Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Osten
im Landkreis Weimarer Land : Niederzimmern Utzberg und Mönchenholzhausen (alle Verwaltungsgemeinschaft sowie Klettbach (Verwaltungsgemeinschaft Kranichfeld)
im Landkreis Gotha : Ingersleben und Gamstädt (beide Verwaltungsgemeinschaft Nesse-Apfelstädt-Gemeinden) Nottleben und Zimmernsupra (Verwaltungsgemeinschaft Nesseaue)
im Landkreis Sömmerda : Witterda (erfüllende Gemeinde ist Elxleben) Elxleben Walschleben (Verwaltungsgemeinschaft Gera-Aue) Riethnordhausen (Verwaltungsgemeinschaft Straußfurt) sowie Alperstedt Großrudestedt Udestedt Kleinmölsen und Großmölsen (alle Gramme-Aue)
Erfurt liegt im Süden des Thüringer Beckens in einem weiten des Flusses Gera einem Nebenfluss der Unstrut . Im Süden wird das Stadtgebiet von bewaldeten Höhen Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt von Nord nach Süd 21 km und von Ost nach West 22 4 km.
Beschreibung : In Rot ein sechsspeichiges silbernes Rad zwei Speichen senkrecht stehen. Bedeutung : Das Wappen ähnelt sehr dem Stadtwappen von Mainz da Erfurt ab ca. 755 bis 1802 zum Erzbistum Mainz gehörte. Es taucht erstmals im 13. Jahrhundert im Stadtwappen auf und wurde im 17. Jahrhundert auch in das Siegel der Stadt nachdem dort seit dem 12. Jahrhundert der Heilige Martin als Patron des Mainz abgebildet war.
Im Mittelalter war Erfurt eine bedeutende Handelsstadt ein Quell des Wohlstandes war der Handel mit Waid . Mit dem Aufkommen effektiverer Farbstoffe nahm Bedeutung der Stadt ab.
1802 kamen Stadt- und Landgebiet Erfurt gemäß Vertrag als Entschädigung zum Königreich Preußen wurde jedoch 1806 durch Napoleons I. Truppen besetzt. Dieser erklärte 1807 Erfurt mit Blankenhain zu einer kaiserlichen 1814 endete nach erfolgreicher Belagerung durch preußische und russische Truppen die französische Besetzung und 1815 wurde Erfurt aufgrund des Wiener Kongress wieder dem Königreich Preußen zugesprochen welches den größten Teil des Landgebietes und das Blankenhainer Gebiet an Sachsen-Weimar-Eisenach 1816 wurde die Universität Erfurt geschlossen. Im gleichen Jahr wurde Stadtkreis (kreisfreie Stadt) und Sitz der preußischen (Regierungsbezirk Erfurt) welche dem Oberpräsidenten der preußischen Provinz Sachsen in Magdeburg unterstand. Der Stadtkreis Erfurt wurde jedoch bereits 1818 wieder mit dem Landkreis Erfurt verbunden. 1. Januar 1872 schied die Stadt erneut aus dem Erfurt aus und wurde kreisfrei.
1932 wurde der Landkreis Erfurt dem benachbarten Weißensee eingegliedert doch entstand 1952 erneut ein Landkreis Erfurt. Gleichzeitig wurde nach Auflösung des Landes Thüringen Sitz des neu gebildeten Bezirks Erfurt . Bei der Kreisreform 1994 wurde der Landkreis Erfurt aufgelöst und Gebiet in die neuen Landkreise Weimarer Land Gotha und Sömmerda eingegliedert. Erfurt selbst blieb seit 1872 stets eine kreisfreie Stadt .
Am 26. April 2002 hat der Name Erfurts durch den Amoklauf von Erfurt am Gutenberg-Gymnasium tragische Berühmtheit erlangt. Seitdem der Name der Stadt in zahlreichen Formulierungen Synonym für das Verbrechen genannt (Beispiel: Was sich nach Erfurt geändert?)
Die Stadt wandte sich später mehrheitlich der Reformation zu. Daher gab es innerhalb der Stadt starke Spannungen zwischen den Konfessionen . 1530 konnte im so genannten "Hammelburger Vertrag" Gleichberechtigung der Konfessionen erreicht werden. Danach behielten Protestanten 8 Kirchen. Sie wurden von einem geleitet. 1563 wurde ein Evangelisches Ministerium eingerichtet dem als oberste Kirchenbehörde Verwaltung der Protestanten oblag. Im 16. Jahrhundert setzte die Gegenreformation ein infolge dessen die Stadt wieder mehrheitlich katholisch wurde.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es für den Bischof immer schwerer seine Amtsgeschäfte im Ostteil Bistums wahrzunehmen. Ebenso erging es dem Bischof Würzburg dem die südlichen Pfarrgemeinden Thüringens zugeordnet 1946 wurde daher in Erfurt für die Gebiete der Bistümer Fulda und Würzburg ein eingesetzt der 1953 zum Weihbischof und 1968 zum Bischöflichen Kommissar ernannt wurde. Durch Neuordnung der katholischen Kirche in der DDR wurden die Gebiete per Dekret am 20. Juli 1973 zum Bischöflichen Amt Erfurt-Meiningen erhoben und formell von ihren bisherigen Bistümern abgetrennt. Leiter Bischöflichen Amtes wurde ein Apostolischer Administrator der Titel Bischof erhielt.
Die wenigen Protestanten die nach der noch in Erfurt waren wurden nach dem an Preußen Glieder der mit der Bildung Provinz Sachsen errichteten Provinzialkirche Sachsen. 1817 wurden in ganz Preußen lutherische und Gemeinden zu einer einheitlichen Landeskirche ( Unierte Kirche ) vereinigt. Danach gehörten alle Kirchengemeinden Erfurts "Evangelischen Kirche in Preußen" beziehungsweise dessen Provinzialkirche deren Oberhaupt der jeweilige König von Preußen "summus episcopus" war. Nach Wegfall des Landesherrlichen 1918 war die Provinzialkirche Sachsens Gründungsmitglied der Kirche der Altpreußischen Union" und 1947 wurde sie eine selbständige Landeskirche ( Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen ) mit einem Bischof an der Spitze. Die protestantischen Kirchengemeinden gehören - sofern es sich nicht um Freikirchen handelt - zum Kirchenkreis Erfurt innerhalb der Propstei Erfurt-Nordhausen deren Sitz sich in Erfurt
Die Verwaltung der Stadt Erfurt oblag in den Händen eines vom König eingesetzten und des Bistums Mainz. Im 13. Jahrhundert entwickelte sich aus einem Ausschuss der der Stadt der 1212 erstmals genannt wird. Mitglieder des Rats die Ratsherren und eine unterschiedliche Anzahl von Bis 1800 gab es mehrere Änderungen beim und dem Oberhaupt der Stadt. Nach dem an Preußen wurde ab 1822 die preußische Städteordnung eingeführt. Danach stand der Spitze der Stadt meist ein Oberbürgermeister. gab es auch weiterhin einen Rat. Während Zeit des Dritten Reiches wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt und nach dem Zweiten Weltkrieg bildete die sowjetische Besatzungszone den "Rat Stadt" beziehungsweise die Stadtverordnetenversammlung die ebenfalls vom Volk gewählt wurde. 1952 wurde das Stadtgebiet aufgrund eines Beschlusses Stadtverordnetenversammlung in die Stadtbezirke Mitte Süd Ost West (ab 1957 Mitte Nord und Süd) eingeteilt. Diese blieb bis 1990 bestehen. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde das als Stadtrat bezeichnete Gremium wieder frei gewählt. Vorsitzender Gremiums war zunächst ein Präsident des Rates beziehungsweise "Ratspräsident". Dieses Amt hatte zunächst Kindervater (CDU) inne. Der Rat wählte anfangs den Oberbürgermeister . Seit 1994 wird der Oberbürgermeister direkt vom Volk Er ist heute auch Vorsitzender des Stadtrates.
Flughafen : Im Westen der Stadt befindet sich Flughafen Erfurt von dem die irische Ryanair im Januar 2004 tägliche Linienflüge nach London - Stansted aufnahm.
Universität Erfurt ; Die Universität Erfurt wurde 1392 als Universität innerhalb der Grenzen des heutigen Deutschlands und war zeitweise die größte Universität des Einer ihrer berühmtesten Studenten war Martin Luther . Beim Übergang der Stadt Erfurt an Preußen im Jahre 1802 wurde die Universität Erfurt geschlossen.
Im Dezember 1993 beschloss der Landtag von Thüringen die wieder zu errichten. Die juristische Wiedergründung erfolgte 1. Januar 1994 . Der Lehrbetrieb wurde zum Wintersemester 1999/2000 2001 wurde die Pädagogische Hochschule Erfurt in Universität eingegliedert: Diese Hochschule war 1969 durch Zusammenlegung der 1953 eröffneten Pädagogischen Institute Erfurt und Mühlhausen worden und bildete seit 1990 Grundschullehrer und Regelschullehrer aus.
Fachhochschule Erfurt : Die Fachhochschule Erfurt ist eine Neugründung Landes Thüringen. Vorgängereinrichtungen waren die Ingenieurschulen für Bauwesen und Gartenbau .
Das Stadtgebiet Erfurts gliedert sich in Stadtteile . Hiervon bilden 36 zugleich eine Ortschaft im Sinne des § 45 der Kommunalordnung. Die Ortschaften wurden durch die Hauptsatzung der Stadt Erfurt eingerichtet. Dabei handelt sich meist um räumlich getrennte Dörfer die selbständige Gemeinden waren. Für 33 Ortschaften gibt jeweils einen vom Volk anlässlich einer Bürgerversammlung Ortschaftsrat der je nach Einwohnerzahl der Ortschaft 4 und 10 Mitglieder hat. Drei Ortschaften mit benachbarten Ortschaften einen gemeinsamen Ortschaftsrat. Vorsitzender Gremiums ist der ebenfalls vom Volk gewählte Ortsbürgermeister . Die Ortschaftsräte sind zu wichtigen die betreffenden Angelegenheiten zu hören.
Die 53 Stadtteile Erfurts beziehungsweise die Ortschaften ( kursiv ):
Altstadt
Löbervorstadt
Brühlervorstadt
Andreasvorstadt
Berliner Platz
Rieth
Johannesvorstadt
Krämpfervorstadt
Hohenwinden
Roter Berg
Daberstedt
Dittelstedt
Melchendorf
Wiesenhügel
Herrenberg
Hochheim
Bischleben-Stedten
Möbisburg-Rhoda
Schmira
Bindersleben
Marbach
Gispersleben
Moskauer Platz
Ilversgehofen
Johannesplatz
Mittelhausen
Stotternheim
Schwerborn
Kerspleben
Vieselbach
Linderbach
Büßleben
Niedernissa
Windischholzhausen
Egstedt
Waltersleben
Molsdorf
Ermstedt
Frienstedt
Alach
Tiefthal
Kühnhausen
Hochstedt
Töttelstädt
Sulzer Siedlung
Urbich
Gottstedt
Azmannsdorf
Rohda (Haarberg)
Salomonsborn
Schaderode ¹
Töttleben ²
Wallichen ³
¹ gemeinsamer Ortschaftsrat mit Alach ² gemeinsamer Ortschaftsrat mit Kerspleben ³ gemeinsamer Ortschaftsrat mit Vieselbach
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.