durchgeführt würden; in diesem Sinne auch das Landgericht Düsseldorf im Urteil vom Oktober 2002 (Aktenzeichen: 4 a O 464/01) [20] und vergleichbares Urteil vom Landgericht Potsdam 10. Oktober 2002 in einem ähnlichen Fall).

Weblinks




Bücher zum Thema Ebay

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/EBay.html">Ebay </a>