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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 28. November 2014 

Empirische Sozialforschung


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Empirische Sozialforschung ist die systematische methodenorientierte Erhebung und Interpretation von Daten über Gegebenheiten und Vorgänge im soziokulturellen Die Forschungsergebnisse dienen der Überprüfung von Hypothesen und Theorien der Gewinnung von neuen Erkenntnissen und der Fundierung von rationalen Planungs- und Entscheidungsprozessen der Bewältigung von praktischen Problemen.

Erforschte Tatbestände sind:

  1. objektive Gegebenheiten (Einkommensverteilung Herrschaftsbefugnisse Familiengröße u.a.)
  2. subjektive Faktoren (Wertvorstellungen Meinungen Motive u.a.)
  3. reale Verhaltensweisen.

Der empirischen Sozialforschung liegt die moderne Wissenschaftstheorie zugrunde besonders der kritische Rationalismus von Karl Popper und Hans Albert . Forschung soll prinzipiell unabhängig von der Subjektivität des Forschers ablaufen (Prinzip der Intersubjektivität ). Die jeweils eingesetzten Methoden Verfahren Instrumente Forschungstechniken der empirischen Sozialforschung ( Befragung Beobachtung Experiment Gruppendiskussion Inhaltsanalyse Skalierung Soziometrie) sollten an einer Theorie oder an Forschungs hypothesen orientiert sein.

In zunehmendem Maße werden Methoden der Sozialforschung in anderen Sozialwissenschaften ( Ethnologie Psychologie Wirtschaftswissenschaften Politologie ) und besonders in der kommerziellen Markt- und Meinungsforschung eingesetzt.

Die empirische Sozialforschung entwickelte sich im 17. und 18. Jahrhundert aus verschiedenen Disziplinen u.a. der Statistik . Im 19. Jahrhundert diente sie (hauptsächlich in den USA) Untersuchung von Integrationsproblemen und Armut . Im 20. Jahrhundert entwickelte sich in den Niederlanden und zunächst die Soziographie als direkter Vorläufer der empirischen Sozialforschung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Meinungs- und Marktforschung in den Mittelpunkt rückte.

Qualitative vs. quantitative Verfahren in den Sozialwissenschaften

Insbesondere in den Sozialwissenschaften gibt es eine hitzige Diskussion darüber es besser ist Messungen mittels qualitativer Methoden oder quantitativer Methoden durchzuführen. Der Vorteil quantitativer Methoden liegt dass sich die Messergebnisse mit algebraischen (Addition beziehungsweise den darauf basierenden stochastischen Methoden ( Mittelwert Varianz etc.) weiter verarbeiten lassen. Qualitative Sozialforschung sich traditionell durch ein Misstrauen gegenüber der quantitativer Erhebungsmethoden aus: Kritisiert wird vor allem mangelnde Offenheit die Künstlichkeit der Erhebungssituation und Ausblendung sozialer Phänomene die nicht in den Methoden erfasst werden. Sie versucht Soziales tiefergründiger erforschen und verborgene Sinnstrukturen sichtbar zu machen.

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