Am 18. April 1951 wurde in Paris die Europäische Gemeinschaft Kohle und Stahl ( EGKS Montanunion) gegründet. Der EGKS-Vertrag trat am 23. Juli 1952 in Kraft und lief - wie Vertrag vorgesehen - nach 50 Jahren am Juli 2002 aus.
Am 27. Mai 1952 wurde in Paris der Vertrag über die Gründung der Verteidigungsgemeinschaft (EVG) unterzeichnet in der die westeuropäischen aufgehen sollten. Die Gründung der EVG scheiterte an der französischen Nationalversammlung welche die Ratifizierung des EVG-Vertrags am 30. August 1954 ablehnte. Daraufhin wurde in Deutschland die Bundeswehr gegründet.
Am 25. März 1957 wurden in Rom ( Römische Verträge ) die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft ( EWG ) und die Europäische Atomgemeinschaft ( Euratom bzw. EAG) gegründet. Die Römischen Verträge zu Beginn des Jahres 1958 in Kraft.
Wichtigstes Ziel der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft war die Bildung einer Zollunion zwischen ihren Mitgliedern. Dieses Ziel wurde 1968 erreicht. Zweiter Schwerpunkt war die Gemeinsame die in der Folgezeit die Gemeinschaft zu drohte. Zur Mitte der siebziger Jahre wendete EWG fast 90% ihres Haushaltes für Subventionen die Landwirtschaft auf. Der hohe Agraranteil war dadurch dass kein anderer Subventionsbereich auf die EWG-Ebene wurde. Bei anderen Vorhaben z.B. der Herstellung Binnenmarktes die in den Römischen Verträgen als der EWG formuliert worden waren kam man wenig voran wie bei der Bildung einer Währungsunion die 1970 erstmals ernsthaft diskutiert wurde (Werner-Plan). Lähmend auch der faktische Zwang zur Einstimmigkeit bei im Ministerrat der in den Verträgen nicht war seit 1966 aber herrschte (sog. Luxemburger Kompromiss).
Diese Lähmung der EWG wurde durchbrochen die erste Reform des Vertragswerkes die 1985 verabschiedete Einheitliche Europäische Akte . Mit ihr wurde einerseits die Vollendung Binnenmarktes bis zum 31. Dezember 1992 zum verbindlichen Ziel erklärt. Bis dahin alle Hindernisse für den freien Waren- Dienstleistungs- und Kapitalverkehr zwischen den Mitgliedern beseitigt werden sog. Vier Freiheiten ). Andererseits wurden auch die Entscheidungsprozesse reformiert dass Beschlüsse leichter gefasst werden können; Insbesondere in Binnenmarktfragen das Prinzip der Einstimmigkeit weitgehend und durch das der qualifizierten Mehrheit ersetzt. Um wirtschaftlich rückständigen Regionen den schmackhaft zu machen wurde außerden eine EU-Regionalpolitik Vertragswerk verankert. Um bei der Schaffung des voran zu kommen verabschiedete der Ministerrat das Vollendung des Binnenmarktes" in dem etwa 400 Maßnahmen aufgeführt wurden die bis 1992 umzusetzen waren. Dies gelang auch weitgehend der Binnenmarkt trat fristgerecht in Kraft.
Wichtigste innerinstitutionelle Änderung des Vertrags von war die Einführung des Mitentscheidungsverfahrens das den Volksvertern im Europäischen Parlament das Mitentscheidungsrecht in vielen Themen garantiert.
Im Vordergrund der Debatten steht die der sogenannten "qualifizierten Mehrheit" bei Abstimmungen im Europäischen Rat und im Ministerrat . Deutschland und Frankreich befürworten die vom vorgeschlagene Formel (einfache Mehrheit der Mitgliedstaaten (50 die Zugleich drei Fünftel (60 %) der der Union repräsentieren siehe Art. I-24 (1) Verfassungsentwurfs) während vor allem Spanien und Polen der Formel des Nizza-Vertrages (3-stufiges Verfahren) festhalten da insbesondere diese beiden Länder fürchten durch geänderte Stimmengewichtung an Einfluss zu verlieren. Derzeit dies einer der Hauptdiskussionspunkte im Streit um Verabschiedung der neuen Verfassung.
Als Kompromissvorschlag hat die irische Ratspräsidentschaft eine Quote von 55 % zu 55 eingebracht was wiederum für Frankreich schwer akzeptabel Irgendwo dort wird man sich jedoch wahrscheinlich Welche Quote am Ende in den endgültigen aufgenommen wird bleibt abzuwarten.
In einer ersten Erweiterungsrunde ("Norderweiterung") wurden 1973 Großbritannien Irland und Dänemark aufgenommen. Norwegens Bevölkerung entschied sich in einer Volksabstimmung den Beitritt.
KKS: Kaufkraftstandards ( Der Volumenindex des BIP in Kaufkraftstandards (KKS) pro Kopf wird relativ zum der Europäischen Union (EU15) der zu 100 ist ausgedrückt. Ist der Indexwert eines Landes als 100 so hat dieses Land ein pro Kopf über dem EU Durchschnitt (und ( Quelle: EUROSTAT )
Mit dem Beschluss über die Osterweiterung bekräftigt dass für 2007 der Betritt Rumäniens und Bulgariens angestrebt wird. 2003 erklärte auch Kroatien dass es eine Mitgliedschaft in der beantragt. Die Republik Mazedonien wollte ebenfalls den Beitritt beantragen was wegen des plötzlichen Todes des Präsidenten Trajkovski vertagt wurde.
Ende 2004 wird die EU über die Aufnahme Beitrittsverhandlungen mit der Türkei entscheiden. Mit der Schweiz – seit dem Beitritt Österreichs eine Enklave im EU-Gebiet – wurden bilaterale Verträge abgeschlossen. Ein Beitritt der Schweiz EU ist kurz- und mittelfristig kein Thema gesehen wird jedoch damit gerechnet dass die einen EU-Beitritt ernsthaft in Betracht zieht. Norwegen ist Teil des Europäischen Wirtschaftsraums hat 1972 und 1994 den Beitritt zur EU in Volksabstimmungen Mit Russland werden bisher keine Gespräche über den zur EU geführt. Das gleiche gilt für anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion (außer den drei baltischen Republiken) sowie für Serbien und Montenegro . Auch mit den europäischen Zwergstaaten Andorra Liechtenstein Monaco San Marino und Vatikan gibt es bisher keine Gespräche zu Thema.
Das Leitorgan der EU ist der Europäische Rat er setzt sich aus den Regierungschefs Mitgliedsländer plus deren Außenministern zusammen. Allerdings ist Gremium kein Organ im rechtlichen Sinne er aber politische Leitlinien formulieren und vor allen Reformen des Vertragswerkes beschließen. Gesetzgebendes Organ ist Rat der Europäischen Union (Ministerrat). In ihm sitzen die jeweiligen es gibt beispielsweise den ECOFIN-Rat in dem Wirtschafts- und Finanzminister und die Notenbankchefs sitzen. kann Richtlinien und Verordnungen erlassen muss dabei in zunehmendem Maße mit dem Europäischen Parlament zusammenarbeiten.
Die Abgeordneten im Europaparlament sind die direkt vom Volk gewählten Repräsentanten in der EU. Alle Organe werden auf indirektem Wege berufen weswegen Politikwissenschaftler in der EU ein Demokratiedefizit und demokratisches Legitimierungsproblem sehen. Zwar sind im Ministerrat Regierungen der Mitgliedstaaten vertreten jedoch finden die der Arbeitsgruppen des Ministerrats in geheimen Sitzungen hinter verschlossenen Türen so dass weder die Medien direkt davon können noch gibt es Zugang für Bürger.
Zwar gibt es nach den offiziellen Presseberichte jedoch sind selbst die Berichte von Arbeitsgruppenbesprechungen oft nicht der Öffentlichkeit zugänglich oder schlicht nur oberflächliche Information. Weiterhin werden EU-relevante relativ wenig in den Medien und damit der Öffentlichkeit diskutiert obwohl sich z. B. Briten nach amtlichen Umfragen mehr EU-Berichterstattung wünschen Durch die EU-Verfassung soll das direkt demokratisch gewählte Europäische Parlament weiter aufgewertet werden.
Da immer mehr Kompetenzen der einzelnen an die EU abgetreten werden stellt sich das Problem der Korruption sowie eine Diskussion über Möglichkeiten der Durch Korruption gehen jährlich viele hundert Millionen aus dem Budget der Union verloren.
Die EU erwirtschaftet ein Viertel des Bruttosozialprodukts. Wirtschaftspolitisch setzt die EU vor allem der Landwirtschaft und in der Förderung strukturschwacher Regionen 42 5 % des Haushalts gehen in Subventionen der europäischen Landwirtschaft 36 % in zum Aufbau wirtschaftsschwacher oft ländlicher Regionen (Stand: Quelle: [1] ). Während die Strukturpolitik z.B. in Portugal und Spanien Erfolge zu verzeichnen hat wird die als rückwärtsgewandt teuer und entwicklungspolitisch gefährlich kritisiert. wird die EU deshalb insbesondere von Entwicklungsländern und Nichtregierungsorganisationen für ihre Subventionspolitik angegriffen. Aufgrund des von Ministerratsentscheidungen und der starken Lobby vor allem französischer Bauernverbände sind Reformversuche der Vergangenheit im Wesentlichen gescheitert.
Mit dem Schwerpunktprogramm Trans-European-Network wird in EU eine bessere Vernetzung im Binnenmarkt und gewisse Vereinheitlichung des Verkehrssystems angestrebt. Ferner soll die Infrastruktur von Energie und Telekommunikation verbessert und Satellitennavigationssystem Galileo entwickelt werden.
Derzeit überarbeitet die EU das Transeuropäische Transportnetz (TEN-T); seine Leitlinien und 14 Hauptprojekte 2004/5 entschieden sein und betreffen hauptsächlich Bahn Autobahnen Wasserstraßen Güterverkehr und Informationssysteme .
In der heutigen EU werden 20 als offizielle Amtssprachen anerkannt mit denen alle der EU kontaktiert werden können. Neben diesen weitere Minderheitensprachen. Die EU erklärt die Sprachen Sprachenvielfalt zu achten und respektieren.
Von den Amtssprachen werden Englisch Französisch Deutsch als Arbeitssprachen verwendet um die Verständigung den Mitarbeitern der europäischen Institutionen zu erleichtern.