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Eiszeit


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Als Eiszeit ( Glazial ) bezeichnet man eine über mehrere Jahrhunderte Jahrtausende anhaltende Periode stark reduzierter Temperaturen auf der Erde bei der es zu einer starken der kontinentalen Eisschilde kommt. Das Gegenteil einer heißt Warmzeit oder Interglazial.

Siehe auch: Glaziologie

Merkmale und Auswirkungen der Eiszeiten

Die Suche nach den Ursachen für gehört auch heute noch zu den spannendsten für die Paläoklimatologie . Seit etwa 3 Millionen Jahren ist weltweit nicht nur bedeutend kühler sondern das wechselt auch zwischen zwei Extremen den Eiszeiten und Warmzeiten (Interglazialen) mit einer Periode von 100.000 Jahren. Das letzte glaziale Maximum war etwa 21.000 Jahren es gab bis zu km mächtige Eisschilde der Meeresspiegel lag 130 unter dem heutigen Niveau die globale Durchschnittstemperatur 5 bis 6°C niedriger. Aus den Gaseinschlüssen polarem Eis weiß man dass die atmosphärische der Treibhausgase Kohlendioxid (CO 2 ) nur 70% und Methan (CH 4 ) nur 50% des vorindustriellen Wertes betrug 2 im LGM 200 ppmv vorindustriell 288; 370; CH 4 im LGM 350 ppbv vorindustriell 750 1750). Heute werden etwa 10% der Erdoberfläche Eis bedeckt. Am Höhepunkt der letzten Eiszeit es 32% allerdings ist die Veränderung in Antarktis im Vergleich zur Arktis nicht so dramatisch. Man nimmt an dies vor allem darauf zurückzuführen ist dass Eisaufbau auf dem Land und flachen Schelfen Nordhemisphäre effektiver ist als in zirkumantarktischen Ozeangebieten.

Bei den Eiszeiten breiteten sich innerhalb hundert Jahre die Eismassen von Arktis Antarktis und den Gebirgen stark aus und bedeckten große Teile Europas Asiens Japans und Nordamerikas . Zu den Spuren der Eiszeiten gehören Beispiel Moränen Gletscherschrammen und Findlinge . Auch die heutigen Gletscher sind Reste der letzten Vereisungen. Durch Bildung kontinentaler Eismassen wurde den Meeren massiv entzogen wodurch viele Landbrücken entstanden und Meere die Nordsee und das Mittelmeer trocken fielen.

Bayrisches Alpenvorland mit Städten Gewässern und Eiszeit-Spuren

In Mitteleuropa werden die Eiszeiten nach benannt die im allgemeinen die weiteste Ausdehnung Eisschilde angeben. In Süddeutschland ging die Vereisung den Alpengletschern aus in Norddeutschland kam das aus dem baltischen Raum. Deswegen werden im und Norddeutschland unterschiedliche Flüsse zur Namensgebung synchroner verwendet.

Die Eiszeiten Mitteleuropas wurden benannt nach des süddeutschen bzw norddeutschen Raumes.

Die letzten Eiszeiten
Alpenraum (Namensgeber)   Norddeutschland (Namensgeber)  Zeitraum
(Tsd. Jahre)
Günz-Eiszeit ( Günz ) - 640-540
Mindel-Eiszeit ( Mindel ) Elster-Eiszeit ( Elster ) 480-430
Riß-Eiszeit ( Riß ) Saale-Eiszeit ( Saale ) 240-180
Würm-Eiszeit ( Würm ) Weichsel-Eiszeit ( Weichsel ) 120- 10


Alle Eiszeiten hatten erhebliche Auswirkungen auf Fauna und Flora ihrer Zeit. Charakteristisch waren etwa Tiere Mammuts Mastodonten Säbelzahntigern Höhlenlöwen Höhlenbären und weiteren Formen. Auch lebten der Homo heidelbergensis der Neandertaler und der Homo sapiens bzw. in Europa während der Eiszeiten.

Auch die ältere Erdgeschichte ist durch Auftreten bedeutender Vereisungsphasen geprägt. Die so genannte Erde"-Theorie geht davon aus dass die Erde ihrer Frühzeit vor etwa 700 bis 600 Jahren mehrmals fast komplett von Eis bedeckt was die Entstehung des Lebens weit hinauszögerte. der frühen Erde unterstützen diese Theorie mittlerweile Die Vermutung einer Eiszeit als Ursache für Artensterben zu Beginn des Mesozoikums wurde dagegen mittlerweile widerlegt.

Ursachen von Eiszeiten

Die Suche nach den Ursachen für zyklisch auftretenden Eiszeiten und Warmzeiten ist eng den Namen James Croll und Milutin Milankovitch verbunden. Beide hatten Ideen des Franzosen Joseph Adhémar weiterentwickelt wonach Veränderungen der Erdbahngeometrie für Eiszeiten verantwortlich waren. Die Veränderung der Erdbahngeometrie wird durch wechselseitige Gravitationskräfte im System Sonne Erde Mond hervorgerufen. diese Gravitationskräfte ändert sich die Form der Erdumlaufbahn um die Sonne mit einer Periode etwa 100 000 Jahren ( Exzentrizität ) die Neigung der Erdachse zur Umlaufbahn einer Periode von etwa 40 000 Jahren der Ekliptik ) während die Tag-Nacht-Gleiche auf der elliptischen etwa nach 20 000 Jahren dieselbe Position der Ellipse einnimmt ( Präzession ). Durch diese so genannten Milankovitch-Zyklen verändert die Verteilung der Sonnenenergie auf der Erde. durch den deutschen Meteorologen Vladimir Köppen formulierte Milankovitch 1941 in seiner Arbeit Kanon der Erdbestrahlung und seine Anwendung auf Eiszeitproblem" die Hypothese dass eine Eiszeit immer auftritt wenn die Sommersonneneinstrahlung in hohen nördlichen minimal wird. Kühle Sommer sind nach Köppen den Eisaufbau entscheidender als kalte Winter. Milankovitch also dort nach den Ursachen für Eiszeiten sie am offensichtlichsten sind in den hohen Breiten.

In jüngster Zeit gerät die Milankovitch-Theorie mehr in die Kritik. Die Idee von wichtigen Rolle der Tropen und der Südhemisphäre Eiszeit-Warmzeit-Wechseln gewinnt seit Ende der 90er Jahre an Bedeutung. Statt eines Antriebs in hohen Breiten allein muss nun von Veränderungen des Strahlungshaushalts ausgegangen werden. Komplexe interne Wechselwirkungen durch und atmosphärische Zirkulation die Wirkung der Treibhausgase und andere Prozesse führen zu einem Mechanismus zur Steuerung von Eiszeit-Warmzeit-Wechseln.

Siehe auch: Glazial Globale Erwärmung Kleine Eiszeit



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