Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Eberhard Schlotter (* 3. Juni 1921 in Hildesheim ) lebt und arbeitet als international anerkannter Maler und Graphiker in Spanien und Deutschland.
Schlotters Eltern waren der Bildhauer und Heinrich Schlotter (+ 16. Juni 1886 † 4. Mai 1964 ) und Irene Schlotter geb. Noack (* 28. Februar 1898 † 18. Mai 1987 ); die drei Geschwister Georg Gotthelf und Irene ergriffen auch künstlerische bzw. kunsthandwerkliche Berufe.
Schon während der Schulzeit in Hildesheim und malte Schlotter. 1936/37 konnte er als in die dortige Handwerks- und Gewerbeschule eintreten Radieren (Kaltnadel) und Aquatintatechnik bei Wilhelm Maigatter
Er lernte 1939-41 an der Akademie bildenden Künste in München die Prima-Malerei; am Max-Doerner-Institut erwarb er Materialkenntnisse. 1941 beteiligte er sich als jüngster an der Großen Deutschen Kunstausstellung in München; Werke erregten Missfallen bei nationalsozialistischen Parteikadern und wurde nur wenig später im Oktober 1941 Frontkämpfer nach Russland eingezogen. 1944 wurde er verwundet. Im Lazarett lernte er Dorothea von Leyen (* 18. Mai 1922 ) kennen die er am 30. August 1944 heiratete.
Nach der Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft Ende August 1945 war Schlotter zunächst freischaffend in Darmstadt tätig. In den ersten Jahren nach Zweiten Weltkrieg gewann er Anschluss an die moderne des 20. Jahrhunderts: er besuchte zahlreiche Ausstellungen las Kunstzeitschriften in denen Maler wie Paul Cézanne Matisse Braque und Pablo Picasso dem deutschen Publikum bekannt gemacht werden.
Ab 1950 bekam Schlotter im südhessischen Raum öffentliche für Kunst am Bau (Wandmalereien und Mosaiken) zwei Fresken in Darmstadt Viktoriaschule 1951.
Er war von 1955 bis zu seinem Austritt 1957 Vorsitzender der Neuen Darmstädter Sezession. 1955 half er dem Schriftsteller Arno Schmidt und dessen Frau Alice beim Umzug Darmstadt. Seit dieser Zeit war er als der wenigen mit Schmidt bis zu dessen im Jahre 1979 befreundet; Schlotter erarbeitete zahlreiche Porträts des Schriftstellers.
1956 reiste die Familie Schlotter nach Spanien sie in Altea (Alicante) ein Bauernhaus kauften das sie 1957 zeitweilig umzogen. 1958 / 59 schuf er den Bilderzyklus Eine Großfamilie eine Allegorie auf die verlogenen Menschen Gegenwart. Diese Thematik findet eine Fortsetzung in Triptychen der folgenden Jahre.
Die Eberhard-Schlotter-Stiftung Celle gegründet 1993 besitzt einen umfangreichen Bestand an Werken Künstlers; Teile davon sind im Bomann-Museum in Celle zu sehen.