Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 25. Oktober 2014 

Englischer Bürgerkrieg


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Der Englische Bürgerkrieg wurde von 1642 bis 1649 zwischen den Anhängern König Karls I. und dem Parlament ausgetragen. In ihm sich nicht nur die Spannungen zwischen dem absolutistisch gesinnten König und dem Unterhaus sondern auch die Gegensätze zwischen Anglikanern Puritanern Presbyterianern und Katholiken . Der Krieg endete mit der Hinrichtung Königs und der zeitweiligen Abschaffung der Monarchie und Errichtung einer Republik in England .

Inhaltsverzeichnis

Ursachen des Bürgerkriegs

Religiöse und dynastische Entwicklungen

Unter der Regentschaft von König Heinrich VIII. hatte sich England im Jahre 1534 durch die Gründung der Anglikanischen Staatskirche vom Vatikan gelöst. Durch das Book of Common Prayer wurde diese Trennung von der Römisch-Katholischen sakral vertieft. Nachdem der Versuch einer Rekatholisierung Königin Maria I. gescheitert war kam es zu einer Festigung der Anglikanischen Staatskirche. Nach der Ansicht Engländer unterschied sich die anglikanische Lehre nicht genug von der katholischen so dass in zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts die radikal- calvinistische puritanische Religionsbewegung einen starken Zuwachs erfuhr. der englischen Königin Elisabeth I. verschlechterte sich das Verhältnis zum mehrheitlich Schottland das von Maria Stuart regiert wurde. Im Jahre 1568 musste Maria Stuart nach England fliehen wurde 1587 auf Befehl Elisabeths hingerichtet. In der setzte sich der Presbyterianismus in Schottland durch. Als Elisabeth 1603 kinderlos verstarb bestieg aufgrund der dynastischen der schottische König und Sohn von Maria Jakob VI. als Jakob I. den englischen Thron. war ein Ur-Urenkel des englischen Königs Heinrich VII. Tudor und brachte durch die Schaffung einer Personalunion sowohl Schottland als auch England in Herrschaftsbereich der Stuarts . Seit 1604 bezeichnete er sich als König von Großbritannien .

England unter Jakob I.

Jakob I. stütze sich als erster König aus dem Haus Stuart auf den Glauben doch war er seit seiner Herrschaft Schottland von der Existenz göttlicher Königsrechte überzeugt. Ansicht widerstrebte der anglikanischen und vor allem puritanischen Lehre. Als die anglikanische Bischofskonferenz 1604 den puritanischen als auch den katholischen Glauben verschärften sich die religiösen Spannungen in England. November 1605 planten katholische Edelleute um Guy Fawkes in der so genannten Pulververschwörung den an Jakob I. und sämtlichen Parlamentariern. Durch Ausgleich zwischen Jakob und den Katholiken wurde Verschwörung jedoch vereitelt. Als folgenreich erwies sich unter Jakob aufkommende Konflikt zwischen Königtum und Dieser entzündete sich vor allem an den absolutistischen Tendenzen Jakobs I. die sich in Vorstellung von einem göttlich legitimierten Königtum äußerten keiner irdischen Macht und somit auch nicht Parlament verpflichtet sei. Auch seine Politik wies derartige Tendenzen hin. So ermöglichte er den von Titeln was auf die Schwächung des Adels abzielte. Die Spanien gegenüber friedliche Haltung Jakobs I. ließ Ansehen weiter sinken. Im Parlament formierte sich gegen den König gerichtete und auf die der parlamentarischen Rechte bedachte Opposition die vor aus Angehörigen der Gentry (Landadel) und des bestand. Als folgenschwer erwies sich ebenfalls die Jakob I. erfolgte massive Ansiedlung von englischen schottischen Siedlern im irischen Ulster . Obwohl sich Irland seit dem späten 12. Jahrhundert unter englischer Oberhoheit befand und seit 1542 offiziell der englischen Krone unterstellt war sich dort der katholische Glaube. Ein 1602 niedergeschlagener irischer Aufstand zeigte das auch diesem Teil der englischen Machtsphäre ein großes herrschte.

England unter Karl I.

Als Jakob I. 1625 starb folgte ihm sein zweitältester Sohn Karl I. auf den englischen und schottischen Die noch im selben Jahr erfolgte Vermählung I. mit Henrietta Maria de Bourbon machte ihn insbesondere bei den Puritanern da es sich bei ihr um die Tochter des französischen Königs Heinrich IV. handelte. Karl I. war noch stärker sein Vater von der Existenz göttlicher Königsrechte und strebte eine Aussöhnung mit der katholischen an. Er setzte sich mehrfach über das hinweg indem er ohne dessen Zustimmung Steuern Karls absolutistische Herrschaftsausübung provozierte den energischen Widerstand Parlaments in dem zahlreiche Puritaner vertreten waren. entscheidend sollte sich die 1628 erfolgte Wahl Oliver Cromwells in das Unterhaus des Parlaments herausstellen. Dieser gehörte der an und war ein fanatischer Puritaner welcher radikalen Strömung der Independenten angehörte. Im selben legte das Parlament dem König die Petition Right vor welche er unter finanziellem Druck ließ. Die Petition of Right forderte unter den Verzicht des Königs auf Steuererhebungen und Schutz vor wilkürlichen Verhaftungen. Im darauf folgenden ordnete Karl I. jedoch die Auflösung des an und regierte bis 1640 de facto als absolutistischer Herrscher wobei sich auf Berater wie Thomas Wentworth und Erzbischof William Laud stützte. Thomas Wentworth ehemaliger Abgeordneter des wurde 1632 zum Lord Deputy in Irland ernannt er mit einer harten zugleich pro-katholischen Politik Lage beruhigte. In dieser Phase seiner Regentschaft Karl I. seine politischen und religiösen Gegner wovon vor allem die Puritaner betroffen waren. Laud erstrebte die Durchsetzung des anglikanischen Glaubens überwiegend presbyterianischen Schottland was den heftigen Widerstand Schotten zur Folge hatte.

Der Weg zum Bürgerkrieg

Die presbyterianischen Schotten die sich im with God" ("Bund mit Gott") sahen begannen 1638 einen Aufstand. Wentworth wurde 1639 nach England zurückbeordert zum Lord von ernannt und gegen die Aufständischen eingesetzt. Die Feldzüge zur Niederschlagung des Aufstands scheiterten während Kosten dieser so genannten "Bischofskriege" stark anstiegen. diesem Hintergrund sah sich Karl I. 1640 dazu gezwungen zur Bewilligung weiterer Finanzmittel Parlament einzuberufen. Da die Parlamentarier Karls Herrschaft Allgemeinen und sein militärisches Vorgehen gegen Schottland Besonderen kritisierten ließ der König das Parlament wenigen Wochen wieder auflösen weshalb man auch Kurzen Parlament spricht. Weitere englische Mißerfolge im gegen die aufständischen Schotten zwangen Karl I. im selben Jahr dazu das Parlament ein Mal neu einzuberufen welches in Abgrenzung zum Parlament" auch als Langes Parlament bekannt wurde. wurde von den Puritanern unter der Führung John Pym dominiert. Das Lange Parlament legte 1641 einen Beschwerdekatalog vor und erzwang Zugeständnisse König. Dem königlichen Berater Lord Strafford wurde Prozess gemacht und seine Hinrichtung angeordnet. In befürchtete man nach der den irischen Katholiken kommenden Politik von Strafford eine gewaltsame Anglikanisierung es 1641 zur offenen Rebellion kam der englische und schottische Siedler zum Opfer fielen. parlamentarischen Kreisen kursierten Gerüchte denen zufolge Karl in diese Vorfälle verwickelt sei. Karl I. sich jedoch an die Spitze eines Feldzugs die rebellischen Iren setzen was ihm die des Parlaments verweigerte. Als Reaktion darauf formierte aus gemäßigten Abgeordneten eine königstreue Partei. Im 1642 ordnete Karl I. die Verhaftung mehrerer Parlamentarier an zu denen John Pym John Hampden und Arthur Haselrig gehörten jedoch unter Begleitschutz fliehen konnten. Karl I. daraufhin London und rüstete zum Kampf. Das Parlament die Aufstellung einer Armee in die Wege den royalistischen Kräften begegnen zu können. Während der Dreißigjährige Krieg auf dem europäischen Festland langsam seinem entgegenwütetete versank England nun in Bürgerkriegswirren.

Kriegsverlauf

Royalistische Anfangserfolge

Nach dem Ausbruch des Bürgerkriegs ergriff in großen Teilen von Wales in Cornwall und im Nordosten Englands Partei für König. Während man die königstreuen Engländer als ("Reiter") bezeichnete wurden die Anhänger des Parlaments "Roundheads" (aufgrund ihres meist kurzen Haarschnitts) bekannt. Regionen versuchten zunächst sich neutral zu verhalten jedoch nicht dauerhaft gelang. Zur ersten größeren des Englischen Bürgerkriegs kam es mit der von Kingston upon Hull durch den royalistischen Earl of Newcastle die am 11. Oktober 1642 abgebrochen musste. Das im Nordosten gelegene Hull wurde von den Parlamentariern als möglicher Ausgangspunkt für Eroberung von Yorkshire in Betracht gezogen. Am 23. Oktober es bei Edgehill zu einer Feldschlacht zwischen Konfliktparteien. Der unklare Ausgang der Schlacht hatte Einfluss auf den weiteren Vormarsch der royalistischen denen bald darauf die Einnahme Oxfords gelang. Es bestand nun für die Roundheads die unmittelbare Gefahr eines Vormarsches der Truppen gegen London. Der in parlamentarischen Diensten General Skippon stellte ein Heer mit einer von über 20.000 Mann auf und ließ befestigen. Skippons Truppen stellten sich den Cavaliers 13. November 1642 entgegen doch zogen Letztere ohne das es zu nennenswerten Kampfhandlungen gekommen

Im Jahre 1643 ergriffen die Schotten Partei für die während die Cavaliers von Cornwall ausgehend militärisch aktiver wurden. Unter Sir Ralph Hopton eroberten Truppen Devon Dorset und Somerset . Hoptons Truppen vereinten sich im Juli denen des königlichen Reitergenerals Ruprecht von der Pfalz bei dem es sich um einen von Friedrich V. handelte. Gemeinsam unternahmen sie einen Angriff Bristol der am 26. Juli begann und hohen Verlusten mit der Einnahme der Stadt Am 9. August begannen die Cavaliers mit Belagerung von Gloucester welches sich inmitten von royalistisch kontrolliertem befand. Als ein Entsatzheer unter dem Earl Essex eintraf zogen sich die Royalisten am September zurück. Am 20 September kam es bei Newbury zu einer Schlacht zwischen den Heeren die keinen klaren Sieger hervorbrachte.

Die entscheidende Kriegsphase

Das Kriegsjahr 1644 begann mit der Belagerung von Nantwich irische Truppen unter dem royalistischen General Byron jedoch am 25. Januar durch parlamentarische Truppen Sir Thomas Fairfax beendet wurde. Um das von den belagerte York zu entlasten traf Ruprecht vor der ein und zwang die Parlamentarier und ihre Verbündeten am 2. Juli zu einer offenen bei Marston Moor. Die Schlacht endete mit schweren Niederlage für die Royalisten welche die über Nordengland verloren. Auf dem südwestlichen Kriegsschauplatz der Earl of Essex einen tiefen Vorstoß royalistisches Gebiet bis er am 1. September Lostwithiel in Cornwall in einen Hinterhalt gelockt und besiegt Die Schlacht bei Lostwithiel stellte den letzten Erfolg der Royalisten dar. Anstatt den Ausgang Schlacht zu weiteren militärischen Unternehmungen zu nutzen sich Karl I. mit seinen Truppen nach zurück.

Entscheidend für den weiteren Kriegsverlauf wurde Aufstellung der New Model Army unter Fairfax und Cromwell die im Winter 1644 und bis zum Januar 1645 abgeschlossen war. Oliver Cromwell hatte 1643 Kavallerieeinheit aufgestellt die überwiegend aus fanatischen Puritanern und deren Mitglieder als "Ironsides" bekannt wurden. übernahm in der ebenfalls überwiegend aus radikalen Puritanern bestehenden New Model Army den Oberbefehl über die Reiterei . Die für damalige Verhältnisse modern ausgerüstete kämpfende Armee fügte den Truppen Karls I. 14. Juni 1645 bei Naseby eine schwere zu. Am 10. Juli folgte eine weitere der Cavaliers bei Langport. Bis zum Herbst die Roundheads wichtige Stützpunkte wie etwa Bristol Dabei kam es beim Basing House in Hampshire zu einem besonders grausamen Vorfall. Das als "Loyalty House" bekannte von Royalisten verteidigte hatte mit seinen provisorisch errichteten Bastionen 1643 und 1644 mehreren Belagerungen standgehalten. Es bot zahlreichen parlamentarischer Seite verhassten Menschen Zuflucht wie etwa und Angehörigen des Hochadels. Am 14 Oktober schossen die Roundheads das Basing House sturmreif. puritanischer Prediger bezeichnete die Verteidiger des Anwesens "gotteslästerliches Ungeziefer" und forderte ihre Vernichtung. Tatsächlich nur wenige Menschen bei der Erstürmung des House durch die siegreichen Roundheads verschont.

Zu Beginn des Jahres 1646 befanden sich die Royalisten eindeutig in Defensive. Parlamentarische und schottische Truppen begannen mit Belagerung von Newark der letzten von Royalisten gehaltenen Stadt Nordengland. Am 8. Mai ergab sich die der Stadt. Im selben Monat begann die Oxfords durch die Roundheads wohin sich Karl nach der Schlacht von Naseby zurückgezogen hatte. sich der Belagerungsring um Oxford geschlossen hatte ihm die Flucht. Er begab sich nach Newcastle wo ihm schottische Truppen Schutz gewährten. dort aus erging am 16. Juni 1646 Befehl an alle noch existenten royalistischen Garnisonen Waffen niederzulegen.

Der "zweite" Bürgerkrieg

Die Schotten lieferten Karl I. 1647 an das englische Parlament aus. Spannungen der Armee und dem Parlament nutzte Karl wenigen Monaten in Gefangenschaft dazu um die vom Übertritt auf seine Seite zu überzeugen. Juli 1648 kam es in England zu royalistischen während schottische Kämpfer in englisches Territorium einfielen. Oliver Cromwell wurden die Schotten bei Preston entscheidend geschlagen während royalistische Ortschaften wieder Kontrolle des Parlaments gebracht werden konnten. Der Bürgerkrieg wurde somit beendet. Lediglich in Irland Aufständische unter dem Earl of Ormonde weiterhin gegen die Roundheads. Durch seine militärischen Erfolge seinen aggressiven Puritanismus war Cromwells Einfluß inzwischen gewachsen. Er beauftragte die Armee mit der diverser presbyterianischer und königstreuer Abgeordneter. Zudem wurde Abgeordneten der Zutritt zum Parlament verweigert. Das entstandene "Rumpfparlament" ordnete auf Betreiben Cromwells einen gegen Karl I. an. Am 30. Januar 1649 wurde Karl I. enthauptet.

Folgen des Krieges

Der Englische Bürgerkrieg hatte die Abschaffung Monarchie und die Errichtung der englischen Republik Folge das so genannte Commonwealth . Die Republik wurde ohne Oberhaus vom Rumpfparlament regiert. Der Puritanismus war einer zeitweilig unterdrückten zur dominierenden Religionsbewegung in geworden was sich insbesondere für die Katholiken auswirkte. Unter Cromwell wurden brutal geführte Strafzüge Irland und Schottland unternommen und die Bodenenteignung Grundbesitzer angeordnet. Die Republik hatte nur bis 1653 Bestand und wurde von einer puritanischen Militärdiktatur unter Cromwell als "Lordprotektor" abgelöst. Nach Tode Cromwells im Jahre 1658 und der Abdankung seines inkompetenten Sohnes Richard wurde 1660 die Monarchie unter dem Sohn Karls wiederhergestellt . Trotzdem hatte der Englische Bürgerkrieg langfristig Festigung des Parlamentarismus und die Herausbildung einer Demokratie in England zur Folge.

Die Strafzüge Cromwells

Die Unterwerfung Irlands

In direktem Zusammenhang mit den Ereignissen Englischen Bürgerkriegs stehen die Strafzüge Cromwells gegen Irland und Schottland die er nach der Hinrichtung Karls unternahm. Richtete sich der 1641 ausgebrochene Aufstand der irischen Katholiken zunächst sämtliche englische Siedler verbündeten sie sich im Verlauf des Kriegs notgedrungen mit den englischen und seit dem "zweiten" Bürgerkrieg zusätzlich mit presbyterianischen Schotten. Nach dem Sieg des Parlaments die Krone wollte Cromwell die Herrschaft der Republik auch in Irland durchsetzen und dabei Exempel an den Aufständischen statuieren. Bis 1649 es dem royalistischen Earl of Ormonde gelungen irischer Hilfe die Parlamentarier auf wenige Stützpunkte Nur die Region Ulster und Dublin konnten für die englische Republik gehalten Die aufständischen Iren waren jedoch schlecht ausgerüstet meist schwach organisiert. Kompensiert wurde dies teilweise das militärische Wissen das sich zahlreiche Iren Söldner auf dem europäischen Festland angeeignet hatten. im Errichten von Befestigungsanlagen waren die Iren Gegnern mindestens ebenbürtig. Jedoch fehlte es ihnen Schießpulver weshalb sie aus den verwesenden Leichen englischer Siedler Salpeter gewannen.

Als im August Oliver Cromwell mit Truppen in Irland eintraf änderte sich die äußerst schnell. Die Belagerung Dublins durch Iren und Royalisten wurde gewaltsam während Cromwells Truppen am 9. September mit Angriff auf Drogheda an der irischen Ostküste Am 11. September gelang ihnen die Einnahme Stadt worauf ein Blutbad folgte. Sämtliche Bewohner wurden umgebracht oder deportiert. Danach zog Cromwells weiter nach Süden bis es am 11. die Küstenstadt Wexford eroberte und dort ebenfalls Bevölkerung tötete oder verschleppte. Vor dem Hintergrund brutal geführten Feldzugs schlugen sich Städte wie Cork und Youghal auf die parlamentarische Seite ihrer Zerstörung zu entgehen. Der Angriff auf blieb erfolglos und forderte zahlreiche Todesopfer so Cromwell mit der Garnison Verhandlungen aufnahm und am 28. März 1650 freien Abzug gewährte. Im Mai unternahmen Truppen mehrere erfolglose Sturmangriffe auf Clonmel das irischen Aufständischen unter Hugh Dubh O'Neill verteidigt Als die Iren ihre gesamte Munition verschossen verließen sie im Schutz der Nacht die so dass die Roundheads am nächsten Tag konnten. Aufgrund der Lage in Schottland verließ kurze Zeit später Irland und ließ ein Truppenkontingent zurück. Diese Truppen brachen den restlichen Widerstand. Am 21. Juni wurden die aufständischen bei Scarrifhollis geschlagen und am 10. August Kapitulation ihres Stützpunktes in Waterford erzwungen. Der wurde 1651 fortgeführt und gegen Limerick gerichtet. Die von O'Neill verteidigte Stadt am 27. Oktober nach der Zusicherung des Abzugs. Bis 1652 leisteten die Iren noch vereinzelt Widerstand befand sich Irland zu diesem Zeitpunkt größtenteils der Kontrolle der englischen Republik.

Der Feldzug gegen Schottland

Die seit 1648 mit den Royalisten verbündeten Schotten hatten bei Preston eine schwere Niederlage hinnehmen müssen wurde der schottische Widerstand durch diese Schlacht gebrochen. Deshalb kehrte Cromwell 1650 aus Irland und organisierte einen Feldzug gegen Schottland. Dieser mit einem Sieg der parlamentarischen Truppen unter und General George Monk bei Dunbar. Mit Befestigungsanlagen versehene schottische Stützpunkte wie Edinburgh Castle Stirling Castle gerieten schnell unter parlamentarische Kontrolle. der Folgezeit wurden in schottischen Ortschaften wie Perth und Leith Zitadellen erbaut um die Herrschaft der englischen durchzusetzen. Zu weiteren Konflikten kam es als 1650 in Schottland gelandete Karl II. Sohn Karls I. mit schottischen Truppen England einfiel. Unter Cromwell stellten sich ihnen parlamentarischen Truppen am 2. September bei Worcester sie in einer offenen Feldschlacht über die siegten. Damit war auch die Beseitigung des Widerstands erreicht.

Charakter des Kriegs

Ausrüstung und Taktik

Die im Englischen Bürgerkrieg kämpfenden Heere sich in ihrer Bewaffnung und Kampfweise kaum denen des europäischen Festlands. Die Infanterie bestand zu über zwei Dritteln aus Musketenschützen während es sich bei den restlichen um Pikeniere handelte. Die Reiterei bestand unter anderem Kürassieren und Arkebusierreitern. Hinzu kamen Dragoner Infanteristen die auf leichten Pferden ritten. der Infanterie trugen lediglich einige Pikeniere eine Rüstung die meist aus einem visierlosen Helm und einem Brust- und Rückenpanzer bestand. derartige Rüstung wurde als "harquebus armour" auch der Reiterei verwendet doch trugen manche Kürassiere Plattenrüstung die bis zu den Knien reichte. Kuriosum stellte die Kürassiereinheit von Sir Arthur dar deren Mitglieder ausnahmslos vollständige rot gefärbte trugen und die deshalb als "Haselrig's Lobsters" Hummer") bekannt waren. Seine Rüstung rettete Haselrig einer Schlacht von 1643 das Leben. Gebräuchlich zudem ein verstärktes aber zugleich flexibles Ledergewand coat") das manche Soldaten unter oder anstatt Rüstung trugen. Ein solches Gewand war deutlich als ein Brustpanzer weshalb die alleinige Verwendung Brustpanzers häufiger war. Der Kopf wurde meist eine schlichte englische Variante der so genannten Zischägge geschützt die als "pot" bezeichnet wurde. Tragen von Uniformen war noch nicht allgemein auch wenn für die New Model Army durchgängige rote Uniformierung vorgesehen war. Aus logistischen ließ sich dies aber nicht realisieren so sich viele parlamentarische Soldaten zur Erkennung im ein rotes Stück Stoff umbanden. Die Royalisten vor allem vom katholischen Frankreich mit Waffen beliefert die über den nach Cornwall geschickt wurden. Die Niederlande produzierten in großem Umfang Waffen und mit denen sie sowohl im Dreißigjährigen Krieg auch im Englischen Bürgerkrieg sämtliche Kriegsparteien belieferten. Englischen Bürgerkrieg wurde vereinzelt der Langbogen zum letzten Mal von Engländern eingesetzt.

Die Gefechtsordnung in den Schlachten des Bürgerkriegs wies keine nennenswerte Unterschiede zu der der Spätphase des Dreißigjährigen Kriegs üblichen Anordnung Die Infanterieformationen wurden immer dünner und breiter zugleich der Anteil der im Zentrum postierten abnahm. Die Reiterei postierte sich an den des Heeres das sich meist in bis drei Linien über das Schlachtfeld ausbreitete. Eine stellte die Tatsache dar das in den des Englischen Bürgerkriegs kaum Gebrauch von Kanonen gemacht wurde. Trotzdem erzeugten die zahlreichen für einen starken Pulverdampf der oftmals im für Verwirrung sorgte. Besonders gefürchtet war der den schottischen Highlandern durchgeführte "Scottish Charge" ("Schottischer Angriff"). Dabei die Highlander eine Salve ab warfen dann ihre Musketen weg zückten eine Nahkampfwaffe und einen Schild ("Targe") Abwehr von Bajonetten . Durch den Pulverdampf ihrer Salve vor Sicht geschützt nahmen sie eine Keilformation ein durchbrachen an einer bestimmten Stelle die gegnerische Bei den meisten Kampfhandlungen des Englischen Bürgerkriegs es sich um Belagerungen .

Siehe auch: Geschichte Englands Glorious Revolution



Bücher zum Thema Englischer Bürgerkrieg

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Englischer_B%FCrgerkrieg.html">Englischer Bürgerkrieg </a>