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Einblattholzschnitt


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Als Einblattholzschnitt bezeichnet man die frühesten Werke des in Mitteleuropa die zwischen 1400 und 1550 Einzelbätter unabhängig von Buch- und Textdrucken hergestellt Voraussetzung für ihre Entstehung war das Vorhandensein Papier . Einblattholzschnitte zählen zu den Höhepunkten linearer Erhalten sind rund 3400 Exemplare die sich in den Sammlungen von Berlin London München Paris und Wien befinden. Als ältester erhaltener Einblattdruck gilt um 1410 entstandener Holzschnitt mit der Darstellung " Christus in der Kelter " ( Nürnberg Germanisches Nationalmuseum ).

Geschichte des Einblattholzschnittes

Vor der Entstehung der Einblattholzschnittes im 14. Jahrhundert waren religiöse Bilder den meisten Bevölkerungsgruppen in Kirchen zugänglich. Der private Erwerb von war auf Adel und hohe Geistlichkeit begrenzt als einzige die dazu nötigen finanziellen Mittel Dies änderte sich mit der Entwicklung des dessen Entstehen mit dem wachsenden Bedürfnis nach Andachtsbildern einhergeht und als Reaktion darauf verstanden kann (nach Ansicht einiger Autoren sogar verstanden muß). Mit dem neuen Medium des Einblattholzschnittes es weiten Kreisen möglich religiöse Bilder zu Die Zunahme des privaten Bildbesitzes steht deshalb enger Wechselbeziehung zu einem sich eher ins zurückziehendem religiösen Verhaltens bei dem die private mit Gott an Bedeutung gegenüber der gemeinsamen liturgischen Feier in der Kirche zunahm. Als Kunstwerke wurden die Blätter von Käufern dabei verstanden - sie waren Gebrauchsgüter. Auch aufgund Tatsache sind daher nur wenige Blätter bis erhalten geblieben. Bei den wenigen die heute Museen aufbewahrt werden geschah die Erhaltung meist In sparsamen Klöstern wurden sie als Vorsatzpapiere Bücher eingeklebt und erst im 19. und Jahrhundert mitsamt ihrer kunsthistorischen Bedeutung wiederentdeckt.

In ihrer Weiterentwicklung wurden Einblattholzschnitte zu Blockbüchern zusammengefaßt.

Merkmale des Einblattholzschnittes

Einblattholzschnitte zeichnen sich dadurch aus daß nur einen Schöndruck (Vorderseite) und keinen Widerdruck kennen (daher der Name Einblattholzschnitt). Sie wurden als sogenannte Reiberdrucke hergestellt. Die "Einseitgkeit" der Einblattholzschnitte waren bedingt. Der verwendete Reiberdruck ermöglichte keinen Druck der Rückseite ohne Beschädigung der Vorderseite

Die Figuren des Einblattholzschnittes sind in Regel klar und übersichtlich gezeichnet ohne Berücksichtigung räumlichen und körperlichen Wirkung. Da sie für für ein nachträgliches manuelles Kolorieren gedacht waren sie häufig in ihrer Darstellung häufig auf beschränkt.

Querverweise

Siehe auch:



Bücher zum Thema Einblattholzschnitt

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