„Welch ein Sehnen! welch ein Träumen! Ach du möchtest vorm Verglühn Mit den Blumen mit den Bäumen Altes Herz noch einmal blühn“
Franz Emanuel Geibel wird am 17. 1815 als das siebte von acht Kindern Lübeck geboren. Der Sohn eines reformierten Pfarrers einer Kaufmannstochter besucht das Gymnasium bis er beginnt in Bonn Theologie und klassische Philologie studieren. Bald geht er nach Berlin wo 1836 während seiner Studien mit Chamisso Bettina von Arnim und Eichendorff Freundschaft schliesst. 1838 erhält er durch Beziehungen eine Anstellung als Hauslehrer beim russischen in Athen die bestimmend für seine klassische war. Nach seiner Rückkehr beginnt er in die ersten Gedichte zu veröffentlichen die vor beim preussischen König Friedrich Wilhelm IV grossen finden. 1842 erhält Geibel von ihm eine Pension von 300 Talern. Neun Jahre später er sich in die bürgerliche erst siebzehn alte Amanda Trummer und heiratet sie 1852 Jahr vor der Geburt seiner Tochter. Dies auch das Jahr in dem Geibel seine für deutsche Literatur und Poetik von seinem Maximilian II erhält. Geibel zieht nach München und unterrichtet dort bis 1868 bis aus politischen Gründen wieder nach Lübeck zurückkehrt: den Tod von Maximilian II wird Geibel seiner preussischen Gesinnung angefeindet er verliert sogar lebenslange Pension. Er entfernt sich auch aus Mittelpunkt des Münchner Dichterkreises „Krokodil“ und der Tafelrunde denen er 1852 beitrat. Emanuel Geibel 1884 neunundzwanzig Jahre nach dem Tod seiner vereinsamt in Lübeck.
„Auch lehrt er mich zu holdem Angedenken Den Wein zu schlürfen in bedächt'gen Zügen Zu zartem Grusse Reim in Reim zu Und sanft der Musen weisses Ross zu
Geibel war ein Spätromantiker dessen Werke klassizistischen Schönheitskult folgen aber nie Gefühlstiefe vermitteln. Gedichte sollten formvollendet und einzig auf die reduziert sein. Sie wurden noch von der Romantik beeinflusst als diese längst überholt war. seinen patriotischen Gedichten bildete er einen scharfen zu den Jungdeutschen und den Naturalisten von denen er heftig angegriffen wurde. Teile seiner Gedichte spielten Nationalsozialismus eine Rolle. So geht auch das "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen" ihn zurück. Sein wohl bekanntestes Werk ist Gedicht „Der Mai ist gekommen“. Geibel versuchte auch als Dramatiker zum Beispiel beim Opern-Libretto jedoch ohne grossen Erfolg. Bedeutender sind seine französischer spanischer griechischer und lateinischer Lyrik.