Kurzbeschreibung Nachweisreaktionen (auch der einzelnen Ionen!)
SI -Einheiten wurden wo möglich verwendet. Wenn nicht vermerkt wurden Normbedingungen benutzt.
Essigsäure nach IUPAC auch Ethansäure genannt ist eine farblose wirkende typisch nach Essig riechende Flüssigkeit. Sie gehört zur Stoffklasse Mono carbonsäuren da ihre physikalischen und chemischen Eigenschaften die saure Carboxylgruppe geprägt werden. Ihre Formel lautet CH 3 COOH. Als Lebensmittelzusatzstoff hat sie die Bezeichnung E 260.
Reine (100%ige) Essigsäure erstarrt schon unterhalb einer von 16 °C. Daher wird reine Essigsäure als Eisessig bezeichnet.
Eisessig ist in jedem Verhältnis mit Wasser Wässrige Lösungen der Essigsäure werden kurz Essig genannt. Beim Lösen der Essigsäure in dissoziiert etwa jedes Hundertste Essigsäure-Molekül unter Bildung Acetat -Ions. Das abgespaltene Proton wird auf ein übertragen. Die dabei gebildeten Hydronium-Ionen verursachen die Eigenschaften der Essigsäure-Lösungen.
Essigsäure besitzt mit 118 °C eine relativ Siedetemperatur gegenüber polaren Stoffen mit vergleichbarer molarer (z. B. 1-Propanol: Sdt. 97°C). Ursache dafür die Fähigkeit der Essigsäure-Moleküle über ihre Carboxylgruppen "gegenseitige" Wasserstoffbrückenbindungen auszubilden so dass "Dimere" aus zwei entstehen die sich wie ein Molekül doppelter Masse verhalten. Daher wird für die Überleitung Dimere in die Gasphase ein höherer Energiebetrag erkennbar an der "erhöhten" Siedetemperatur.
Mit Kupfer reagiert die Essigsäure zu Kupferacetat einem grünen gesundheitschädlichem Salz. Eher bekannt es unter dem Namen Grünspan .
Die Essigsäure durchdringt die Zellwand der Mikroorganismen verändert die Eiweiße der Zelle ( Denaturierung ).
Bei einem pH-Wert von 3 (stark saures Milieu) hat Essigsäure eine 10-100-fach stärkere antimikrobielle Wirkung als Säuren. Grund dafür ist ihre hohe Fettlöslichkeit.
Die klassische Herstellung von Essigsäure ist Fermentation . Acetobacter-Bakterien wandeln das durch andere Gärungsprozesse Ethanol (Alkohol) in Essigsäure um (Gärungsessig). Ausgangsprodukte Wein Bier oder Malz sein. Daneben kann Essigsäure auch synthetisch Oxidation von Acetaldehyd oder anderen Kohlenwasserstoffen hergestellt werden. Haushaltsessig ist eine Mischung aus verdünntem synthetischen und Gärungsessig und enthält 5% Essigsäure. Essigessenz ist ein 25%ige Essigsäurelösung in Wasser riecht stark stechend und darf nicht in Speisen verwendet werden.
Essigsäure und seine Salze Kaliumacetat (E 261) Natriumacetat (E 262) und Calciumacetat (E 263) als Konservierungsmittel und als Säuerungsmittel bei Obst und Gemüse in Dosen und Gläsern (0 5-3% bei Fisch in allen Variationen (Konserven verschiedenste Feinkostsalaten Majonäsen Salatsoßen (zusammen mit Sorbinsäure (E 200) Benzoesäure (E 210)) und beim Einlegen und von frischem Fleisch verwendet.
Die Essigsäure hat eine große Bedeutung Geschmacksstoff. Sie verändert Eiweiße dabei bilden sich Aromen.