Er entstammte einer Baumeisterfamilie erwarb 1596 Meistertitel und wurde nach einem Venedig-Aufenthalt (1600-1601) von Augsburg (1602). 1629 verlor er sein als Stadtbaumeister aufgrund seines protestantischen Bekenntnisses und von da an nur noch als "Stadtgeometer" Holl setzt sich in seiner Architektur vor mit der palladianistischen Tradition Oberitaliens auseinander. Darin ist er bei weitem selbständiger als zur gleichen Zeit Inigo Jones in England oder Jacob van Campen Holland. Während sein Erstlingswerk das Bäckerzunfthaus (1602) der Renaissance zuzuordnen ist entwickelt er im folgenden eigenständige frühbarocke Architektursprache. Sein Hauptwerk ist das Augsburger Rathaus (1615-1620). Weitere Werke in Augsburg: Zeughaus Stadtmetzig (1609) Annen-Gymnasium (1613) Aufstockung des Perlachturms Heiliggeistspital (1626-31). Ferner lieferte er die Entwürfe den Geminingenbau der Willibaldsburg zu Eichstätt (1608).