Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Als Enzyklopädik oder (älter) Enzyklopädistik bezeichnet man die Wissenschaft von der Erforschung und Entwicklung von enzyklopädischen Nachschlagewerken . Gelegentlich wird unter Enzyklopädik schwerpunktmäßig die historische Untersuchung und unter Enzyklopädistik eher die Beschäftigung mit dem Aufbau der Gestaltung von Enzyklopädien subsumiert. Eine genaue ist jedoch nicht möglich da beide Bezeichnungen synonym verwandt werden. Die neuere Bezeichnung für heutige Forschungsdiziplin ist Enzyklopädik.
Die Enzyklopädistik entstand im Mittelalter und beispielsweise die alphabetische Strukturierung als Gliederungsprinzip (z.B. der Polyanthea von Dominicus Nanus Mirabellius). Weitere Merkmale die Einführung von Zwischenüberschriften und das Bemühen eine klare Hierarchisierung ders Textkörpers.
Heutige Enzyklopädien sind alphabetisch gegliedert. Die alphabetische Sortierung bestimmt die aktueller Wörterbücher und Enzyklopädien. Ein Nachteil dieses ist das Verwischen von Zusammenhängen und verwandten sowie die Nebeneinanderordnung nicht inhaltlich verwandter Begriffe Glatze und Glaube .
Bereits seit der Antike gibt es systematisch geordnete Enzyklopädien. Ein Nachteil dieser Vorgehensweise darin dass der Benutzer bereits genug über Thema wissen muss um es im richtigen suchen zu können. Eine ausführliche Diskussion findet in d´Alemberts "Discours préliminaire de l´Encyclopédie" von 1751 sowie in dem von Diderot verfassten "ENCYCLOPÉDIE" in der Encyclopédie statt.
Eine Spezialform der systematischen Gliederung ist Loci-Methode bei der Informationen mit Hilfe eines Systems von Begriffen ( Loci ) und Unterbegriffen abgelegt werden. Dieses Prinzip auf Erasmus von Rotterdam zurück ( "De duplici copia verborum ac rerum" und "De ratione studii ac legendi interpretandique auctores" ) und wurde im 16. Jahrhundert adaptiert von den Reformatoren Zwingli und sowie Rudolf Gwalther Konrad Pellikan Petrus Martyr sowie Konrad Gessner ( "Pandectarum libri" )
Noch ältere Ordnungsprinzipien folgen einer chronologischen Sortierung so beispielsweise dem Sechstagewerk.
Weitere Ordnungsprinzipien orientieren sich an metaphysischen wie dem Katechismus .