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Essay


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Den Essay (m. selten n.; von mittellateinisch exagium Probe Versuch ) als literarische Form oder Gattung verdanken wir dem französischen Autor Michel de Montaigne (1532 - 1592).

Montaigne ging davon aus dass er Mensch nur subjektiv sein kann. Der scholastischen Abhandlung mit ihrem Absolutheitsanspruch stellte er Aufzeichnungen persönlicher Erfahrungen entgegen. Die katholische Kirche an Montaignes Essais Anstoß und setzte sie den Index : das Bekenntnis zur Subjektivität und der Zweifel an der Existenz absoluter Wahrheit widersprachen offiziellen Lehrmeinung.

Seine Nachfolger waren zahlreich: als erster in England Francis Bacon die Gattung des Essays in Richtung belehrenden moralisierenden Form mit deduktiver Beweisführung; in Folge pendelt der Essay zwischen diesen beiden

Einige weitere Autoren: Lessing Herder Schlegel Kierkegard Schopenhauer Nietzsche Marx Lichtenberg Kleist Gide Emerson Sartre Albert Camus Hofmannsthal Benn Benjamin Jünger Kraus Sinclair Unamuno Ortega Adorno etc.

Der Essay war auch die bevorzugte Form der Moralisten und Aufklärer . Die Enzyklopädisten adaptierten die ursprünglich literarisch-philosophische zu einem wissenschaftlichen Stil. Im Gegensatz zum Traktat oder zur wissenschaftlichen Abhandlung verzichtet ein auf objektive Nachweise und definitive Antworten.

Die Fragestellung die einem Essay zugrundeliegt beantwortet doch nicht abschließend - ein guter wirft neue Fragen auf oder umreißt ein Problem. Erkenntnisse und Forderungen werden oft nur weit ausgeführt dass der Leser sie selbst und als eigene Gedanken betrachten kann nicht eine dogmatische Lehrmeinung.

Ein Essay ist demzufolge immer subjektiv bekennt sich auch dazu. Er zeichnet sich durch eine gewisse Leichtigkeit stilistische Ausgefeiltheit Verständlichkeit einen nicht zu unterschätzenden Unterhaltungswert. Ein Essay befreit von zu vielen Zitaten Fußnoten und Randbemerkungen. Fallweise verkommt der auch zu einer stilisierten ästhetisierten Plauderei.

Die essayistische Methode ist eine experimentelle Art sich dem der Überlegungen zu nähern und ihn aus Perspektiven zu betrachten. Das Wichtigste ist jedoch der Gegenstand der Überlegungen sondern das Entwickeln Gedanken vor den Augen des Lesers.

Bauanleitung: Das Thema des Essays soll Anfang an ganz klar ersichtlich sein es den Leser wie ein roter Faden ungekünstelt den ganzen Text. Jeder neue Begriff wird und vorgestellt. Handlungen werden chronologisch erzählt und deutlich als solche gekennzeichnet. Der Umfang eines ist eher knapp das macht ihn übersichtlich gut verständlich.

Literatur

  • Ludwig Rohner: Deutsche Essays. Prosa aus zwei Jahrhunderten in 6 München: dtv 1982 (ursprünglich Neuwied - Berlin: 1966)
  • Theodor W. Adorno : Der Essay als Form. in: Noten zur Literatur hrsg. von Tiedemann. Frankfurt/Main: Suhrkamp 1988 (ursprünglich 1958)
  • Weissenberger Klaus (Hg.): Prosakunst ohne Erzählen. Die Gattungen der nichtfiktionalen Kunstprosa. Tübingen: 1985

Siehe auch: Causerie

Weblinks



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