Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Ein Eulerkreis oder (geschlossener) Euler-Zug (auch Eulertour oder Eulersche Linie ) ist in der Graphentheorie ein Zyklus der alle Kanten eines Graphen genau einmal enthält. Ein offener Euler-Zug oder Eulerweg ist dann gegeben wenn die Identität Start- und Endknoten nicht verlangt wird d.h. eines Zyklus wird lediglich ein Weg verlangt der jede Kante des Graphen einmal enthält. Einen Graph der einen Eulerkreis besitzt bezeichnet man auch als eulersch .
Das Problem lässt sich relativ leicht lösen da ein Graph genau dann eulersch wenn er zusammenhängend ist und jeder Knoten Grad besitzt. Mittels Tiefensuche lässt sich dies in linearer Zeit feststellen. Zu einem eulerschen einen Eulerkreis zu finden erfordert dagegen einen komplizierteren Algorithmus der auch auf Tiefensuche basiert dieses Problem ebenfalls in Linearzeit lösen kann. ersten Linearzeit-Algorithmus dafür konnte Hierholzer angeben der dass eulersche Graphen auch dadurch charakterisiert werden dass sie aus kantendisjunkten Kreisen zusammengesetzt werden
Das Königsberger Brückenproblem lässt sich in Graphen ausdrücken:
Die roten Punkte ( Knoten ) sind die jeweiligen Stadtteile bzw. Standpunkte. blauen Linien ( Kanten ) sind die Brücken. Durch Probieren wird herausfinden dass es nicht möglich ist alle hintereinander zu besuchen und jede Brücke nur einziges Mal zu benutzen. Es gibt also Eulerweg und demzufolge auch keinen Eulerkreis. Warum das so?
Euler hat die folgende Gesetzmäßigkeit entdeckt: einem Graph gibt es mindestens einen Eulerweg dieser maximal 2 Knoten mit ungeradem Grad (wenn also nicht an mehr als zwei eine ungerade Anzahl Kanten angeschlossen sind). Beim Brückengraphen gibt es vier Knoten mit ungeradem (die Zahlen neben den Knoten geben hier Grad an). Deshalb ist der Stadtrundgang mit nur einmaligen Benutzen jeder Brücke unmöglich.