Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 16. April 2014 

Erich Ludendorff


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.


Erich Ludendorff

Erich Ludendorff (* 9. April 1865 in Kruszewnia Provinz Posen ; † 20. Dezember 1937 in Tutzing ) war neben Paul von Hindenburg als Chef der Obersten Heeresleitung (OHL) der führende deutsche General des 1. Weltkriegs .

Ludendorff wurde als Sohn eines Rittergutsbesitzers Reserveoffiziers in der Nähe von Posen (Poznan) bzw. von Schwersenz (Swarzedz) im Polen geboren. Der Vater kämpfte als Kavallerieoffizier den deutschen Einigungskriegen ( 1866 1870 / 71 ) und bestimmte seinen Sohn für die

Als achtzehnjähriger Offizier begann er eine militärische Karriere kam 1894 zum kaiserlichen Generalstab und leitete ab 1908 die militärische Planungsabteilung für den Angriff Frankreich nach den Vorgaben des Schlieffenplans . Zu Beginn des Ersten Weltkriegs gelang Ludendorff als Brigadekommandeur die Einnahme Zitadelle in der Innenstadt von Lüttich .

Im September 1914 wurde er Stabschef Paul von Hindenburgs und war für dessen Siege in Schlacht bei Tannenberg und der Masurenschlacht entscheidend mitverantwortlich.

Nach der Entlassung Erich von Falkenhayns als Chef des Generalstabs im August 1916 avancierte Ludendorff als 1. Generalquartiermeister neben zum eigentlichen Kopf der dritten OHL . Als vermeintlich einzige Garanten eines Sieges beide eine nahezu unangreifbare Position und übten faktische Militärdiktatur aus neben der die Stellung Kaisers verblasste.

Das von Hindenburg und Ludendorff durchgesetzte vom Dezember 1916 sollte Massenstreiks verhindern und Arbeiterschaft bei der Stange halten. Ludendorff war Verfechter des uneingeschränkten U-Boot-Krieges . Dieser war als Antwort auf die Seeblockade gedacht brachte aber letztlich die USA dazu öffentlich auf Seiten der Alliierten den Krieg einzutreten.

Im Osten erstrebte Ludendorff weitgehende Kriegsziele noch über das im Friedensvertrag von Brest-Litowsk erreichte hinausgingen. Zur Destabilisierung der russischen ließ er eine Gruppe russischer Revolutionäre darunter Lenin aus der Schweiz über Deutschland nach schleusen.

Angesichts der steckengebliebenen Offensiven an der sprach sich Ludendorff am 29. September 1918 für ein sofortiges Waffenstillstandsangebot an US-Präsident Wilson und - aus taktischen Gründen - eine Parlamentarisierung der Regierung aus. Zivile Politiker damit die Verantwortung für die Beendigung des übernehmen. Hierin lag der Keim für die Dolchstoßlegende .

Als er Ende Oktober eine Fortsetzung "Widerstand mit äußersten Kräften" forderte wurde er entlassen. Zu Beginn der Novemberrevolution floh er nach Schweden .

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland hatte eine führende Rolle im fehlgeschlagenen Hitlerputsch wurde aber trotz schwerwiegenden Belastungsmaterials im Prozess freigesprochen.

Von 1924 bis 1928 saß er als Abgeordneter für die NSDAP im Reichstag. 1925 unterlag er Hindenburg bei der Wahl Reichspräsidenten . Nach seinem Bruch mit Hitler geriet unter Einfluss seiner zweiten Frau Mathilde in Isolation eines völkisch-religiösen Sektierertums.

Weblinks



Bücher zum Thema Erich Ludendorff

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Erich_Ludendorff.html">Erich Ludendorff </a>