Das in der ganzen Entwicklung seines erkennbare Grundanliegen L.s ist es die Bedeutung des Anderen zu denken . Die (vorphilosophische) Begegnung oder Beziehung mit Anderen ist für L. fundamental für unser und Selbstverhältnis. Erst die Beziehung zum Anderen Assymetrie zwischen dem Anderen und mir macht zu einem Ich . Damit stellt L. die abendländische Ontologie grundsätzlich in Frage und versucht somit Ethik als prima philosophia der Ontologie vorausgehend zu denken.
Er war ein Freund von Jacques Derrida . Lévinas der bei Husserl und Martin Heidegger studierte aber auch bei Maurice Halbwachs wesentlich dazu bei seit 1930 das Denken das u.a. auch Sartre prägte in Frankreich bekannt zu machen. machte damals mit seinem Text "Gewalt und auf das Denken Lévinas' aufmerksam. Seitdem wurde immer berühmter. Im Mittelpunkt seines Denkens steht irreduzible unendliche Andere. Der Andere ist absolut so Lévinas. Die von Lévinas vetretene Andersheit über die Annahme des Anderen als alter hinaus. Der Andere ist nicht auf seine als ein bestimmter Anderer zu reduzieren er nicht bloß ein anderes Ich.
Die Annahme einer radikalen Andersheit des hat auch wichtige Implikationen für Theoriebildungen die von einem alter ego ausgehen beispielsweise diejenigen Anschluss an Husserl wie z.B. Alfred Schütz Theorien des symbolischen Interaktionismus. In den Sozialwissenschaften der Andere vielfach immer noch auf ein ego reduziert. Aber auch der Subjektbegriff wird anderer.
Bernhard H. F. Taureck: Emmanuel Lévinas zur Einführung . Hamburg: Junius ISBN 3-88506-370-0
Jacques Derrida 1999: Adieu. Nachruf auf Emmanuel Lévinas . München/Wien: Hanser ISBN 3-446-19649-8
Stephan Moebius 2003: Die soziale Konstituierung des Anderen. Grundrisse einer Sozialwissenschaft nach Lévinas und Derrida . Frankfurt/New York: Campus ISBN 3-593-37268-1