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Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers


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Die Encyclopédie ist eine französischsprachige Enzyklopädie von Jean Baptiste le Rond d'Alembert und Denis Diderot ; sie ist die wohl berühmteste frühe im heutigen Verständnis.

Inhaltsverzeichnis

Übersicht

Titelseite der "Encyclopédie" von Diderot und d'Alembert 1751-1772

Die Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences des et des métiers wurde als eine Sammlung des gesamten der Zeit konzipert; d'Alembert definierte "Enzyklopädie" hier "dictionnaire raisonné" ("Komplexes Wörterbuch").

Denis Diderot beschreibt das Vorhaben der Encyclopédie folgendermaßen:

"Bei der lexikalischen Zusammenfassung alles dessen was die Bereiche der Wissenschaften der Kunst und Handwerks gehört muss es darum gehen deren Verflechtungen sichtbar zu machen und mithilfe dieser die ihnen zugrunde liegenden Prinzipien genauer zu [...] es geht darum die entfernteren und Beziehungen der Dinge aufzuzeigen aus denen die besteht und die die Menschen beschäftigt haben allgemeines Bild der Anstrengungen des menschlichen Geistes allen Gebieten und in allen Jahrhunderten zu (aus dem "Discours préliminaire" der Encyclopédie )

"Tatsächlich zielt eine Enzyklopädie darauf ab die der Erdoberfläche verstreuten Kenntnisse zu sammeln das System dieser Kenntnisse den Menschen darzulegen mit wir zusammenleben und es den nach uns Menschen zu überliefern damit die Arbeit der Jahrhunderte nicht nutzlos für die kommenden Jahrhunderte sei; damit unsere Enkel nicht nur gebildeter gleichzeitig auch tugendhafter und glücklicher werden und wir nicht sterben ohne uns um die verdient gemacht zu haben." (im Artikel "Encyclopédie")

In einem Brief an seine Freundin Volland erörterte Diderot die aufklärerische Zielsetzung weiter:

"Dieses Werk wird sicher mit der Zeit Umwandlung der Geister mit sich bringen und hoffe dass die Tyrannen die Unterdrücker die und die Intoleranten dabei nicht gewinnen werden. werden der Menschheit gedient haben [...]"

Die Veröffentlichung der Encyclopédie wurde 1772 mit dem 28. Band abgeschlossen; das Werk enthält in 17 Textbänden mit durchschnittlich zweispaltigen Seiten und auf rund 18.000 Seiten 71.818 Artikel und 2.885 Illustrationen elf Bände ausschließlich aus Bildtafeln mit 2.575 Erläuterungen zu Abbildungen. Insgesamt sind 20.736.912 darunter 391.893 verschiedene enthalten (vgl. [1] ).

Ergänzt wurde das Werk durch vier [?]) Ergänzungsbände (erschienen von 1776 bis 1777 ) und ein zweibändiges Register (erschienen 1780 ).

Der Stammbaum des menschlichen Wissen zu Beginn Band 1 der "Encyclopédie" (Des connoissances humaines. Memoire Raison Imagination)

Die Encyclopédie ist die letzte bedeutende Enzyklopädie die Stammbaum des Wissens nach Art Francis Bacons bietet aber bereits an mehreren bedeutsamen von diesem abweicht; sie leitet damit einen "erkenntnistheoretischen Richtungswechsel [ein] der die Topographie allen Wissens verwandelte" (Robert Darnton); vgl. hierzu auch Kartographie des Wissens und Arbor porphyriana .

Das Werk erhob den Anspruch die menschlichen Aktivitäten am Maßstab der Vernunft zu messen und hinterfragbar zu machen. Encyclopédie verstand sich in diesem Sinne als der Aufklärung das das Wissen der Welt philosophischen Gesichtspunkten organisiert. Sowohl die Methoden Aquinos als auch Cartesius' werden verworfen und einzig die empiristische Herangehensweise John Lockes und Isaac Newtons als maßgeblich angesehen. Das Werk wurde während seiner gesamten Frühgeschichte der Gottlosigkeit verdächtigt mehrere Anträge auf sein Verbot und seine Zensur gestellt. Faktisch entstand ein Publikationsmodus bei das Buch nicht offiziell erlaubt war allerdings problemlos vertrieben werden konnte.

Erstmals wird in der Encyclopédie das Handwerk enzyklopädisch gewürdigt; sie enthält Beschreibungn sowie zahlreiche Abbildungen von Geräten Werkzeugen und Werkstätten.

Publikationsgeschichte

Textbände

Veröffentlichungsdaten der Textbände:

  1. A - Azymites: Juni 1751
  2. B - Cézimbra: Januar 1752 (datiert
  3. Cha- Consécration: Oktober 1753
  4. Conseil - Dizier Saint: Oktober 1754
  5. Do - Esymnete: November 1755
  6. Et - Fne: Oktober 1756
  7. Foang- Gythium: November 1757
  8. H - Itzehoa: Dezember 1765
  9. Ju - Mamira: Dezember 1765
  10. Mammelle - Myva: Dezember 1765
  11. N - Parkinsone: Dezember 1765
  12. Parlement - Potytric: Dezember 1765
  13. Pomacies - Reggio: Dezember 1765
  14. Reggio - Semyda: Dezember 1765
  15. Sen - Tchupriki: Dezember 1765
  16. Teanum - Vénerie: Dezember 1765
  17. Vénérien - Zzuéné plus 'Articles omis': 1765

Tafelbände

Veröffentlichungsdaten der Tafelbände:

  1. (18) Erster Tafelband: 1762
  2. (19) Zweiter Tafelband erster Teil: 1763
  3. (20) Zweiter Tafelband zweiter Teil: 1763
  4. (21) Dritter Tafelband: 1765
  5. (22) Vierter Tafelband: 1767
  6. (23) Fünfter Tafelband bzw. sechster Band:
  7. (24) Sechster Tafelband bzw. siebter Band:
  8. (25) Siebter Tafelband bzw. achter Band:
  9. (26) achter Tafelband bzw. neunter Band:
  10. (27) neunter Tafelband bzw. zehnter Band:
  11. (28) zehnter Tafelband bzw. elfter Band:

Verlegerische Erfolge

Frontispiz der "Encyclopédie"

Die Encyclopédie war ein enormer finanzieller Erfolg; bis 1789 wurden rund 25.000 Exemplare in verschiedenen abgesetzt. Die Verleger veränderten dabei teilweise großzügig Texte eines Werks dass auch von seinen teilweise als fehlerhaft und überarbeitungsbedüftig angesehen wurde. Verleger versuchten ebenfalls den als ketzerisch empfundenen zu entschärfen und als kritisch angesehene Textpassagen orthodoxere kirchentreuere zu ersetzen. Dazu ein Vergleich: Enzyklopädie galt als sehr erfolgreich wenn etwa Exemplare verkauft wurden; etwa 1.500 Subskribenten reichten zur Finanzierung des Zedler aus die Encyclopédie hatte jedoch zumindest 4.000 Subskribenten.

Folgewerke

Bedeutende Folgewerke der Encyclopédie :

  • Der Verleger Charles Joseph Panckoucke versuchte mit der Encyclopédie méthodique eine Neubearbeitung und Aufteilung der Encyclopédie Diderots und d'Alemberts in verschiedene Fachlexika er teilte den Stoff dafür auf 50 auf. Zwischen 1781 ( 1782 [?]) und 1832 erschienen immerhin 167 Bände dann gab das Vorhaben auf.

ARTFL Encyclopédie

Die Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences des et des métiers par une Société de de lettres ist heute unter anderem im Rahmen ARTFL-Projektes im Internet zugänglich unter:

Siehe auch

Literatur

In deutscher Sprache:

  • Darnton Robert : Glänzende Geschäfte. Die Verbreitung von Diderots Encyclopédie Wie verkauft man Wissen mit Gewinn (Fischer Taschenbuch 12335) Berlin (1993) ISBN 3803135680 [Teilübersetzung der englischen Originalausgabe The Business of Enlightenment . Cambridge (Massachusetts): Harvard UP 1979].
  • Darnton Robert: Eine kleine Geschichte der Encyclopédie und des Geistes . In: Anette Selg und Rainer Wieland Die Welt der Encyclopédie (Die Andere Bibliothek). Frankfurt am Main: 2001. S. 355-464. ISBN 3-8218-4723-9 (Ganzlederausgabe) ISBN 3-8218-4711-5 (Leineneinband)
  • Darnton Robert: "Philosophers trim the tree of knowledge: The strategy of the Encyclopédie" . In: ders.: The Great Cat Massacre and other Episodes French Cultural History . New York: Basic Books 1984 [dt. Das große Katzenmassaker . München 1989]
  • Günther Mensching (Hrsg.): Jean le Rond Einleitung zur Enzyklopädie . Hamburg 1997 (Philosophische Bibliothek 473) ISBN 3-7873-1188-2
  • Georg Klaus (Hrsg.): Jean Le Rond d'Alembert. Einleitende Abhandlung zur (1751) (Philosophische Studientexte). Berlin Akademie-Verlag 1958
In französischer Sprache:
  • Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences des et des métiers . Mis en ordre & publié par Diderot de l´Académie Royale & des Belles-Lettres prusse; & quant à la Partie Mathematique M.d´Alembert de l´Academie Royale des Sciences de de celle de Prusse & de la Royale de Londres tome premier. Paris: 1751

Weblinks



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