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Epigenese


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Die Epigenese ( griech. ) eigentlich: "dazu-Entstehung" Neubildung - bezeichnet eine die Biologie erstmals durch William Harvey augestellte Hypothese wonach sich mit der des Organismus aus dem Ei neue Strukturen die nicht bereits im Ei vorgebildet waren.

Der Durchbruch der Epigenese mit Caspar Wolff

Harvey bezog diese Auffassung besonders auf Organismen. Nach langer Vorherrschaft der Präformationslehre gelang erst Caspar Friedrich Wolff in seiner "Theoria generationis" ( 1759 ) sowie in der in St. Petersburg erschienen Abhandlung "Über die Bildung des im bebrüteten Hühnchen" ( 1768 / 1769 ) die Epigenesetheorie neu zu begründen.

Wolff zeigte daß die Entwicklung des ein Neubildungsprozess ist wobei sich dieses Organ wie auch die anderen Organsysteme - aus Anlagen des sich entwickelnden Keimes herausbilde. Die dieser Theorie fällt demnach zusammen mit der der embryologisch so folgenreichen und frucktbaren Keimblatttheorie nach Wolff von Ch. Pander J.F. Merkel K.E. v. Baer weiterentwickelt und in ihrer erwiesen wurde.

Zum Irrweg der Abweichung im Lackarmismus

Auf entwicklungsgeschichtlichem Gebiet öffnete die epigenetische den Blick auf die Bedeutung von individuelle Veränderungen für die Transformation der Art. Wenngleich als " Lamarckismus " (siehe Ektogenese und Autogenese in die eingegangene Theorie zu Beginn des 20. Jahrhunderts als unhaltbar erkannt wurde hatte sie als Leithypothese für die Aufstellung der früheren deszendenztheoretischen Argumente große Bedeutung ( Charles Darwin Geoffroy de Saint-Hilaire Jean Baptiste Lamarck ).

Auf phylogenetischer Ebene wiederholt sich der Streit der und Epigenetiker in der Auseinandersetzung der Neolamarckianer den Neodarwinisten(siehe Darwinismus ). Die damit verbundenen Diskussionen wurden weitgehend naturphilosophischen Argumenten und Begriffen geführt. Seit dieser sind die Termini Präformation und Epigenese eng dem Mechanizismus und dem Vitalismus verknüpft. Bereits Wolff hatte mit der die Lebenskraft (vis essentialis) gekoppelt.

Zwischen beiden besteht jedoch kein innerer Die nachweisbare unterschiedliche Bevorzugung von Präformation und durch die Vertreter des Mechanizismus bzw. Vitalismus nicht diese beiden Termini ihrerseits als mechniszistsich vitalistisch zu etikettieren. Beide gehören zu den theoretischen Begriffen in der Geschichte der Biologie noch in unzureichender Form entwicklungsgeschichtliche Sachverhalte ab.

Der Streit zwischen Präformationstheoretikern und Epigenetikern inhaltlich nicht entscheidbar. So wichtig die Epigenesetheorie um die Wissenschaftelr auf das genaue experimentell Studium tatsächlicher Entwicklungsprozesse zu orientiren so einseitig sie sollte sie das Entwicklungsgeschehen insgesamt erklären. allem die auffällige Ähnlichkeit der Eltern mit Nachkommen das uralte Vererbungsproblem ließ keine epigenetische zu.

Präformation und Epigenese wurden als zwei und denselben Prozess jeweils einseitig erfassende und Einseitigkeit verabsolutierende Konzeptionen erkannt. Ohne weitere tiefere war es nicht möglich die schon zu des 20. Jahrhundert s auf der Tagesordnung stehende und einigen Biologen (Wilhelm Roux) genial erahnte dialektische epigenetischer und pröformatorischer Entwicklungsleistungen zu konzipieren.

siehe auch Individualentwicklung



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