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Euro


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Diese Seite befasst sich mit der Währung Euro . Für Informationen über den gleichnamigen Sportanlass Fußball-Europameisterschaft .

Der Euro (Zeichen: € - ISO-Code: EUR) ist Währung der Europäischen Währungsunion . Er wird von der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main kontrolliert und ist Währung von 12 25 Länder der Europäischen Union sowie 6 Nicht- EU -Ländern teils mit eigenen Euromünzen. Daneben gibt 5 Länder und die beiden Währungsräume CFA-Franc und CFP-Franc mit festem Umrechnungskurs zum Euro (s. Eurozone ).

Der Euro gilt seit dem Jahr 1999 als Buchgeld . Am 1. Januar 2002 wurde der Euro auch als Bargeld Münzen und Banknoten eingeführt und löste damit die früher den teilnehmenden Ländern verwendeten Währungen als Zahlungsmittel Ein Euro ist in 100 Cent unterteilt.

Am 27. November 2003 überstieg der Euro die Marke von 20 US-Dollar .

Inhaltsverzeichnis

Einführungsprozess

Im Vertrag von Maastricht sind die EU-Konvergenzkriterien festgelegt die erfüllt werden müssen um der Eurozone teilnehmen zu können. Am 13. Dezember 1996 einigten sich die Finanzminister der EU den Euro-Stabilitätspakt .

Der Euro wurde am 1. Januar 2002 vor der Zentrale der EZB begrüßt

Der Umrechnungskurs der einzelnen Landeswährungen in Euro wurden am 31. Dezember 1998 festgelegt.

Seit dem 1. Januar 1999 konnten Überweisungen und Lastschriften in Euro ausgestellt werden (in Griechenland seit dem 1. Januar 2001 ). Konten und Sparbücher konnten wahlweise in geführt werden. Wertpapiere und Aktien wurden nur noch in Euro gehandelt.

Am 1. Januar 2002 wurde der Euro für den allgemeinen in Form von neuen Münzen und Geldscheinen In der Übergangszeit (unterschiedlich nach Land meist bis Februar 2002) existierten in jedem teilnehmenden Zahlungsmittel in Euro und der alten Landeswährung Mittlerweile sind die ehemaligen Landeswährungen keine gültigen mehr. Sie können jedoch – auch das ist den einzelnen Ländern unterschiedlich geregelt – noch bei jeweiligen nationalen Zentralbanken gegen Euro eingetauscht werden.

Interessanterweise nahmen weit bis in die Hälfte des Jahres 2002 z.B. manche deutschen in Sonderaktionen die alte Währung (in diesem DM ) als Zahlungsmittel an obwohl sie kein Zahlungsmittel mehr war.

Teilnehmende Länder

Euroscheine

Folgende Länder haben den Euro als Währung eingeführt:

Einige Staaten waren bereits eine Währungsunion mit anderen Teilnehmern der EWU eingegangen demzufolge ebenfalls den Euro als gesetzliche Währung Diese sind:

Neben den offiziellen Teilnehmern haben sich einige Territorien dazu entschlossen inoffiziell den Euro ihre Standardwährung zu wählen (ohne dass die dazu einen Beschluss gefasst hätte):

  • Andorra Beabsichtigt eigene Euro-Münzen zu prägen bisher Erlaubnis der EU
  • Kosovo
  • Montenegro

Die EU-Staaten

haben sich nicht für die neue Währung entschieden und bis auf weiteres ihre alten Währungen. Am 14. September 2003 lehnte Schweden zum zweiten Mal in Volksabstimmung den Beitritt Schwedens zur EWU ab.

Die am 1. Mai 2004 beigetretenen EU -Staaten

können erst nach Erfüllen der Beitrittskriterien zwei Jahre Mitgliedschaft im EWS ) und nach zwei Jahren festem Wechselkurs Nationalwährung zum Euro der EWU beitreten. Mit Beitritt wird im Allgemeinen nicht vor 2007

Ökonomische Folgen der Einheitswährung

Von der Einführung des Euro erwartete verstärkten Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den der Eurozone . Es wurde vermutet dass dies von für die Bevölkerung der Eurozone sein würde Handel in der Vergangenheit eine der Hauptquellen Wachstums war.

Weiterhin ging man davon aus dass für Produkte und Dienstleistungen in den Ländern Eurozone abnehmen würden: Durch Arbitrage -Handel (Handel gleicher Produkte und Dienstleistungen zwischen Euro-Ländern) sollten bestehende Unterschiede schnell ausgeglichen werden. führe zu verstärktem Wettbewerb zwischen Anbietern und zu niedriger Inflation und mehr Wohlstand der Verbraucher.

Einige Wirtschaftswissenschaftler äußerten Bedenken zu den einer Einheitswährung für eine große und heterogene wie Euroland . Insbesondere wenn nicht alle beteiligten Länder einen wirtschaftlichen Aufschwung oder eine Abkühlung durchlaufen bereite eine angemessene Geldpolitik Schwierigkeiten.

Politisch war und ist fraglich ob und Europäische Kommission die Mitgliedsländer zu hinlänglicher werden anhalten können: Entziehen sich einzelne Länder Ländergruppen ihrer haushaltspolitischen Verantwortung werden Inflationsrate und für diese Länder solange relativ niedrig bleiben sich der Großteil der restlichen Euro-Länder nicht stark verschuldet. Dies könnte verspätete oder nicht Korrekturen der Haushaltspolitiken fördern und zu Wohlstandseinbußen ( Süddeutsche Zeitung 25.11.2003 ).

Mit der Einführung des Euro stellten Verbraucher eine Verteuerung von Waren und Dienstleistungen der Inflationsrate fest. Diese Verteuerung ist darauf rückzuführen einige Anbieter Preise für Waren und Dienstleistungen Teil bis zu 1:1 in die Euro-Währung Teilweise wurde auch vor der Euro-Einführung der moderat angehoben um nach der Währungsunion Preise auf "runde" Euro-Beträge aufrunden zu Deshalb bekam der Euro in der Bevölkerung weitläufig den Namen " Teuro ". Den offiziellen Statistiken gemäß ist es zu keiner bedeutenden Teurerung gekommen.

Ein weiterer und vielleicht entscheidender Effekt den Erdölpreis . Die Eurozone vebraucht eine größere Menge Öls als die Vereinigten Staaten . Das bedeutet dass der Eurofluss in OPEC -Länder den des Dollars übertrifft - allerdings wird nach wie Öl in Dollarpreisen angegeben (mit der Ausnahme Iraks unter Saddam Hussein bis zur Invasion 2003 ). Innerhalb der OPEC wird heftig diskutiert Preise auf Euro umzustellen was auch viele dazu zwingen würde Teile ihrer Devisenreserven vom in Euroguthaben umzuwandeln um so Öl kaufen können. Ein solcher Wechsel würde eine deutliche der weltwirtschaftlichen Bedeutung von den USA weg die Eurozone bedeuten. Venezuela unter Hugo Chavez ist ein besonders lautstarker Vertreter dieses obwohl sie selber einen Großteil ihres Öls die Vereinigten Staaten verkaufen.

Umrechnungskurs des Euro

Der Wechselkurs der Währungen der an Währungsunion teilnehmenden Staaten wurde am 31. Dezember 1998 zum 1. Januar 1999 festgelegt. Basis ist dabei der Umrechnungswert zuvor bestehenden Ecu ( European Currency Unit ) gewesen. Ab diesem Zeitpunkt wird der als Währung international gehandelt mit steigender Tendenz. teilnehmenden Länder haben dabei einen festgelegten konstanten gegenüber dem Euro. Der Kurs des Euro sich in Relation zum US-Dollar zunächst eher Dieser Trend änderte sich jedoch und zum 2003/04 verteuerte sich der Euro stark und am 12. Januar 2004 sogar kurz die Marke von 1 Dollar. Von Vorteil ist der gemeinsame Währungsmarkt insofern als er eine größere Geldmenge schafft und daher den Geldmarkt fördert. bestehende innergemeinschaftliche Wechselkursrisiken fallen weg.

Ein Euro wird umgerechnet zu :

1 95583 Deutsche Mark
13 7603 Österreichische Schilling
40 3399 Belgische Franken / Franc
166 386 Spanische Peseten / Peseta
5 94573 Finnische Finnmark / Markka
6 55957 Französische Franken / Franc
0 787564 Irische Pfund / Punt
1936 27 Italienische Lire
40 3399 Luxemburgische Franken / Franc
2 20371 Niederländische Gulden / Guilder
200 482 Portugiesische Escudos
340 750 Griechische Drachmen

Euro als Geld Währungszeichen Münzen und Scheine

Der internationale Drei-Buchstabencode des Euro ist EUR .

Euro-Währungssymbol

Das Euro-Währungssymbol wurde von Arthur Eisenmenger entworfen. Es ein großes aber rundes E welches in Mitte zwei waagerechte Striche besitzt (oder auch ein C mit einem Gleichheitszeichen (=) kombiniert). erinnert an den griechischen Buchstaben Epsilon (ε) und damit an den antiken Europas. Die zwei geraden Striche stehen für Stabilität des Euro und des europäischen Wirtschaftsraums [1] [2] ).

Das Euro-Währungssymbol wird unter Microsoft Windows mit dem ASCII-Code 80 (hexadezimal) bzw. (dezimal) dargestellt und kann allgemein über die Alt Gr + E eingegeben werden. Unter international genormten Zeichensätzen ist der Euro in ISO 8859-15/16 sowie Unicode vertreten. In HTML kann es durch € kodiert werden. Cent-Symbol ¢ ist in HTML mit ¢

Euromünzen

Die Euromünzen sind mit ihrer Vorderseite in allen identisch. Sie haben allerdings auf der Rückseite Motiv-Prägungen. Dennoch kann in der gesamten Währungsregion bezahlt werden. Ein Euro wird in einhundert Cent unterteilt. Die Münzen zu 1 und Euro bestehen aus zwei unterschiedlichen Legierungen. Unter entsteht ein elektrochemisches Spannungsgefälle das Nickel - Ionen aus der Legierung herauslöst. Ob dies möglicherweise allergische Reaktionen kann wird noch diskutiert.

Als Sondermünzen werden in verschiedenen Ländern unterschiedliche Nennwerte die aber nur im jeweiligen Prägungsland gültig In Deutschland etwa prägt man (nach dem der Deutschen Mark ) Sondermünzen mit 10 Euro Nennwert.

Folgende Euromünzen gibt es:

  • Cent-Münzen:
    • 1 Cent - Durchmesser: 16 25 mm 1 67 mm Gewicht: 2 3 g glatt
    • 2 Cent - Durchmesser: 18 75 mm 1 67 mm Gewicht: 3 06 g glatt mit Einkerbung
    • 5 Cent - Durchmesser: 21 25 mm 1 67 mm Gewicht: 3 92 g glatt
    • 10 Cent - Durchmesser: 19 75 mm 1 93 mm Gewicht: 4 1 g grob geriffelt
    • 20 Cent - Durchmesser: 22 25 mm 2 14 mm Gewicht: 5 74 g ohne Randprägung
    • 50 Cent - Durchmesser: 24 25 mm 2 38 mm Gewicht: 7 8 g grob geriffelt
  • Euro-Münzen:
    • 1 Euro - Durchmesser: 23 25 mm 2 38 mm Gewicht: 7 5 g gebrochen geriffelt
    • 2 Euro - Durchmesser: 25 75 mm 2 2 mm Gewicht: 8 5 g fein geriffelt mit Schriftprägung

Eurobanknoten

Die Eurobanknoten hingegen sind in allen Ländern identisch. gibt 5 Euro 10 Euro 20 Euro Euro 100 Euro 200 Euro und 500

Anhand des Anfangsbuchstabens der Seriennummer lässt jedoch das Herkunftsland feststellen. Dabei steht

  • Z für Belgien
  • Y für Griechenland
  • X für Deutschland
  • V für Spanien
  • U für Frankreich
  • T für Irland
  • S für Italien
  • P für die Niederlande
  • N für Österreich
  • M für Portugal und
  • L für Finnland.

Die Scheine zeigen verschiedene Motive zu Themen Zeitalter und Baustile in Europa . Die Vorderseiten zeigen als Motiv ein oder eine Fensterfront die Rückseiten jeweils eine Dabei sind keine realen Bauwerke abgebildet sondern wurden die Stilmerkmale der einzelnen Epochen in archetypische Abbildung eingebracht.

Der Euro in Überseegebieten und in Osteuropa

Zwei Länder der Währungsunion Frankreich und unterhalten Gebiete in Übersee. Die Währungen der Gebiete (Aruba-Florin und Antillen-Gulden) sind und waren den Dollar gebunden und waren von der Euro-Einführung betroffen.

Bei den französischen Gebieten ist rechtlich trennen zwischen den zum französischen Mutterland gehörenden Départements ( Départements d'Outre-Mer ) Französisch-Guayana Guadeloupe Martinique und Réunion sowie den Gebietskörperschaften ( Collectivités Territoriales ) Saint-Pierre und Miquelon sowie Mayotte . In allen Gebieten gilt seit 1.1.1999 Euro die Départements wurden jedoch "automatisch" vom mit Frankreich erfasst für die Gebietskörperschaften wurde gesonderte Ratsentscheidung notwendig. (Entscheidung des Rates vom 31. Dezember 1998 über die Währungsregelungen in den französischen Saint-Pierre und Miquelon sowie Mayotte (1999/95/EG))

Darüber hinaus erlangt der Euro in Ländern als Devise große Bedeutung als Alternative zum Dollar . Einige Währungen die früher an eine Vorgängerwährungen des Euro gekoppelt waren haben nun festen Wechselkurs zum Euro:

  • Bosnien-Herzegowina 1 EUR = 1 95583 BAM Konvertible Mark entspricht dem Kurs der Deutschen Mark)
  • Bulgarien 1 EUR = 1 95583 BGN Lewa entspricht dem Kurs der D-Mark )
  • CFA-Franc 1 EUR = 655 957 XAF/XOF dem Kurs des alten französichen Franc vor
  • CFP-Franc 1 EUR = 119 2529826 XPF
  • Estland 1 EUR = 15 65 EEK Estnische Kronen )
  • Kapverden 1 EUR = 110 265 CVE
  • Komoren 1 EUR = 491 9677 KMF
  • Litauen 1 EUR = 3 4528 LTL Litai )

Umtauschphase alte Währungen gegen Euro

Ab Mitte Dezember 2001 konnte bei und Sparkassen in Deutschland eine erste Euro-Münzmischung Starter Kit ) zum Preis und Wert von 20 erstanden werden. Die enthaltenen Münzen konnten dann dem 1. Januar 2002 verwendet werden. Banknoten gab es dem 1. Januar 2002 an Geldausgabeautomaten und dem 2. Januar 2002 an den Schaltern der Banken Sparkassen. Insgesamt wurde die Umstellung praktisch in großen Rutsch innerhalb von ein bis zwei vollzogen. Trotzdem wurden bis Ende November 2003 Auskunft der Bundesbank (Frankfurt) noch 8 5 DM in Scheinen und 7 4 Milliarden in Münzen nicht umgetauscht.

Seit dem 28. Februar 2002 besteht in Deutschland gesetzlich ein auf gebührenfreien Geldumtausch von D-Mark in Euro den Landeszentralbanken.

Siehe auch:


Weblinks



Bücher zum Thema Euro

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