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Emergenz


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Mit Emergenz bezeichnet man das Entstehen neuer Strukturen oder Eigenschaften aus dem Zusammenwirken der in einem komplexen System . Als emergent werden Eigenschaften eines "Ganzen" die sich aus den einzelnen "Teilen" nicht herleiten lassen und nur aus dem Zusammenwirken Teile d. h. aus ihrem Prozess heraus sind. Eine besondere Bedeutung liegt beim Begriff auch in der Rückwirkung der emergenten Eigenschaften die einzelnen Komponenten.

Ein gern verwendetes Beispiel: Das Gehirn aus einer Unzahl relativ einfacher ähnlicher Elemente Neuronen ). Aus dem komplexen Zusammenspiel dieser einfachen emergieren Muster die die eigentliche Gehirnaktivität ausmachen: einzelnes Neuron hat keine Gedanken ein Gehirn Gesamtsystem vieler Neuronen) schon.

Ein Beispiel für eine andere Interpretation ohne komplexes System auskommt: Wasser ist nass einzelnes Wassermolekül ist es nicht. Die Eigenschaft ist daher emergent weil sie sich erst dem Zusammenspiel vieler Wassermoleküle ergibt.

Auch in der Betriebswirtschaftslehre wird der Begriff Emergenz in Verbindung nicht-intendierten Effekten durch z.B. Handlungen des Managementes Unternehmen (welche ja durchaus komplexe Systeme darstellen)

Begriff

Der Begriff "Emergenz" wird in einer von mehr oder weniger genau definierbaren Bedeutungen oft nur als vages Synonym für "Auftauchen" "Erscheinen" etwas spezifischer für so genannte Systemeigenschaften Eigenschaften die ein Gesamtsystem hat aber keines Einzelteile wie in den obigen Beispielen) in Fällen aber auch im Rahmen so genannter Emergenztheorien". Typische Annahmen solcher Theorien sind die emergenter Eigenschaften (auch mit perfektem Wissen über Bestandteile lassen sich manche Eigenschaften des Gesamtsystems vorhersagen) sowie deren Irreduzibilität (eine emergente Eigenschaft sich nicht aus den Eigenschaften der Systembestandteile Dies steht im Widerspruch zum Reduktionismus aber auch zum anderen Extrem dem Holismus .

Eine umfassende Diskussion findet sich in (1999).

Siehe auch: Schwarm

Literatur

Stephan Achim. Emergenz: Von der Unvorhersagbarkeit Selbstorganisation. Dresden Univ. Press 1999. ISBN 3933168090

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