Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Entropie als Begriff in der Informationstheorie ist in Analogie zur Entropie in der Thermodynamik und Statistischen Mechanik benannt. Beide Begriffe haben Gemeinsamkeiten deren allerdings Kenntnisse in beiden Fachgebieten voraussetzt.
Das informationstheoretische Verständis des Begriff Entropie geht auf Claude Shannon und existiert seit etwa 1948 . In diesem Jahr veröffentliche Shannon seine Arbeit A Mathematical Theory of Communication und prägte damit die moderne Informationstheorie .
wobei p j die Wahrscheinlichkeit ist mit der das j -te Symbol z j des Alphabet Z im Informationtext I auftritt. H multipliziert mit der Anzahl der Zeichen Informationstext ergibt dann die mindestens notwendige Anzahl Bits die zur Darstellung der Information notwendig
Shannons ursprüngliche Absicht diese Entropie als Maß der benötigten Bandbreite eines Übertragungskanals zu nutzen wurde schnell verallgemeinert. Die wurde generell als ein Maß für den Informationsgehalt betrachtet. Wenn die Entropie etwa einen von 1 hat dann gilt die Information als zufällig . Bei einer kleinen Entropie enthält der Redundanzen oder statistische Regelmäßigkeiten.
Die rein statistische Berechnung der informationstheoretischen nach obiger Formel ist gleichzeitig ihre Beschränkung. ist die Wahrscheinlichkeit eine 0 oder 1 in einer geordneten Zeichenkette "1010101010..." zu genauso groß wie in einer Zeichenkette die statistisch unabhängige Ereignisse (etwa wiederholten Münzwurf) entstanden Daher ist Shannons Entropie für beide Zeichenketten obwohl man intuitiv die erste Kette als zufällig bezeichnen würde. Eine angemessenere Definition der einer Zeichenkette liefert die Bedingte Entropie und Quellentropie (siehe Blockentropie ) die beide auf Verbundwahrscheinlichkeiten aufbauen.
Möchte man ein normiertes Maß für Entropie einer beliebigen diskreten Verteilung haben ist es von Vorteil die mögliche Entropie die bei Gleichverteilung der p j erreicht wird zur Normierung heranzuziehen. Sei = |Z| die Anzahl der erlaubten Symbole I über dem Alphabet Z dann ist die maximale Entropie H max gegeben durch:
Daraus folgt beispielsweise H max =1 für eine Binärverteilung ( Z ={0 1}) also benötigt man 1 Bit Zeichen und |I| Zeichen für die komplette I . Dieser Wert wird erreicht wenn 0 en und 1 en gleich häufig vorkommen. Normiert man nun Entropie einer beliebigen Verteilung mit z verschiedenen mit H max erhält man:
Ein anderer Zugang den Gehalt einer zu messen ist durch die Kolmogorov Komplexität gegeben worin der kürzestmögliche Algorithmus zur einer gegebenen Zeichenkette die Komplexität derselben angibt. Gregory Chaitin ist ebenfalls über die Shannonsche Definition Entropie einer Information hinausgegangen (siehe Chaitinkette).
HTML-Code zum Verweis auf diese Seite: <a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Entropie_(Informationstheorie).html">Entropie (Informationstheorie) </a>