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Endlager (Kerntechnik)


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Als Endlager bezeichnet man in der Kerntechnik einen Aufbewahrungsort für ausgediente Brennelemente und andere radioaktive Abfälle . Aufgrund des Gefährdungspotentials ist es dabei die radioaktiven und chemotoxischen Bestandteile der Abfälle der Biosphäre zu isolieren.

Endlagerung in Deutschland

Das deutsche Entsorgungskonzept sieht vor die radioaktiver Abfälle durch Endlagerung in tiefen geologischen des Festlands durchzuführen. Mit den entsprechenden Forschungs- Entwicklungsarbeiten wurde sehr früh begonnen. Bereits im des zweiten Atomprogramms der Bundesregierung (1963-1967) wurden Schritte zur Realisierung einer sicheren Beseitigung der unternommen. Im Salzbergwerk Asse wurden Forschungs- und für die Endlagerung durchgeführt und von 1967-1978 Rahmen von Versuchs- und Demonstrationsprogrammen auch radioaktive eingelagert.

Ein Endlager bei Morsleben wurde im Zusammenhang mit der deutschen vom Bund übernommen. 1979 hatte die damalige mit der Nutzung des stillgelegten Salzbergwerks als für schwach- und mittelradioaktive Abfälle begonnen. Insgesamt bis zur Beendigung des Einlagerungsbetriebs im Jahr rund 37.000 m³ radioaktiver Abfälle in Morsleben Derzeit läuft das Genehmigungsverfahren für die Stilllegung.

Zwei weitere Endlager befinden sich in Planung. Für die ehemalige Eisenerzgrube Konrad wurde im Jahr 2002 der Planfeststellungsbeschluss Die Genehmigung wurde jedoch vor Gericht beklagt. die Klagen aufschiebende Wirkung haben ist das bis zu einer Entscheidung des Gerichts gestoppt.

In Gorleben wurde von 1979 bis 2000 ein Salzstock auf seine Eignung als Endlagerstätte für Arten von radioaktiven Abfällen darunter speziell auch Brennelemente und hochradioaktive Abfälle untersucht. Die Erkundung Salzstockes ist seitdem unterbrochen. Das auf drei zehn Jahre angelegte Moratorium wurde auf der der von der Bundesregierung mit den Energieversorgungsunternehmen Vereinbarung in Kraft gesetzt und dient der konzeptioneller und sicherheitstechnischer Fragen zur Endlagerung.

Endlagerung im Ausland

Gegenwärtig sind in einer Vielzahl von bereits Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle Betrieb. Vielfach werden die Abfälle dabei in Kammern in bis zu 10 m Tiefe Nach Beendigung des Einlagerungsbetriebs schließt sich eine 300 Jahre lange Überwachungsphase an während derer Nutzung des Geländes normalerweise eingeschränkt ist. In und Finnland gibt es bereits gezielt angelegte in mittleren Tiefen von etwa 70 bis m unter der Erdoberfläche.

Für hochradioaktive und langlebige Abfälle deren viele tausend Jahre bestehen bleibt wird weltweit Endlagerung in tiefen geologischen Formationen verfolgt. In Mountain (USA) und Olkiluoto (Finnland) sind entsprechende konkret geplant. In Schweden soll im Jahr aus zwei vorhandenen Kandidaten ein Standort ausgewählt

Bestehende und geplante Endlager im Ausland in der folgenden (unvollständigen) Übersicht zusammengestellt:

Argentinien : Sierra del Medio (geplant) Bulgarien : Novi Han (in Betrieb) Finnland : Loviisa (in Betrieb); Olkiluoto (in Betrieb) Frankreich : Bure (Felslabor) (geplant); Centre de L'Aube (in Betrieb); Centre de La Manche (stillgelegt) Großbritannien : Drigg (in Betrieb) Japan : Rokkashomura (in Betrieb) Norwegen : Himdalen (in Betrieb) Schweden : SFR Forsmark (in Betrieb) Schweiz : Benken (geplant) Spanien : El Cabril (in Betrieb) Tschechische Republik : Bratrství (in Betrieb); Dukovany (in Betrieb); Richard (in Betrieb) Ungarn : Püspökszilagy (in Betrieb) USA : WIPP (in Betrieb); Yucca Mountain (geplant)




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