Wolf-Ferrari wurde als Hermann Friedrich Wolf und war der Sohn eines bayerischen Malers einer Italienerin deren Mädchennamen er ab 1895 Nachnamen hinzufügte. Obwohl er bereits früh Klavierunterricht schien er in die Fußstapfen seines Vaters treten und studierte 1891-92 an der Accademia Belli Arte in Rom . Dann wechselte er jedoch an die der Tonkunst in München und wurde Schüler von Joseph Rheinberger. kehrte er ohne Abschluss nach Venedig zurück ab 1896 einen deutschen Chor in Mailand und traf dort Arrigo Boito und Ricordi der jedoch die Veröffentlichung seiner ersten ablehnte.
1897 heiratete Wolf-Ferrari die Sängerin Clara und zog 1900 nach dem Misserfolg seiner aufgeführten Oper Cenerentola wieder nach München. Seine frühen Instrumentalwerke die Sinfonia da camera op.8 (1901) und die Kantate La vita nuova op.9 (1901) nach Dante waren der deutschen romantischen Tradition von Mendelssohn Schumann und Brahms verpflichtet. In Deutschland hatte er aber seine größten Erfolge als er sich einer der Opera buffa zuwandte mit der sein Name vor verbunden ist. Nach Die neugierigen Frauen (1903) nach Goldoni wurden die Opern Die vier Grobiane (1906) ebenfalls nach Goldoni und Susannens Geheimnis (1909) seine größten Erfolge. Sie wurde in München uraufgeführt obwohl Wolf-Ferrari 1903-09 Direktor Liceo Musicale in Venedig war. Danach lebte wieder ganz in München.
Die 1911 uraufgeführte Oper Der Schmuck der Madonna war ein wenig überzeugender Ausflug in reißerischen Verismus doch mit Der Liebhaber als Arzt (1913) nach Molière fand Wolf-Ferrari wieder zu seinen Stärken Die Grausamkeiten des ersten Weltkriegs stürzten den Deutsch-Italiener jedoch in eine fast zehnjährige Schaffenskrise die durch Eheprobleme noch wurde. Er floh in den Kriegsjahren nach Zürich und heiratete 1921 seine zweite Frau Christine Funk. Unter seinen späten Opern wurde Sly (1927) nach Shakespeare am bekanntesten doch konnte keine an Erfolge vor dem Krieg anknüpfen. Schließlich wandte Wolf-Ferrari wieder stärker der Instrumentalmusik zu so mit dem Idillio-Concertino op.15 (1933) und dem Violinkonzert op.26 Diese Kompositionen waren in einer melodischen nachromantischen Tonsprache ohne Bezug zu den zeitgenössischen der Moderne geschrieben.
1939 wurde Wolf-Ferrari Kompositionsprofessor am Mozarteum in Salzburg . Er litt psychisch unter dem Faschismus in Deutschland und Italien und unter dem erneut ausbrechenden Krieg in dem sein Haus zerstört wurde. floh er in die Schweiz und kehrte nach dem Krieg in Geburtsstadt Venedig zurück wo er 1948 starb.