Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 20. Juli 2019 

Elektrosmog


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Elektrosmog (ein zusammengesetztes Kunstwort aus Elektro und Smog das selbst aus Smoke (eng. Rauch) und Fog (Nebel) entstand) bezeichnet die negativen Wirkungen elektrisches Feldes auf den Menschen.

Jede Stromleitung die unter Spannung steht hat ein elektrisches Feld um herum. Bei Stromfluss baut sich zusätzlich ein Magnetfeld auf.

Besonders bei wechselnder Polarität also bei anliegender Wechselspannung entstehen elektromagnetische Wechselfelder deren biologischen Wirkungen Gegensatz zu den gleichförmigen Feldern von Gleichspannung stärker sind. Angewandt werden diese Wechselfelder der Technik.

Jeder Radio - und Fernsehsender jede Mobilfunkanlage jede Richtfunkstrecke Radaranlage und Hochspannungsleitung erzeugt ein solches hochfrequentes elektromagnetisches Feld. gibt es viele moderne Anwendungen wie Funktastaturen Heizungssteuerungen und andere moderne "wireless" Helferchen.

Die Stärken und die Art der Modulation_(Technik) ist dabei stark unterschiedlich. Gerade den der modernen Modulationsarten die der Übertragung digitaler dienen schreiben viele Menschen gesundheitliche Störungen zu. behaupten gar Elektrosmog sei die Pest des zwanzigsten Jahrhunderts .

Dazu schrieb die deutsche Strahlenschutzkommission bereits also bevor die digitalen Mobilfunknetze die Diskussion

Quelle: Bundesanzeiger Nr. 43 vom 03. 1992 ? Veröffentlichungen der Strahlenschutzkommission Band 24 6):

Über spezielle Effekte die nicht auf der beruhen wird in der Literatur seit ungefähr Jahren berichtet. Wenn eine Hochfrequenzstrahlung mit einer Frequenz amplitudenmoduliert ist können Feldwirkungen auftreten welche unmodulierter Strahlung nicht existieren. Es handelt sich um Veränderungen der Permeabilität von Zellmembranen. Beispielsweise festgestellt daß bei einer HF-Strahlung mit einer von 147 MHz die mit Frequenzen zwischen und 20 Hertz moduliert war der Kalziumausstrom Zellkulturen bei bestimmten Frequenzen signifikant (um 10 20%) erhöht war. Insgesamt wurde eine komplexe dieser Effekte von Intensität und Frequenz beobachtet spezielle Frequenzbereiche besonders wirksam sind. Die Membraneffekte vielfach bestätigt so daß ihre Existenz heute gesichert gilt. Hervorzuheben ist daß die SAR-Werte teilweise kleiner als 0 01 W/kg sind damit erheblich unterhalb thermisch relevanter Intensitäten liegen.

Doch wurde dieses Wissen nach der ebenfalls vergessen denn bei diesen geringen Grenzwerten wäre der Betrieb eines Handys am Kopf nicht realisierbar gewesen.

Entgegen der vielfachen Annahme Elektrosmog breite wie eine Dunstglocke gleichmäßig über die Häuser ist die Feldstärke bei Mobilfunk-Sendeanlagen aufgrund der Richtwirkung der Sendeantennen und Abschattungen lokal sehr verteilt. Neben den oft beschriebenen Hauptstrahl oder gibt es viele Nebenkeulen. Diese sorgen für ungleichmäßige Felder im Bereich des Antennenstandortes und Bereiche deren Elektrosmogbelastung wesenlich über den durch baubiologen empfohlenen Vorsorgewerten liegen.

Dabei treten Schwankungen in der Grössenordnung zu 1:1000 in engen Bereichen auf.

Erkrankungen

Einige Ergebnisse der wenigen bereits abgeschlossenen epidemiologischen Untersuchungen im Hochfrequenzbereich sind als ernst zu Hinweise auf ein erhöhtes Krebs -Risiko (vor allem Leukämie und Gehirntumore ) als Folge gepulster oder ungepulster elektromagnetischer Bestrahlung zu werten. Eine verlässliche Aussage lässt derzeit allerdings noch nicht machen die konkreten Auswirkungen sind in der Wissenschaft noch umstritten.

Gepulste Strahlung scheint aber wesentlich stärker die menschliche Physiologie einzuwirken als ungepulste Felder.

Die Forschung ist auf der Suche einem Wirkmodell das als Grundlage für den wissenschaftlichen Beweis gesehen wird.

Auf der experimentellen Seite gibt es Untersuchungen bei denen nicht-thermische Effekte festgestellt wurden. dieser Effekte wurden bereits deutlich unter den gültigen Grenzwerten für elektromagnetische Strahlung beobachtet (siehe SSK 1991). Sie reichen von veränderten Hirnströmen EEG ) über die erhöhte Durchlässigkeit von Membranen insbesondere der Blut-Hirn-Schranke die das Gehirn vor dem Eindringen Fremdstoffen schützt der Ausschüttung von Stresshormonen und auf die Zellkommunikation bis zur Abnahme der Aber auch die Beeiträchtigung der Selbstheilung des wie durch die verminderte Melatonin -Ausschüttung während der Nacht werden diskutiert. Es zuverlässige Hinweise auf Veränderung des Erbmaterials und Schwächung des Immunsystems zuletzt durch Prof. Franz Adlkofer 2003 bestätigt.

Dahingegen zeigten zahlreiche parallel laufende Untersuchungen signifikanten Ergebnisse die auf eine gesundheitliche Beeinträchtigung elektromagnetische Strahlung schließen lassen. Im Gegenteil im wird seit den 1950er-Jahren elektromagnetische Strahlung erfolgreich millionenfach zur Wärmetherapie eingesetzt.

Dies zeigt die Breite der Diskussion und viele der negativen Gesundheitsfolgen können nur langjähriger statischer Entwicklung beurteilt werden da es um Systeme mit vielen unbekannten Faktoren handelt. Statistiken beispielsweise über Gehrintumore zeigen seit den jahren ebenfalls ein stetiges Wachstum das sich den 1990igern beschleunigt.

Wichtig ist auch die Beurteilung der Studien unter dem Gesichtspunkt der Finanzierung der Laut einer Studie der Yale-Universität besteht eine starke Abhängigkeit zwischen den der Auftraggeber und den erzielten Ergebnissen.

Zu dem aktuellen UMTS -Ausbau ist eine von drei niederländischen Ministerien beauftragte und im September 2003 abgeschlossene Studie besonders interessant. Sie zeigt UMTS-Feldern deutliche Auswirkungen auf das gesundheitliche Wohlbefinden Anwohner. Getestet wurde bei rund einem Tausendstel deutschen Grenzwerts einer Strahlenbelastung wie sie in mit nahe gelegenen Sendeanlagen auftreten kann.

Elektrosensible litten statistisch signifikant unter Schwindel Unwohlsein Nervosität Brustschmerzen/ Atemnot hatten ein Kribbel- oder lokales Taubheitsgefühl Konzentrationsstörungen. Bei Personen die angaben normalerweise nichts Elektrosmog zu spüren wurde neben Anzeichen erhöhter ein Gefühl der Unzulänglichkeit statistisch signifikant festgestellt.

Dabei ist die Elektrosensiblität völlig unabhängig einer Schädigung. Biologische Schäden kann jeder durch Wirkungen erleiden Elektrosensible spüren darüber hinaus Feldwirkungen oder indirekt. Andere Wirkungen unterhalb der geltenden sind dagegen wissenschaftlich lange bekannt und untersucht wie das Mirowellen-Hören.

Das niederländische Wirtschaftsministerium beurteilte die Ergebnisse "alarmierend" das Bundesamt für Strahlenschutz bewertet die Studie des renommierten Forschungslabors einer vom Umweltinstitut München e.V. angeforderten Stellungnahme vom 11. November 2003 "sorgfältig durchgeführt".

Diese Ergenisse werden in der Schweiz bereits überprüft.

Interessant ist auch die Entwicklung im Ausland. So wurden in Spanien in Folge stark erhöhten Krebsraten bei Schulkindern bereits viele zwangsweise abgebaut. Andere Länder verabschiedeten Grenzwerte für Mikrowellenstrahlung die um einen Faktor 1.000 oder 10.000 und mehr unterhalb der Deutschen Grenzwerte und bei denen ein Mobilfunknetz weiterhin normal bleibt allerdings die Anwohnerbelastung stark reduziert ist.

Schutzmaßnahmen

Zum Schutz vor Elektrosmog werden verschiedene angeboten. Etliche unseriöse Anbieter nutzen die Unsicherheit diesem Thema aus und verkaufen wirkungslose Schutzeinrichtungen

Zunächst ist es wichtig zu unterscheiden man sich schützen will:

Grundsätzlich gilt:

  • elektrische Felder können durch geeignete Metallkonstruktionen werden ( Faraday-Käfig ) magnetische Felder lassen sich nicht abschirmen.
  • Scheinbar massiv erscheinende Trennwände (Beton) sind für niederfrequente elektromagnetische Wellen keine wirksame Abschirmung.
  • Veringerung der Spannung (z.B. durch Niedervolt- Halogen-Beleuchtungen ) veringert zwar das elektrische Feld erhöht zugleich den Strom und somit das magnetische Feld .

Weblinks


Siehe auch: Elektromagnetische Verträglichkeit



Bücher zum Thema Elektrosmog

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Elektrosmog.html">Elektrosmog </a>