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Erzherzog Albrecht


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Albrecht (* 3. August 1817 in Wien ; † 18. Februar 1895 Arco ( Italien ); mit vollem Namen Albrecht Friedrich Rudolf ) war Erzherzog von Österreich und Feldherr .

Albrecht wurde als ältester Sohn des Erzherzogs Karl von Österreich (* 1771; † 1847) 3. August 1817 geboren. Er durchlief frühzeitig militärische Stufenleiter und ward 1830 zum Obersten ernannt trat aber erst 1837 als zweiter Oberst bei dem Infanterieregiment Wimpffen in den praktischen Militärdienst ein. Jahr 1839 in der gleichen Eigenschaft zu dem Kürassierregiment Mengen versetzt rückte er 1840 zum Generalmajor 1843 zum Feldmarschallleutnant und 1845 zum General in Österreich ob und unter der wie auch in Salzburg auf. Infolge der vom 13. März 1848 wo er beschuldigt wurde den Befehl Gebrauch der Feuerwaffe gegen das Volk gegeben zu haben er seine Stelle nieder und begab sich als Freiwilliger zur Armee Radetzkys nach Italien wo er sich namentlich in der bei Santa Lucia auszeichnete. Im Jahr 1849 erhielt er ein Kommando bei dem Korps des Feldzeugmeisters d'Aspre und focht mit bei Gravellona Mortara und besonders bei Novara wo seine Division den übermächtigen Feind so lange aufhielt die übrigen österreichischen Streitkräfte heranrücken konnten. Nach des Feldzugs ward er zum Oberbefehlshaber des Armeekorps in Böhmen und zum Gouverneur der Bundesfestung Mainz ernannt und 1851 erhielt er den wichtigen Posten eines Generalgouverneurs und kommandierenden Generals in Ungarn . Dort war seine Stellung sehr schwierig: gesteigerten nationalen Hoffnungen der Magyaren tat er nicht genug nach der des Hofs aber gab er ihnen schon viel nach und so verdarb er es beiden und verließ 1860 diesen Posten. Eine vertrauliche Mission an Berliner Hof im Frühjahr 1859 um für den bevorstehenden italienischen Krieg Preußens Unterstützung oder doch bestimmte Zusagen auszuwirken keinen Erfolg und eine ähnliche Mission im 1864 fiel nicht besser aus. 1860-61 war Kommandant des 8. Armeekorps in Vicenza wurde dann Feldzeugmeister und 1863 Feldmarschall. Krieg von 1866 befehligte er die Armee in Italien sich durch den Sieg bei Custozza am 24. Juni als bedeutenden Feldherrn und erhielt nach an Stelle Benedeks den Oberbefehl gegen die Doch wurden seine Vorbereitungen zur Fortsetzung des durch den Waffenstillstand unterbrochen.

An die Spitze der nach dem eingesetzten Reorganisationskommission gestellt und zum Generalinspekteur der ernannt erwarb sich Albrecht um die Neubildung österreichischen Heers ein großes Verdienst. Als Militärschriftsteller er auf mit Wie soll Österreichs Heer beschaffen sein? (1868) und Über die Verantwortlichkeit im Krieg (1869 ins Englische und Französische übersetzt). nahm außerdem auf volkswirtschaftlichem Gebiet eine hervorragende Stellung ein: er einer der ersten Großgrundbesitzer und Großindustriellen der Monarchie . Seine Besitzungen durch Mannigfaltigkeit ihrer Natur ihrer Produkte ausgezeichnet umfassten die Kammer Teschen und die Herrschaft Saybusch in den Karpathen und Beskiden im Teschener Kreis von Österreichisch Schlesien und dem angrenzenden West galizien gelegen die Herrschaft Ungarisch-Altenburg zwischen dem Neusiedler See und der Kleinen Schütt die Herrschaft in dem Winkel zwischen Donau und Drau endlich die kleinere Herrschaft Seelowitz in Mähren zusammen mit einem Areal von ca. km². In seinem Palast zu Wien befindet sich die unter dem Namen Albertina bekannte ausgezeichnete Sammlung von Kupferstichen und Handzeichnungen berühmter Meister die von von Sachsen-Teschen angelegt wurde. Nach ihm ist Albrechtskaserne in der Leopoldstadt benannt.

Albrecht war seit 1844 vermählt mit einer Tochter König Ludwigs I. von Bayern die am 2. April 1864 starb. Seine ältere Tochter Maria Theresia am 18. Januar 1865 mit Herzog Philipp Württemberg verheiratet; die jüngere Mathilde erlag 1867 durch ihr Feuer fangendes Kleid erlittenen Brandwunden.

[Dieser Artikel basiert auf dem Artikel aus Meyers Konversationslexikon von 1888-90.]

Weblinks

  • Albrecht in: Meyers Konversationslexikon 4.Aufl. 1888-90 Bd.1



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