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Endogene Regionalentwicklung


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Entwicklung und Stellung der endogenen Regionalentwicklung Österreich

Die endogene Regionalenwicklung in Österreich hat ihren Ursprung Jahr 1979 wo vom Bundeskanzleramt die "Sonderaktion entwicklungsschwache Berggebiete" verabschiedet wurde. In dieser Sonderaktion aber nicht nur auf die rein ökonomischen eingegangen sondern auch die Stärkung der lokalen regionalen Autonomie in allen Lebensbereichen angestrebt. Durch Förderungen sollten die regionalen Disparitäten innerhalb Österreichs oder zumindest verringert werden. Die erste Initiative aber von den Landwirten selbst aus welche 1974 die Österreichische Bergbauernvereinigung (ÖBV) gründeten. Diese Bergbauernvereinigung sollte eine Alternative zum ÖVP-Bauernbund bilden. wurde von Mitgliedern der ÖBV gemeinsam mit der Bergland-Aktionsfonds (BAF) gegründet welcher zur Aktivierung Projektumsetzung die notwendige organisatorische Basis schaffen sollte. wurde schließlich die "Förderungsaktion für eigenständige Regionalentwicklung" unter der Projektbezeichung "Sonderaktion für entwicklungsschwache Berggebiete" Damit wurde das erste Förderprogramm Österreichs und Westeuropas eingeführt das das Konzept der eigenständigen verfolgte. Diese Sonderaktion wurde nach einer Testphase den Berggebieten schließlich auf alle Problemgebiete Österreichs Von 1986 bis 1990 befand sich das kurzzeitig im Zuständigkeitsbereich des Bundesministeriums für Öffentliche und Verkehr.

Das besondere war dass diese Initiativen die Landwirte von der SPÖ-Alleinregierung gesetzt wurden damit die traditionelle ÖVP-Agrarpolitik untergraben wurde. Zur der eigenständigen Regionalentwicklung wurde 1983 die Österreichische für eigenständige Regionalentwicklung (ÖAR) gegründet. In der der endogenen Regionalentwicklung zeigten sich nun aber Unterschiede zwischen den politischen Couleurs der jeweiligen Während im SPÖ-geprägten Burgendland kaum Aktivitäten zur Regionalentwicklung gesetzt wurden wurde in der ÖVP-Hochburg die endogene Regionalentwicklung mit aller Stärke vorangetrieben. wurde die Österreichische Arbeitsgemeinschaft für eigenständige Regionalentwicklung dem Bundeskanzleramt ausgegliedert und unter dem Namen Ges.m.b.H. privatisiert. Da durch die Privatisierung die Mittel aus dem Bundesbudget radikal gekürzt wurden die ÖAR ihr Beratungsangebot von der kostenlosen zu einer kostenpflichtigen Projektberatung umstellen wie dies bei privaten Consulting-Unternehmen üblich ist. Dies führte dass einige Mitglieder diesen "Ökonomisierungsprozess" der sich den ursprünglichen Ideen der endogenen Regionalentwicklung entfernt nicht mehr mittragen wollten und aus der austraten.

Auf der Homepage der ÖAR beschreibt sich folgendermaßen: "Die ÖAR-Regionalberatung G.m.b.H. ist ein Team von und Beratern für die Regionalentwicklung weit mehr nur ein Job ist. Wir initiieren unterstützen und begleiten Lern- und von Projekten und Unternehmen. Die Chancengleichheit von Frauen und Männern ist in allen Projekten ein besonderes Anliegen. Wir in einer professionellen Partnerschaft gemeinsam mit unseren die beste Lösung. Wir arbeiten

  • fachlich kompetent
  • methodisch innovativ
  • praxisnah und spürbar engagiert
  • mit einer ganzheitlichen Perspektive
  • lokal - regional - international
  • mit der Erfahrung von mehr als 3000 seit 1983"

Während in weiten Teilen Österreichs die Regionalentwicklung heute einen relativ niedrigen Stellenwert einnimmt speziell in Niederösterreich durch die Dorferneuerung die der endogenen Regionalentwicklung weiter fortgesetzt. Wichtig ist nämlich die Schaffung eines Regionalbewusstseins und die innerhalb der Dörfer wieder zu fördern bzw. für die Kommunikation der Dorfbewohner zu schaffen: Beispiel am Kirchenvorplatz keine Parkplätze anlegen sondern freie Fläche wo die Leute miteinander reden In einer Diplomarbeit aus dem Jahr 1989 bereits darauf hingewiesen dass sich zu viele mit der Platzgestaltung auseinandersetzen. Die Diplomandin hielt auch fest dass bei diesen Einstiegsprojekten vor der Vorzeigecharakter besonders wichtig sei um den zu signalisieren.

Eigenständige Entwicklungsansätze in Niederösterreich Das Bundesland stellt trotz seiner relativ geringen Größe ein mit großen Unterschieden dar. Zum einen gibt die peripheren Räume an der ehemaligen "Ostblock"-Grenze die Problemgebiete im Süden den Bundeslandes zum kann die Achse St. Pölten - Wien Wr. Neustadt durchaus als Aktivraum betrachtet werden. diese gravierenden regionalen Disparitäten gab es in schon sehr zeitig Initiativen um diesen Ungleichheiten begegnen. Ein Beispiel ist die vorhin erwähnte mit der bereits 1984 begonnen wurde. Das der Dorferneuerung in Niederösterreich ist stark mit heutigen Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll verbunden der den Österreichischen Bauernbund in die niederösterreichische Landesregierung und dort Mitinitiator der Dorferneuerung war. Auf Homepage der niederösterreichischen Landesregierung findet sich u.a. Definition der Dorferneuerung:

  • "Vom Zuschauer zum Mitspieler....
  • Vom Betroffenen zum Beteiligten.....
  • Orte beleben.......
  • Talente entdecken und entwickeln....
  • Schule der Demokratie.........
  • Natürliche Lebensgrundlagen schützen.....
  • Offen für die Herausforderungen der Zeit

Was will die NÖ Dorferneuerung? Die Aktion &sbquoNÖ Dorferneuerung' will die Ortsbewohner Ortsbewohnerinnen ermutigen Mitverantwortung für ihren unmittelbaren Lebensraum übernehmen und an dessen Gestaltung und Entwicklung mitzuarbeiten. Ortsbewohner setzen sich mit Stärken und Schwächen Heimatortes auseinander und arbeiten gemeinsam an Veränderungen: diskutieren gemeinsam planen aber auch Ärmel aufkrempeln selbst Hand anlegen. Betreuerinnen und Betreuer des &sbquoNÖ Dorf- und Stadterneuerung' begleiten sie dabei Land NÖ und die EU bieten finanzielle

Die lokalen Entwicklungsinitiativen können im Waldviertel eine lange Tradition verweisen. Seit der Grenzöffnung beschränken sich diese Initiativen nicht mehr nur den österreichischen Raum sondern werden großteils grenzüberschreitend

  • Als Beispiel sei hier die Idee "Ökoregion Waldviertel - Südböhmen" aus dem Jahren bis 1995 angeführt. Obwohl dieses Projekt von EU letztendlich nicht bewilligt wurde können die diese Zusammenarbeit aufgebauten Kontakte weiterhin genutzt werden.

  • 1998 schlossen sich sechs Gemeinden des Waidhofen an der Thaya in der Kleinregion zusammen um gemeinsam die Probleme der Region lösen. Es war bald klar dass eine Zusammenarbeit notwendig ist und so wurde auch Umsetzung des Aktionsprogramms InterregIIIA/PhareCBC angestrebt. Wichtig ist die Verantwortlichen dass nicht nur einige wenige die Arbeit eingebunden sind sondern die gesamte ist dazu eingeladen mitzuarbeiten. Zur besseren Koordination nun mit der Planung eines "Grenzüberschreitenden Impulszentrums im Dobersberg begonnen. Durch die Einrichtung eines in Slavonice (Zlabings) wird der Grundstein für problemlose grenzüberschreitende Kooperation gelegt. Für das "Grenzüberschreitende Thayaland" stehen in den nächsten drei Jahren in der Höhe von 1 Mio. Schilling zur Verfügung. Auch für die Zeit nach EU-Förderungen wurden bereits Vorkehrungen getroffen. Der Weiterbestand durch Beteiligungen von Gewerbebetrieben und Gemeinden gesichert

  • Eine weitere Waldviertler Initiative ist der Internet-Provider WVNET [1] welcher 1993 gegründet wurde. WVNET ist 100prozentige Tochterfirma des Telehauses Waldviertel an dem Mitglieder aus dem Waldviertel beteiligt sind. Seit 1996 war es durch den lokalen Internet-Provider im gesamten Waldviertel zum Ortstarif der damaligen und Telekom Austria Zugang zum Internet zu Bis dahin mussten die damals noch sehr Gebühren für die Fernzone nach Wien bezahlt Dadurch konnten zumindest in diesem Bereich die zwischen dem Waldviertel und den Ballungszentren Wien St. Pölten-Krems beseitigt werden und das Waldviertel sich in den letzten Jahren zu einer Dadurch konnte die Abwanderung in manchen Regionen reduziert werden genaue Zahlen werden aber erst Ergebnisse der Volkszählung 2001 bringen.

Quellen:

Amtsblatt der Bezirkshauptmannschaft Waidhofen a. d. 118. Jahrgang (2001) Nr. 10 S. 2

Manfred Greisinger/Josef Mayerhofer Von der Idee Impulszentrum: Waldviertel-Management - Telehaus Partner einer natürlichen In: Wolfgang Schwarz (Hg.) Perspektiven der Raumforschung und Regionalpolitik - Raumordnung Landes- und Regionalentwicklung Niederösterreich (= Mitteilungen des Arbeitskreises für Regionalforschung 26 Wien 1996) S. 218 - 225

Martin Heintel Einmal Peripherie - immer Szenarien regionaler Entwicklung anhand ausgewählter Fallbeispiele (= zur Geographie und Regionalforschung Band 5 Wien

Martin Heintel Endogene Regionalentwicklung. Eine wirtschafspolitische - unter der Berücksichtigung didaktischer Fragestellungen - struktur- und entwicklungsschwache Regionen? (= Mitteilungen des für Regionalforschung Sonderband 5 Wien 1994)

Werner Slupetzky Dorfzentrierte Erneuerungspersektiven für den Raum. In: Wolfgang Schwarz (Hg.) Perspektiven der Raumplanung und Regionalpolitik - Raumordnung Landes- und in Niederösterreich (= Mitteilungen des Arbeitskreises für Vol. 26 Wien 1996) S. 206 -214

Christian Vielhaber Entwicklung Struktur und Wandel Räume in der österreichischen Ostregion (Vorlesung im 2001 am Institut für Geographie und Regionalforschung Universität Wien)

Websites:

5. Geburtstag des Waldviertler Internet Providers mit Erfolgsbilanz [2]

Adolf Kastner Telematik im Waldviertel [3]

Deutsche Vernetzungsstelle LEADER II [4]

Homepage der ÖAR [5]

Homepage des Bundeslandes Niederösterreich [6]



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