Kästner wuchs in Mietshäusern der Königsbrücker in der Äußeren Neustadt von Dresden auf. In der Nähe Albertplatz befindet sich in der damaligen Villa Onkels Franz Augustin heute das Erich Kästner Museum .
Kästners Vater Erich Käster war Sattler. Mutter Ida geb. Augustin wurde mit Mitte Friseuse. Mit seiner Mutter pflegte er eine pathologisch intensive Beziehung: In seiner Leipziger und Zeit verfaßte er täglich intimste Briefe oder an seine Mutter. Auch in seinem Romanen sich immer wieder das Motiv einer "Übermutter" Kästner verewigte seine Herkunft 1957 in dem Buch "Als ich ein kleiner Junge war".
Kästner besuchte seit 1913 in Dresden Lehrerseminar brach die Ausbildung zum Volksschullehrer jedoch Jahre später ab. Statt dessen legte er dem Ende des 1. Weltkriegs dessen letztes Jahr er zwar im jedoch nicht mehr an der Front erlebte Abitur ab.
Kästner begann 1919 in Leipzig das Studium der Geschichte Philosophie Germanistik und Theaterwissenschaft . Kästner promovierte 1925 zum Thema "Friedrich Große und die deutsche Literatur". Sein Studium Kästner schon bald aus eigenen Einnahmen als Journalist im Feuilleton der "Neuen Leipziger Zeitung". 1927 wurde zunehmend kritischer werdenden Kästner gekündigt nachdem seinem Erich Ohser illustrierten erotischen Gedicht "Abendlied des Kammervirtuosen" vorgeworfen worden war. Ein Kompromiß sah schließlich Umzug Kästners nach Berlin vor wo er freier Kulturkorrespondent weiter für die Neue Leipziger schrieb.
Kästners Berliner Jahre von 1927 bis zum Ende der Weimarer Republik 1933 gelten als seine bei weitem produktivsten. wenigen Jahren stieg er zu einer der intellektuellen Figuren Berlins auf. Er publizierte seine Reportagen und Rezensionen in verschiedenen Periodika Berlins. schrieb er in der Weltbühne . 1928 folgte Kästners erste Buchveröffentlichung "Herz auf eine Sammlung von Gedichten aus der Leipziger Zeit. Bis 1933 drei weitere Gedichtbände.
1929 erschien mit Emil und die Detektive erstes und bis heute berühmtestes Kinderbuch . Die Detektivgeschichte wurde allein in Deutschland zwei Millionen Mal verkauft und bis heute 59 Sprachen übersetzt. Für die Kinderliteratur der Zeit mit ihren aseptischen Märchenwelten äußerst ungewöhnlich die Verortung des Romans in der Gegenwart Großstadt Berlin. Mit Pünktchen und Anton (1931) dem Fliegenden Klassenzimmer (1933) schrieb Kästner in folgenden Jahren zwei weitere "realistische" Kinderbücher. Einen Anteil am großen Erfolg der Bücher hatten Illustrationen von Walter Trier.
Als Kästners einziger Roman von literarischer Bedeutung gilt das 1931 veröffentlichte Werk Fabian - Die Geschichte eines Moralisten . Angesiedelt im Berlin der frühen 1930er beschreibt Kästner am Beispiel des arbeitslosen Germanisten Fabian den Niedergang der Weimarer Republik.
Im Gegensatz zu fast allen seinen emigrierte Kästner nach der nationalsozialistischen Machtergreifung am 30. Januar 1933 nicht. Kästner begründete diesen Schritt u.a. dass er vor Ort Chronist der Ereignisse seiner Heimat sein wolle. Mindestens genauso wichtig aber sein dass er seine Mutter nicht lassen wollte. Kästner wurde mehrmals von der Gestapo vernommen und aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen. Werke wurden bei der Bücherverbrennung als "wider den deutschen Geist" verbrannt er selbst aus erster Reihe beobachtete. Der Kästners in die Reichsschriftkammer wurde wegen seiner Haltung im Schrifttum vor 1933" abgelehnt. Dies gleichbedeutend mit einem Publikationsverbot für das Deutsche In der Schweiz konnte Kästner harmlose Unterhaltungsromane "Drei Männer im Schnee" (1934) veröffentlichen. Mit Ausnahmegenehmigung lieferte Kästner 1942 unter dem Pseudoym "Berthold Bürger" das Drehbuch zu Münchhausen dem prestigeträchtigen Jubiläumsfilm der UFA .
Nach dem Zweiten Weltkrieg widmete sich Kästner verstärkt dem Kabarett so war er 1951 an der des Kabaretts Die kleine Freiheit beteiligt. Für seine Werke erhielt er Literaturpreise so zum Beispiel den Georg-Büchner-Preis (1957) und den Hans-Christian-Andersen-Preis (1960).
Ich bin ein Deutscher aus Dresden in Mich lässt die Heimat nicht fort. Ich bin wie ein Baum der - Deutschland gewachsen - wenn's sein muß in Deutschland verdorrt. Aus Erich Kästner: Kurz und bündig Zürich (1950)