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Emigration


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Emigration (von lat.: e hinaus; migrare wandern) ist das freiwillige oder erzwungene des Heimatlandes aus religiösen politischen oder wirtschaftlichen Gründen. Die von der betroffenen Personen nennt man Emigranten .

Migrationen hat es immer gegeben entweder existenzieller Bedrohung durch Kriege oder Naturkatastrophen oder die Hoffnung auf bessere ökonomische Bedingungen in anderen Land. In der Forschung spricht man push- und pull-Faktoren also einerseits von der im Herkunftsland andererseits von den angeblichen oder Vorteilen im Aufnahmeland.

Insofern hat jede Emigration zwei Aspekte

  • die Situation im abgebenden Land: Bevölkerungs- Begabungsverlust aber auch Entlastung bei knappen Ressourcen
  • die Situation im aufnehmenden Land: Probleme Akkulturation (vor allem Erlernen der Sprache) und aber auch Zuwanderung von Arbeitskräften Fachwissen und Vielfalt.

Eine starke Emigrationsbewegung ereignete sich nach Dreißigjährigen Krieg als Arbeitsemigranten aus der übervölkerten Schweiz (vor allem aus den Kantonen Thurgau Zürich und St. Gallen ) und aus Vorarlberg in den zerstörten Gegenden Südwestdeutschlands ansässig und halfen das verwüstete Land wieder empor bringen.

Während des frühen 18. Jahrhunderts sind allem die großen Emigrationen der Hugenotten bemerkenswert. der vor allem in Südfrankreich sehr starke Protestantismus durch die Aufhebung des Ediktes von 1685 verboten und verfolgt wurde verließen Tausende Angehörigen der protestantischen Oberschicht ihre Heimat und sich in England oder Preußen an. Zum Teil förderten die Landesherren Ansiedlungen durch Vergünstigungen weil sie sich Impulse ihre Wirtschaft erhofften.

In der zweiten Hälfte des 18. emigrierten viele Deutsche nach Osten: nach Ungarn Rumänien und Russland auch hier teilweise ermutigt durch die In manchen Ansiedlungsgebieten blieb die Sprache und des ursprünglichen Heimatlandes über Jahrhunderte hinweg erhalten die Siedlingen nach außen weitgehend isoliert waren insbesondere Heiratsverbindungen mit Einwohnern des aufnehmenden Landes ausgeschlossen waren. Indessen entwickelten die Emigranten eine Wirtschaftskraft.

Religiös motivierte Emigranten zogen schon im Jahrhundert in die Vereinigten Staaten um bei der dort gewährten Religionsfreiheit Repressalien leben zu können. Vor allem der Pennsylvania zog Menschen aller religiösen Richtungen an.

Im 19. Jahrhundert erreichte die Auswanderung deutschsprachigen Raum einen Höhepunkt. Es kam verschiedentlich Massenauswanderungen die eng mit der konjunkturellen Entwicklung Bezogen auf Südwestdeutschland kann man von drei der Massenauswanderung sprechen:

  • 1816/1817 : Bedingt durch den Ausbruch des Vulkans Tambora in Indonesien einem der stärksten bekannten Vulkanausbrüche überhaupt so viel Asche in die Atmosphäre geschleudert es auf der nördlichen Halbkugel zu extrem kalten Sommern kam und die Ernte zweier ausfiel. Deshalb kam es zu einer großen In Südwestdeutschland schifften sich viele Menschen auf Donau ein und siedelten in Südrussland ( Bessarabien Gegend um Odessa Gegend um Tiflis im Kaukasus ). Ein kleinerer Teil der Emigranten suchte den Vereinigten Staaten eine neue Heimat.

  • 1845-1855 : Wiederum löste eine anhaltende Wirtschaftskrise die Massenemigration des 19. Jahrhunderts aus. Nun richteten die Auswandererströme fast ausnahmslos nach den Vereinigten Dort wurden weite Landstriche erschlossen und besiedelt man die eingeborenen Indianer bekämpfte und vertrieb. Einen zusätzlichen Anreiz Auswanderung bildeten die Nachrichten von Goldfunden in Kalifornien seit 1845 bekannt geworden unter dem Goldrausch . Die Emigranten dieser Phase nannte man Forty-Eighters . Nach 1855 ließ die Intensität der nach und kam während des Amerikanischen Bürgerkrieges fast vollständig zum Erliegen.

  • 1880ff. : Nach 1880 kam es noch einmal einer Auswanderungswelle in die Vereinigten Staaten die nicht mehr die Intensität der anderen Auswanderungsbewegungen

In der wirtschaftlichen Depression nach dem Weltkrieg emigrierten ganze Gruppen nach Argentinien und brasilien (Bundesstaat Rio Grande do Sul ). Auch hier entstanden deutschsprachige Siedlungen; ein in Südbrasilien heißt heute noch Neu-Württemberg.

Nach der Machtübernahme der NSDAP in Deutschland 1933 setzte die Judenverfolgung sowie eine vollständige Unterdrückung jeglicher Opposition Menschen die früh genug die Gefahr erkannten über die nötigen finanziellen Mittel verfügten verließen Land. Die Filmmetropole Hollywood profitierte immens vom Zustrom an kreativem wie Produzenten Regisseuren und Schauspielern. Der Filmklassiker Casablanca (1942) wurde beispielsweise fast ausnahmslos mit Schauspielern besetzt. Berühmte Emigranten waren z.B. im Jahrhundert der Naturwissenschaftler Albert Einstein die Schriftsteller Thomas Mann und Bertolt Brecht die Schauspielerin Marlene Dietrich der Regisseur Billy Wilder die während "Dritten Reiches" Deutschland wegen des Nationalsozialismus verließen und in die USA emigrierten .

Innere Emigration bezeichnet die innere geistige Auswanderung z. von Intellektuellen oder Künstlern in einer Diktatur im Heimatland verbleibend eine Distanz zur Macht aktiven oder künstlerischen Widerstand pflegen.

Eine große Emigrationswelle nach Deutschland setzte den 1960er Jahren ein als im Zuge sehr günstigen wirtschaftlichen Entwicklung Hunderttausende von " Gastarbeitern " vor allem aus den südlichen Ländern ( Italien Spanien Griechenland Jugoslawien Türkei ) einwanderten. Was als vorübergehende Anwesenheit zur der ökonomischen Situation gedacht war führte in überwiegenden Zahl der Fälle zu einer festen Vor allem in der Gastronomie kann man kulturellen Folgen dieser Einwandererbewegung sehr deutlich erkennen es beispielsweise im verbreiteten Aufkommen der Pizza oder des Döner Kebab .

In einem großen Teil der nachwachsenden kann man - allerdings abhängig vom kulturellen des Herkunftslandes - von einer weitgehenden bis Integration sprechen. Allerdings gibt es auch Schichten Einwanderern bei denen Abgrenzungstendenzen und eine weitgehende vollständige Bewahrung der Kultur ihres Heimatlandes festzustellen Nach 2000 hat in diesem Zusammenhang vor der Islamismus in dieser Beziehung von sich reden also die Neigung zu einem islamischen Fundamentalismus .

Während Emigration in der Vergangenheit immer der Not geboren war sprach man im des kalten Krieges auch von einem Recht auf freie wobei man genauer das Recht auf Freizügigkeit meinte: Dieses Recht habe die DDR ihren Bürgern verwehrt.

Weblinks


siehe: Freizügigkeit Migration



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